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Mit klarer Sicht ins Jahr 2010

Verantwortlichenschulung der Kreisverbände Dinkelsbühl/Donau-Ries und Donau-Paar – Privatisierung und Prekäre Beschäftigung im BlickKAB Verantwortlichentreffen 2010

Augsburg, 26. Januar 2010, (pz). Voller Tatendrang versammelten sich am vergangenen Freitag ein Dutzend Verantwortliche aus den beiden Kreisverbänden Dinkelsbühl/Donau-Ries und Donau-Paar in Rühlingsstetten. Die beiden Kreisvorstandschaften hatten eingeladen zu einer „Tankstelle“ – als „Tankwart“ konnte KAB-Sekretär Michael Dudella den neuen Diözesansekretär Peter Ziegler gewinnen. Dieser ging auf die veränderten Rahmenbedingungen in Politik und Arbeitswelt ein, um so den Rahmen abzustecken, in dem sich KAB-Arbeit heute verwirklicht. Die Anwesenden gingen gestärkt in ihren Arbeitsalltag zurück.

Fünf Vertreter aus dem Kreisverband Donau-Paar und sieben Personen aus dem Kreisverband Dinkelsbühl /Donau-Ries versammelten sich am Freitag im Haus Adlhoch, um sich für das kommende Arbeitsjahr zu stärken. Bereits zu Beginn standen die Situation in den Ortsverbänden und die Klage über den mangelnden Zuspruch Jüngerer im Mittelpunkt. Man habe schon vieles versucht, könne aber leider bei Jüngeren nicht landen – so der allgemeine Tenor. Bereits hier schaltete sich Ziegler ein und wies auf seine Position hin, dass gerade aus überzeugenden Aktionen im Sinne unserer KAB Mitglieder zu gewinnen seien. Die KAB müsse glaubwürdig handeln im Sinne einer Option für die Benachteiligten, dann wachse der Respekt und der Wunsch, diese Organisation zu unterstützen.KAB Verantwortlichentreffen 2010

„Eine Tankstelle erfüllt in unserer Gesellschaft vielerlei Funktionen“ begann Ziegler seine Ausführungen am Samstag. Eine wichtige sei es, die Fahrer mit „Scheibenklar“ für klare Sicht in die Umgebung, mit fundierten Informationen über das eigene Fahrzeug und mit Kraftstoff für die Weiterfahrt auszustatten. Ganz in diesem Sinne verstehe er seine Aufgabe. Daher werde er zuerst den Inhalt des Fahrzeugscheins – in Form des Grundsatzprogramms der KAB – vorstellen und danach die Scheibenwaschanlage auffüllen, um so die Sicht auf die Umgebung zu klaren. Nur wenn die KAB an der Seite der „Armen und Bedrängten aller Art“ stehe und sich deren Anliegen zu Eigen mache, werde die katholische Kirche in der Welt von heute überzeugend. Am Einsatz der Betriebsseelsorge in Augsburg für die bei Schlecker Beschäftigten zeigte er auf, wie das in seinen Augen aussehen könnte. Aber natürlich reiche das noch nicht, um neue Mitglieder zu gewinnen, ist aber sehr wohl eine notwendige Voraussetzung.

Im Anschluss führte er aus, in welche Richtung der Wind in Politik und Arbeitswelt wehe. „Unsere Aufgabe ist es, dort Veränderungen anzumahnen, wo die Menschen aus dem Blick geraten – ob beim Rückzug des Staates oder des Arbeitgebers aus seiner Verantwortung.“ ermunterte er die Anwesenden. Sehr schnell konnte gemeinsam herausgearbeitet werden, dass die Erfahrungen der Schleckerbeschäftigten kein Einzelfall, sondern nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Auch in anderen Betrieben, wie etwa jüngst bei Dehner seien Entwicklungen zu beklagen, die Arbeitnehmervertreter auf den Plan rufen sollten. In diesem Sinne wurden mehrere konkrete Aktionen für die nächsten Monate in den beiden Kreisverbänden geplant.