Augsburg, 8. Februar 2010, (pz). Vertreter aus allen Kreisverbänden des KAB-Diözesanverbands Augsburg trafen sich am letzten Januar-Wochenende in Leitershofen zum Diözesanausschuss.
Wichtigste Inhalte der Tagung waren eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten der Sozialverkündigung der katholischen Kirche sowie die Verabschiedung eines inhaltlichen Positionspapiers zum Thema „fair teilen statt sozial spalten“.
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Getragen von den gemeinsamen Zielen verließen die Anwesenden die Tagung.
Ein deutliches Signal gegen die Ausdehnung der prekären Arbeitsverhältnisse und für einen Existenz sichernden Mindestlohn stand auf Wunsch der Delegierten am Ende im verabschiedeten Positionspapier des Diözesanverbands Augsburg der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung. Außerdem wurde darin deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die weiter wachsende Spaltung unserer Gesellschaft auf politische Entscheidungen zurückgehe und daher veränderbar sei. Auch wurde die Diözesanverbandsleitung in einem Antrag aufgefordert, nach Wegen zu suchen, die im Dezember ausgelaufene Regelung des Altersteilzeitgesetzes wieder aufleben zu lassen.
Dieser inhaltlichen Diskussion voraus ging eine längere Auseinandersetzung mit den zentralen Aussagen der Katholischen Soziallehre. Anhand von einigen Bibelstellen und Zitaten aus dem 2. Vatikanischen Konzil beschrieben die Anwesenden in verschiedenen Arbeitskreisen die Konsequenzen aus der dort formulierten „Option für die Benachteiligten“. Neben der Forderung nach Veränderungen in Politik und Wirtschaft – Stichwort Devisensteuer oder gerechte Steuerpolitik – standen auch Vorsätze, die das eigene Verhalten angingen – Stichwort „verantwortungsvoller Konsum“. Besonders deutlich wurde, dass es nicht allein um Veränderungen von Strukturen, sondern auch des eigenen Verhaltens gehen müsse.
Ergänzend hierzu gingen die über dreißig Vertreterinnen und Vertreter aus den Kreisverbänden mit neuem Elan, aber auch ausgestattet mit einigen Materialien für die eigene Arbeit nach Hause.
So wurden die Ergebnisse des Diözesantags in einen Jahreskalender sowie die „7 goldenen Regeln für einen verantwortungsvollen Konsum“ auf eine Einkaufstasche gedruckt. Mit Material für Kopf, Bauch und Hand brachen die Kreisvorsitzenden in ihre Kreisverbände zurück – auf in eine gute Zukunft.






