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Solidaritätsteam SCHLECKER-Beschäftigte begrüßt das Einlenken von Konzernchef Anton Schlecker und fordert dringend weitere Schritte

Augsburg, 15. Januar 2010, (eh). Einhellig begrüßt wurde in der letzten Sitzung des "Solidaritätsteam SCHLECKER-Beschäftigte"*, dass Konzernchef Schlecker die Zusammenarbeit mit der Personalservice-Agentur MENIAR aufkündigen will. MENIAR hatte über einen rechtlich höchst umstrittenen Tarifvertrag der so genannten "Christlichen Gewerkschaft für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen"(CGZP) mehrere tausend Arbeitnehmerinnen zu Billigstlöhnen (6,14 Euro bis 7,15 Euro) eingestellt.

"Im Solidaritätsteam aber geht die Arbeit weiter, denn unsere Forderungen sind nicht vom Tisch" sagt KAB-Präses und Betriebsseelsorger Erwin Helmer. "Schlecker muss die rigorose Schließungspolitik seiner verbliebenen Läden sofort zurücknehmen und das Mobbing gegenüber dem Betriebsrat einstellen." Schlecker hatte seinem Betriebsrat im Bezirk Augsburg-München bis vor kurzem das Telefon und Fax gekappt und die Arbeit des Betriebsrats systematisch behindert. Außerdem warten viele Mitglieder des Betriebsrats noch auf Lohnzahlungen von mehreren Monaten des letzten Jahres.

Das Solidaritätsteam sammelt weiterhin "Rote Karten" für Schlecker und geht mit der Kundenkarte auf die Kundschaft zu. Klar wurde auch, dass die Initiative von Arbeitsministerin von der Leyen, das Leiharbeitergesetz (AÜG) zu ändern, nicht genügen kann.

*)Das Solidaritätsteam "SCHLECKER-Beschäftigte" begleitet die Beschäftigten im Bezirk 164 zwischen Augsburg und München. Es besteht aus Vertretern von beiden Kirchen, der Betriebsseelsorge, der KAB und der evangelischen afa, der Gewerkschaft ver.di und dem DGB, solidarischen Betriebsräten, Vertretern von Parteien und der Stadt Augsburg.