Unsere News zum Grundeinkommen

26. Januar 2017

Diskussionen über das Grundeinkommen sind wieder in

Fotos: Renate Hofner

Veranstaltung in Augsburg begeisterte 60 Personen – Anschlussworkshop in Planungweiterlesen

Grundeinkommen

Podiumsdiskussion vom 19.11.2011 im Wissenschaftszentrum in Kiel

Leben mit dem Grundeinkommen

Organisiert haben es die Piraten und die BI bedingungsloses Grundeinkommen SH

Die Referenten:

Wolfgang Heimann | Konsumsteuermodell, Peter Ziegler | Einkommenssteuermodell KAB, Ronald Blaschke | Netzwerk Grundeinkommen, Dirk-Justus Henschel | Drei-Säulen Modell, Wolfram Otto | Existenzgeld BAG-SHI

Hier nun der Videomitschnitt:

http://www.youtube.com/watch?v=SV0Pg5ZMk14


Arbeitskreis Grundeinkommen

600 Euro Grundeinkommen
Ein Geschenk? Eine Hängematte?

Grundlage für "Gutes Leben für alle"?

Seit einigen Jahren machen sich Engagierte in unserem Diözesanverband dafür stark, die Idee des Grundeinkommens mit Leben zu füllen. Auch wenn die Idee schon viele Jahrhunderte bedacht und diskutiert wird, kommt man in Deutschland einer Realisierung nur in kleinen Schritten näher. Erfreulicherweise gibt es mittlerweile auch in den verschiedenen Parteien kleinere Zirkel, die sich intensiv mit der Idee eines Grundeinkommens auseinandersetzen.
Aber natürlich: auch in unserem Verband gibt es trotz eines entsprechenden Beschlusses glühende Anhänger ebenso wie eingefleischte Feinde dieser Idee. Kein Wunder: streiten sich hier doch Personen miteinander, die im Bereich der Prinzipien der Katholischen Soziallehre unterschiedliche Prioritäten anlegen. Die Verfechter einer unabdingbaren Würde der Arbeit tun sich schwer damit, wenn Arbeit nicht mehr ausschließliche Quelle des Lebensunterhalts ist („Jeder Arbeiter ist mehr wert als alles Gold der Erde"). Die Vertreter einer bedingungslosen Menschenwürde dagegen setzen sich für das unbedingte Existenzrecht jedes Menschen ein. Die Frage, was dabei wichtiger ist, ist eine klare Wertentscheidun
Trotzdem sind wir der festen Überzeugung, dass die Zukunft der Arbeitsgesellschaft nicht in der Vollbeschäftigung in der Erwerbsarbeit, sondern allein in einer Neubewertung des Arbeitsbegriffs zu finden sein wird. Dazu bedarf es des Garantierten Grundeinkommens zumindest als flankierende Maßnahme – in einem nächsten Schritt schafft es einen Zuwachs an Freiheit, der momentan noch nicht einmal vorstellbar erscheint.
Diskutieren Sie mit uns und arbeiten Sie mit daran, wie wir mit anderen darüber ins Gespräch kommen können...

AK Grundeinkommen der KAB der Diözese Augsburg

Anita Sellner, AK-Sprecherin
Renate Hofner
P. Jörg Thiemann
Peter Ziegler Tel. 0821/3152-198
ziegler@kab-augsburg.org

Augsburger AK Grundeinkommen bringt Praxis auf den Basiskongress

Das Planspiel von KAB Augsburg und attac konnte wieder eine ganze Reihe von Interessierten begeistern. Sechzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Basiskongress ließen sich in die Welt nach Einführung des Grundeinkommens verführen. Auch die Organisatoren der Münchner Grundeinkommens-Initiative waren froh, neben all den theorieorientierten Vorträgen einen Praxisworkshop im Programm zu haben…


Im Rahmen des Basiskongresses zum Grundeinkommen, der flankierend zum inbasisternationalen BIEN-Kongress stattfand, waren auch Engagierte aus dem AK Grundeinkommen der KAB Augsburg und von attac Augsburg aktiv. Während der BIEN-Kongress in erster Linie wissenschaftlich ausgerichtet war und die unterschiedlichen Situationen in diversen Ländern untersuchte, richtete der Basiskongress sein Hauptaugenmerk auf die Überzeugung des viel beschriebenen „kleinen Mannes“. Neben Vorträgen und der Krönungswelle („Du bist ein König“) bot die Engagierten aus Augsburg ein Planspiel zum Thema „Was wäre, wenn…“ an.
Unter der kompetenten Anleitung von KAB-Sekretärin Petra Reiter schlüpften die sechzehn Teilnehmer in neue Rollen und imaginierten, welche Rolle unter den veränderten Rahmenbedingungen ein Grundeinkommen für alle spielen könnte. Sie trugen zusammen, was sich für die Personen, deren Rolle sie eingenommen hatten, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft verändern würde. Gleichzeitig überlegten sie aber auch, welche Herausforderungen mit der Einführung zu bewältigen wären (auch mit dem Grundeinkommen ist nicht alles Gold, was glänzt). Während sich die Einzelnen in einer Gesellschaft mit Grundeinkommen wohl besserstellen würden und das gesellschaftliche Klima besser würde, ist die Auswirkung auf den Arbeitsmarkt unterschiedlich, denn vielleicht könnten Arbeitsplätze nicht mehr besetzt werden oder fielege schwabingn ohnehin – etwa in der öffentlichen Verwaltung – weg.
Das Seminar endete mit vorzubereitenden flammenden Überzeugungsreden des bayerischen Ministerpräsidenten, des Vorstandsvorsitzenden des größten Arbeitsgebers vor Ort oder eines Teilnehmers an einer Bürgerversammlung. Derart motiviert für das weitere Engagement zugunsten einer Einführung des Grundeinkommens ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann in einen der anderen Workshops, nicht ohne den Veranstaltern von KAB und attac einen herzlichen Applaus für ihre Arbeit zu zollen.

