ZukunftsMarkt Mering begeistert die Besucher aus der Region und gibt wertvolle Gedankenanstöße

Das Thema Nachhaltigkeit bewegt sehr viele Menschen aus Mering und der Region. Bereits im Familiengottesdienst unter dem Thema „Bewahrung der Schöpfung“ konnten Kinder und Erwachsene in einem interessanten Szenenspiel über den Ressourcenverbrauch bei der Handy-Produktion nachdenken. Pfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz griff diesen Aspekt auch in seiner Predigt auf und erwähnte, dass Nächstenliebe auch etwas mit einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung zu tun habe. Nach dem Gottesdienst startete der zweite ZukunftsMarkt. Dort informierten sich nicht nur Besucher aus Mering, sondern auch aus dem Raum Geltendorf – Königsbrunn – Bobingen – Augsburg – Aichach beim ZukunftsMarkt im Lippgarten über die Möglichkeiten, wie sie ihr Leben so gestalten können, dass auch noch genug für die nachfolgenden Generationen und für die anderen Lebewesen auf unserem Planeten übrig bleibt. „Erst hört man davon, dann denkt man drüber nach und dann handelt man“ beschrieb Rudi Kaiserswerth, Mitorganisator des Festes seinen eigenen Lernprozess und forderte die Gäste auf, sich über die vielfältigen Möglichkeiten nachhaltig zu leben zu informieren. Heuer wurde das Fest unter die fünf Themenschwerpunkte „Anders leben“, „Mobilität“, „Müll und Plastik“, „Konsum“ und „Artenvielfalt“ gestellt. Zu jedem Thema gab es eine ausführliche Informationstafel, anhand derer sich die Besucher einen Überblick verschaffen konnten und auch gleich Tipps bekamen, was sie selbst tun können.
Diese Tafeln fanden reges Interesse und boten Anlass zu vielen Fragen und Diskussionen.
Der AK-Nachhaltigkeit der KAB fand mit dem Glücksrad, an dem sich viele Kinder und Erwachsene Fragen zum Thema Nachhaltigkeit stellen ließen großen Anklang. Daneben hatte Reinhold Reibl seine entworfene Logo-Wand aufgestellt, an der es auch um die Frage ging, welche Aussagen in puncto Nachhaltigkeit dort jeweils zutreffen.
Teilweise recht hitzig ging es direkt nebenan am Stand zum Thema "Mobilität" zu. Hier wurde auch das Thema der sehr naturzerstörenden geplanten Osttangente bei Kissing diskutiert. Auch die über 30 Anbieter waren über die vielen interessierten Besucher sehr erfreut. So bietet die rollende Gemüsekiste biologisch erzeugte Nahrungsmittel frei Haus an oder man kann sich an der solidarischen Landwirtschaft aus Blumenthal (SoLaWi) beteiligen, die überall im Landkreis Verteilstationen für selbst angebautes Obst und Gemüse eingerichtet hat. Der Biohof Ludwig Asam aus Kissing bot leckere biologisch produzierte Erdbeeren an, die man heuer auch zum ersten Mal auf einem Feld bei Kissing selbst pflücken kann. Großen Anklang, besonders bei den Kindern, fand der Stand des Meringer Imkervereins. Sie konnten „live“ in das Gewusel eines Bienenvolkes hineinschauen und die Imker erklärten geduldig, woran man die Königin erkennen kann. Dazu passte dann auch der Nachbarstand zum Thema „Artenvielfalt“, an dem darüber informiert wurde, dass es nicht nur ein Bienensterben gibt, sondern die Menschheit gerade im Begriff ist, viele Tier- und Pflanzenarten auszulöschen und der Bestand an Insekten bei uns bereits um 80% und der der Vögel um mehr als 50% abgenommen hat. Durch Verzicht auf Chemie im Garten und durch das Zulassen von Wildheit anstelle geordneter Beete kann man selbst einen kleinen Beitrag zu mehr Artenschutz leisten. Der Bund Naturschutz machte an seinem Stand auf die Problematik des Plastikmülls aufmerksam. Kinder konnten einen symbolischen Beitrag zur Reduzierung des Plastikmülls leisten und mit einer Angel nach Plastikteilen fischen. Auf der zentralen Bühne wurden viele interessante Impulsvorträge angeboten. So berichtete Ernst Haile vom Forum Zukunft. Dieses fand kürzlich in Blumenthal statt und es wurden acht Thesenpapiere erstellt, wie der Landkreis sich nachhaltig entwickeln kann. Die Blumenthaler Thesen wurden mit großem Interesse von der Lokalpolitik aufgenommen und im Sitzungssaal des Landratsamtes ausgestellt. „Wir als Zivilgesellschaft müssen der Politik sagen, wo es langgehen soll und sie auch ein Stück vor uns hertreiben, damit sie sich aus ihren Handlungszwängen befreit und zukunftsfähige Lösungen annimmt“, formulierte es der Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz in seiner Ansprache und betonte die enge Zusammenarbeit zwischen dem Blumenthaler Forum Zukunft und dem Meringer ZukunftsMarkt. Für Abwechslung sorgte das von Micon Kreft initiierte musikalische Unterhaltungsprogramm. Vielfältig musikalisch ging es mit irischen und syrischen Liedern von Patricia Fleig und Aras Mustafa, der Jazzband Last Contact mit Annemarie Wurm als Sängerin, den Meringer Stadtmusikanten und der schwungvollen Trommlertruppe Pica Pau aus Augsburg zu. Die Moderation am ZukunftsMarkt übernahm Werner Bader vom Bayerischen Rundfunk, der auf angenehme und unterhaltsame Weise professionell charmant durch den Tag führte.

Für das leibliche Wohl sorgte das engagierte Team um Hans Schneider und Jörg Häberle an der reichlich mit Kuchenspenden versorgten Kuchentheke und das Team vom Meringer Naturkostladen Natufit sowie Bauernhof-Eis Lidl. Michael Dudella von der KAB und Rudi Kaiserswerth von Bündnis 90/Die Grünen erhielten sehr viel spontanes Lob von den Besuchern und versprachen, dass das Fest auch in zwei Jahren wieder stattfinden wird. Sie bedankten sich herzlich bei den zahlreichen Helfern und dem Meringer Nachhaltigkeitsteam. Als nächster Schritt wird im Herbst die erfolgreiche Serie "Meringer ZukunftsKino" fortgesetzt.

Großes erfolgreiches Nachhaltigkeitsfest

 

Weitere Informationen zum Fest unter:
www.mering.info

 

Hier unser Handzettel DIN A4 zum Download:

 

 

Kauf von regionalen Produkten

Der diözesane AK Nachhaltigkeit der KAB im Bistum Augsburg setzt sich unter anderem für den Kauf von regionalen Produkten und fair gehandelten Produkten ein. Außerdem trägt man durch den Kauf von Bio-Produkten mit zu einer Bewahrung der Schöpfung bei.

Kontakt

Interesse? Michael Dudella und Reinhold Reibl geben gerne Auskunft.

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