23.01.2018

KAB sieht Demokratie in Gefahr

Referentin zeigt Handlungsmöglichkeiten

Mit Spannung verfolgten viele Gäste den Vortrag und die Diskussion „Wie schützen wir unsere Demokratie gegen deren Feinde?“. Eingeladen hatte dazu der KAB-Diözesanverband Augsburg in die Räumlichkeiten des Café „Tür an Tür“ und mit Susanne Socher, der Landesgeschäftsführerin von „mehr Demokratie“ in Bayern eine erstklassige Referentin gefunden.

In ihren Ausführungen ging sie auf die rechtspopulistischen Veränderungen in Deutschland ein, die sich auch ganz stark in der letzten Bundestagswahl spiegelten. Erstmals seit 1945 sei mit der AfD eine Partei vertreten, die Teile der Demokratie gefährde. Socher erläuterte dabei auch die Eigenheiten des Populismus, der die Freiheit der Presse einschränke, und ein einheitliches Volk gegen Eliten beschreibe und vom eigenen alleinigen Wahrheitsanspruch ausgehe. Anschließend ging es um die Frage, wie mehr Demokratie möglich sei. Die Referentin betonte hierbei, dass Demokratie im Kindergarten anfange. Wichtig sei eine Diskussion von Angesicht zu Angesicht, ein wirkliches Zuhören, und ein Forum um gehört zu werden. Im Gespräch entstehe so ein Verständnisraum. Gerade Bürger, die sich von den regulären Parteien nicht berücksichtigt sehen, tendieren zu rechtspopulistischen Parteien.

Die KAB kann hier mit ihren Bildungsmaßnahmen und politischen Vorschlägen die Parteien immer wieder auf Missstände und Ungerechtigkeiten hinweisen. Als Sozialverband sei sie hier nah dran am Bürger und setze sich zugleich für den Erhalt unseres demokratischen Systems ein. Angeregt wurde auch eine gemeinsame Aktion mit dem Verein „Mehr Demokratie“ in Bayern. Diözesansekretär Peter Ziegler bedankte sich im Auftrag der sehr zufriedenen Besucher der Veranstaltung mit einer upgecyclten Tasche aus einem CETA-Banner bei Susanne Socher, die hier mit der KAB im Bündnis gegen CETA in Bayern zusammengearbeitet hatte.