Augsburger KAB Diözesansekretär als Referent bei der Initiative Grundeinkommen Allgäu

Zum Auftaktworkshop der Initiative Grundeinkommen Allgäu trafen sich die Mitglieder der Initiative und Gäste aus Kempten und dem Allgäu im Haus International, um zusammen mit den Augsburger Referenten, Peter Ziegler, Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Peter Struck von attac, die Herausforderungen für ein gelingendes Sozialsystem in Deutschland zu diskutieren.
Die Einführung eines Grundeinkommens könne sicher nicht die Antwort auf alle Fehlentwicklungen im sozialen Bereich sein, darüber waren sich die Teilnehmer sehr schnell einig. „Allerdings ist das Grundeinkommen ein wesentlicher Baustein unseren Sozialstaat zeitgemäß weiterzuentwickeln und eine Politik zu ermöglichen, die den Menschen statt die Wirtschaft und (Finanz-)Märkte in den Mittelpunkt stellt, sowie die Chance zum Erhalt des sozialen Friedens in der Gesellschaft“, davon sind die Initiatoren der Allgäuer Initiative für das Grundeinkommen, Uwe Hardt, Karl-Heinz Blenk und Erna-Kathrein Groll überzeugt.
Es sei wichtig, die Diskussion über das Grundeinkommen nicht nur als Möglichkeit für sozial benachteiligte Menschen zu sehen, sondern müsse auch den Blick auf diejenigen richten, die eine größere Gestaltungsfreiheit durch ein Grundeinkommen für sich entdecken können. Zeit für Freiwilligenarbeit, Ehrenamt oder auch gestaltbare Zeit für Familie und Lebensgestaltung. Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Modelle und prominente Fürsprecher, wie der dm-Gründer Götz Werner, gemeinsam haben alle Modelle, dass ein Grundeinkommen finanzierbar und realisierbar ist, wenn auch die Herangehensweisen sehr unterschiedlich sind.
Das von Peter Ziegler vorgestellte KAB-Modell des Garantieren Grundeinkommens setzt auch darauf, dass Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Einführung des Mindestlohnes, oder eine grundlegende Rentenreform, Bausteine zur Umsetzung des Grundeinkommens sein müssen. „Allerdings müssen wir endlich ein positives Menschbild unseren Überlegungen voranstellen und uns von der gängigen Überzeugung verabschieden, dass Menschen am Rande der Gesellschaft sich grundsätzlich nur in deTN GE KEr sozialen Hängematte ausruhen wollen“, so die Initiatoren. Um die Erkenntnisse und Diskussionen in verwertbare Ergebnisse zu wandeln, die auch vor Ort umsetzbar sein können, beschlossen die Teilnehmer konkrete Schritte zur Umsetzung zu vereinbaren.
In drei Arbeitskreisen wurden Ideen zu Aktionen und Kampagnen entwickelt, wie die Diskussion zum Grundeinkommen - entsprechend dem Zweck der Allgäu-Initiative - in der Öffentlichkeit weiter verbreitet werden könnte. Vereinbart wurde dabei auch der Start eines Stammtisches zum Grundeinkommen, der zukünftig die Plattform für die Organisation der Initiative und ihrer Aktivitäten bilden soll.

Leinen los für das Garantierte Grundeinkommen? Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) als Sachverständiger für das Garantierte Grundeinkommen bei Piratenpartei in Schleswig-Holstein

Einen weiten Weg hat in diesen Tagen der Augsburger KAB-Diözesansekretär Peter Ziegler auf sich genommen: bis nach Kiel war er eingeladen worden, um an einer Podiumsdiskus­sion der Bürgerinitiative Grundeinkommen in Zusammenarbeit mit den Piraten in Schleswig-Holstein teilzunehmen. Gerade seine bewusste Bezugnahme auf die Katholische Soziallehre und das dort zugrunde gelegte Menschenbild brachten ihm Lob und Anerkennung ein.
Peter Ziegler war als Sachverständiger für das KAB-Modell zum Garantierten Grund­ein­kommen eingeladen, um mit Vertretern anderer Modelle die Piratenpartei dabei zu be­ra­ten, wel­ches Konzept sie zukünftig vertreten sollten. Neben dem KAB-Vertreter waren auch Engagierte des Existenz­gelds, der Konsumsteuer und des Drei-Säulen-Modells anwesend. Als Sachverständiger des Netzwerks Grundeinkom­men war Ronald Blaschke nach Kiel gekommen. Nach einer Vorstellung der Modelle wurden diese auf den kritischen Prüfstand gestellt.
Dabei konnte Ziegler die Besonderheit des KAB-Modells dergestalt darstellen, dass es Voraus­setzung und Grundlage einer Weiterentwicklung unserer Arbeitsgesellschaft sei. Das Grundein­kom­men sei daher nicht isoliert zu betrachten, sondern vielmehr als ein Mosaiksteinchen einer Umwandlung in Richtung einer Tätig­keits­gesell­schaft. Dazu benannte er eine ganze Reihe weiterer Rahmenbedingun­gen vom Mindest­lohn über die Ar­beits­zeitverkürzung und die Umwandlung des Steuerrechts bis hin zur Weiterentwicklung der Sozial­ver­siche­rungen.
Im Unterschied dazu stellten die anderen Vertreter zumeist Modelle vor, die einen einfachen Über­gang gewährleisten sollten. Sowohl durch die langsame Erhöhung der Mehrwertsteuer als auch durch die Neu­einführung einer Einkommenssteuer-Flatrate in Höhe von 50% und anschließender Um­ver­teilung könnten vergleichsweise bald Änderungen vorgenommen werden. Blaschke beurteilte jedoch beide Ansätze als unsozial, wenn auch aus den unterschiedlichsten Gründen. Auch das Publikum äußerte große Sympathie für die Vorstellungen der KAB. Auch die Vertreterin der Sozialpiraten äußerte sich persönlich überzeugt, allerdings vermöge sie noch nicht einzuschätzen, wie die Sozialpiraten insgesamt dies einschätzten.

Videomitschnitt:

http://www.youtube.com/watch?v=SV0Pg5ZMk14

Schöne Zeit in "Grundeinkomming" - Interessanter Praxisworkshop der KAB Augsburg

Zu einer doppelten Reise hatte der Diözesanverband Augsburg der Katholischen Ar­­beit­nehmer-Bewegung (KAB) die Teilnehmer des Praxisseminars Grundeinkommen einge­la­den: Zuerst ging es nach Namibia zum dortigen Modellversuch, anschlie­ßend reiste die Reisegruppe von neunzehn Personen zusammen nach Grund­einkomming, einem kleinen Weiler im Landkreis Kabstadt. Dort nahmen dieTeilnehmer neue Identitäten an und lebten die Realität eines Grundeinkommen saus.
Bereits der Freitagabend war geprägt von fremden Klängen – gemeinsam tauchte die Gruppe, die sich aus Mitgliedern der KAB, von attac Augsburg und aus der Initiative Grundeinkommen Ulm speiste, ein in einen Modellversuch, der in den Jahren 2008 und 2009 in einem Ort in Namibia um­gesetzt wurde. Nach Ende der Erprobungsphase steht derzeit die Frage im Raum, wie es weitergehen könnte. Als externe Sachverständige stellte die Gruppe positive wie negative Auswirkungen dieses Vorhabens zusammen.
Grundeinkommen Kompaktkures 2011Nach dieser eingehenden Auseinandersetzung mit den praktischen Konsequenzen einer Umsetzung wurden unter Anleitung von Seminarleiterin Petra Reiter neue Identitäten angenommen, um auf diese Weise auch andere Lebenswelten zu erahnen– da wurde der abhängig Beschäftigte zum Unter­neh­mer, die Rentnerin zum arbeitslosen Handwerks­gesellen und der Selbständige zur alleinerziehenden Mutter. Diese neue Reisegruppe machte sich dann auf den virtuellen Weg nach Grundeinkomming, um die durch ein Grundeinkommen mutmaß­lich ausgelösten Erfahrungen zu reflektieren und mögliche Herausforderungen zu benennen.
Grundeinkommen Kompaktkures 2011Nach diesem Praxisblock folgte ein theoretischer Teil, in dem die aktuelle Situation in Wirtschaft und Arbeitsmarkt dargestellt sowie das Modell der KAB zum Garantierten Grundeinkommen beschrieben wurde. Auch wenn es nicht Ziel des Seminars war, unterschiedliche Modelle zu bewerten, war es der Seminarleitung wichtig, die Realisierbarkeit eines Modells exemplarisch zu darzustellen. Eine Andacht zumThema rundete das Seminar ab – anhand der Erzählung vom Manna in der Wüste bekräftigte Diözesansekretär Peter Ziegler die Zusage Gottes an alle Menschen auf ein gutes Leben. Jeder hat ein Anrecht auf eine Lebensgrundlage – dafür reichen die Voraussetzungen (Es ist genug für alle da!) oder, um mit Mahatma Gandhi zusprechen: „Die Erde hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier"