Aktuell Diözese

29. Mai 2017

Bundesverband der KAB mit neuer Spitze

KAB-Bundesvorsitzende Maria Etl (Foto: Winfried Kock)

Inhaltliche Fokussierung auf die Machtfragen der Arbeitswelt – überarbeitete Satzung verabschiedetweiterlesen

29. Mai 2017

Zentrale Sonntagsöffnungen gefallen: Gericht verwirft Verordnung des Augsburger Stadtrats

Kläger der Augsburger Sonntagsallianz überglücklich – auch ein Sieg für kleinere Händler und Beschäftigteweiterlesen

19. Mai 2017

Zu Gast im Münchner Kirchenradio

„Treffpunkt KAB“ zum Thema Selbstverwaltung und Sozialwahlen – ACA-Bezirksvorsitzender Peter Ziegler im Interviewweiterlesen

19. Mai 2017

12. Mai Tag der Pflege – Demo in Augsburg

Unter dem Motto "Mehr von uns ist besser für alle!" startet Aktion für bessere Arbeitsbedingungenweiterlesen

15. Mai 2017

Plädoyer für mehr Weltverantwortung im Sinne des Papstes

Konferenz aus Verbänden und Seelsorgeamt gut besucht – Hauptamtliche der KAB gut vertreten weiterlesen

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Bitte unterstützen Sie die Petition an den Bayerischen Landtag!

 

 

Hier finden Sie die Unterschriftenliste zum Download:

Aufwertung der Erzieherinnen ist dringend geboten

Die „Aufwertung der Erzieherinnen ist dringend geboten“.

Unter diesem Titel veröffentlicht die Betriebsseelsorge und KAB der Diözese Augsburg eine Stellungnahme.

Den Text der Stellungnahme finden Sie hier.

28.10.2014

KAB fordert geringere Disposätze

Peter Ziegler

Augsburg (pz) KAB-Bundesausschuss unterstützt Vorstoß der KAB Augsburg zur Deckelung der Dispokredite

Die Kosten, zu denen sich Schuldner bei Banken Geld leihen können, sollen deutlich gesenkt werden. Dies war das Hauptanliegen eines Antrags, den die Augsburger Delegierten am letzten Wochenende beim Bundesausschuss der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) vorgelegt haben. Dieser Wunsch war bereits im Vorfeld zum Diözesantag als Antrag auf Diözesanebene entstanden und wurde nun auch von den Delegierten auf Bundesebene mit kleinen Ergänzungen angenommen.

In der Antragsbegründung führte Diözesansekretär Peter Ziegler unter anderem aus: „Immer noch haben Schuldner bis zu 14% Zinsen zu zahlen, wenn sie in einer Ausnahmesituation mehr Geld benötigen, als es ihre Portokasse hergibt. Auf der anderen Seite können sich die Kreditinstitute zu gerade einmal 0,05% bei der Europäischen Zentralbank refinanzieren. Wir halten das für nicht länger hinnehmbar und fordern hier eine Deckelung dieser Zinssätze." Das Vorgehen der Politik, die Geldhäuser lediglich zu mehr Transparenz zu zwingen, reiche in diesem Zusammenhang nicht aus. Daher bitte er die Versammlung, diesem Anliegen zuzustimmen. Nach einer kurzen Diskussion, in der die Zielrichtung des Antrags weiter zugespitzt wurde, wurde der Antrag mit großer Mehrheit angenommen.

In weiteren Anträgen sprach sich der KAB-Bundesausschuss nochmals klar gegen das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP aus, weil es vor allem für die kommunale Daseinsvorsorge eine erhebliche Bedrohung darstelle. Zudem drohten die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Zusammenhang unterzugehen. Die KAB Deutschlands forderte ihre Untergliederungen dazu auf, sich an den lokalen Bündnissen zu diesem Thema zu beteiligen.

08.10.2014

Die KAB fordert: Das Freihandelsabkommen TTIP stoppen - Transparenz und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und ihrer politischen Vertretungen

Augsburg (hf). Was zunächst erfolgversprechend für Wachstum, Wohlstand und Fortschritt klingt, ist andererseits ein Angriff auf Freiheit und Demokratie. So wertet auch die KAB die Verhandlungen zu den geplanten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Jetzt hat ein breites Bündnis auf europäischer Ebene zur Bürgerbeteiligung mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion aufgerufen. Bitte unterschreiben Sie jetzt!
Zur Onlineunterzeichnung geht es hier! Sie werden weitergeleitet.

Mehr Informationen auch auf www.kab.de und dem Bündnis TTIP-unverfairhandelbar.

04.10.2014

"Preopening des Weltrekordversuchs der KAB": Mehr als zweieinhalbtausend Puzzleteile zur Frage "Was heißt sinnvoll Leben?"

Augsburg (loro). Am "Tag der Deutschen Einheit" traf der kath. Sozialverband, die Katholische Arbeitnemer-Bewegung (KAB), auf die älteste kath. Sozialsiedlung der Welt, die

"Augsburger Fuggerei". Die Fuggerei bildete den idealen Schauplatz, um den Anteil des Augsburger KAB-Diözesanverbandes am Weltrekordversuch der Bundes KAB der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Administration der Fuggerei überließ für einen Nachmittag nicht nur zahllosen Touristen die einzigartige Sehenswürdigkeit, sondern auch den mehr als 2500 Puzzle-Teilen zu der Frage, was heißt für Sie "Sinnvoll Leben"? Die Puzzleteile wurden in der gesamten Diözese von reflektierenden Menschen erzeugt. Darunter auch viele Prominente, wie der Bischof von Augsburg Dr. Konrad Zdarsa, viele Politiker der Bundes- und Landespolitik und Mitglieder von Vereinen und Organisationen. Groß und Klein füllten die Puzzleteile mit Gedanken, Bildern, Wünschen und Hoffnungen.

In der Fuggerei waren mehr als 30 Helfer aus dem gesamten Bistum tätig und bauten in mehr als 2 Stunden in den Hauptstraßen der Fuggerei ein buntes Bild des sinnvollen Puzzles auf. Das Ergebnis wurde von zahlreichen Besuchergruppen, darunter auch aus dem Ausland staunend zur Kenntnis genommen. Nachdem auch noch freie Teile zur Beschriftung für die Fuggereibesucher zur Verfügung standen, fanden sich am Ende auch englische, italienische, französische und sogar japanische Karten als Ergebnis.

Bundestagsabgeordneter Dr. Volker Ullrich (CSU) ließ es sich genauso wenig nehmen am Weltrekordversuch teilzunehmen, wie auch der Bürgermeister und Sozialreferent der Stadt Augsburg Dr. Stefan Kiefer (SPD). Kiefer stellte fest: "Ganz oft sehe ich den Begriff der Gerechtigkeit", ein fundamentales Anliegen der Menschen (und der KAB). Auch "Frieden" und "Familie" konnte Dr. Ullrich als einen Herzenswunsch der Frauen, Männer und Kinder aus der Region sehr häufig erkennen.

24.09.2014

Mit der Bibel im Rucksack


Benediktbeuern, (er) 36 Frauen und Männer trafen sich Ende September im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern unter dem Motto „Ohne Wasser kein Leben“ zum Bibelwandern. Wir brachten das schöne Wetter mit, das "Einwandern" durch die vielen verzwickten Gänge hat uns gleich auf Trapp gehalten.

Am ersten Tag stimmte uns Begleiterin Regina Wühr mit Psalm 104 ein: „Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet und den Wassern eine Grenze gesetzt.“ Beim Nachdenken über das "Lebenselixier Wasser" wurde uns bewusst, dass ohne Wasser kein Leben möglich ist, andererseits Wasser aber auch gefährlich für den Menschen werden kann. Am Nachmittag stand unsere erste Wanderung unter dem Thema: Quellwasser – Lebensquelle: Anne-Marie Vlasic hatte einen wunderschönen Weg am Lainbach entlang zur Heilquelle "Maria Brunn" ausgesucht. Gertraud Sandherr-Sittmann machte uns auf die Verknappung des Trinkwassers aufmerksam. Auch droht dem Wasser höchste Gefahr durch zunehmende Verschmutzung und Vergiftung. Wir stellten uns die Frage, wie wir selbst mit Wasser umgehen. Im Alten Testament ist es Gott, der Leben schenkt, und wir fragten uns, wo und wann wir Gott als Lebensquelle erfahren.

Am zweiten Tag ging´s an Moorwiesen sowie an einem Klang- und einem Barfußpfad entlang. Bei der Statio dachten wir über zwei Heilungsgeschichten aus dem Neuen Testament nach. Nachmittags fuhren wir mit dem Zug nach Kochel und wanderten an der Loisach nach Benediktbeuern zurück. Einfach toll! Mein Gott, wie schön ist deine Welt, haben wir mit Freude gesungen. Regina Wühr erläuterte die Schriftstelle von der Taufe Jesu. Das Untertauchen im Wasser war schon immer nicht allein nur ein Symbol der Reinigung und wir stellten uns die Frage: Was bedeutet mir meine Taufe?

Der Abschluss dieses Tages war die Eucharistiefeier mit Pater Geißinger. In der von Sieger Köder ausgeschmückten Kapelle war eine wunderbare Atmosphäre zu spüren. Wir sind auf der Welt, um Gärtner zu sein. Wir säen, pflanzen, pflügen und wir streuen den Samen auf das Land. Doch Wachstum und Gedeihen steht allein in Gottes Hand. Dies haben wir am anderen Tag bei der Bildbetrachtung der „Der große Gärtner“ von Emil Nolde vertieft.

29.09.2014

KAB forscht nach den Zukunftstrends

Wies, (md) Mit einer Suche nach den gemeinsamen Werten startete der Herbstbildungskurs der KAB in der Wies. Besonders die kreativen Elemente machten diesen Kurs spannend, was die Teilnehmer gleich am ersten Abend erfuhren. Auf Schildern durften sie beispielsweise schreiben, weshalb sie sich für eine Mitgliedschaft in der KAB ausgesprochen haben.

KAB-Diözesanpräses Diakon Erwin Helmer lud in der Kapelle dazu ein, sich Gedanken über den Wert des „K“ zu machen. Referent Kai Kaiser empfing die Teilnehmer in der Werkstatt um beim „A“ anzusetzen und die verbandliche Rolle der Arbeitswelt zu reflektieren. 

Kreativ ging es auch am nächsten Tag weiter, wo Petra Reiter in verschiedenen Methoden mit den Teilnehmern herausarbeitete, welche Zukunftstrends es geben wird und wie diese die KAB und Kirche beeinflussen könnten.
Außerdem wurde der Blick darauf gelegt, welche Angebote der KAB sehr gut angenommen werden und worin die Gründe dafür zu suchen sind. Dass dabei sicherlich ein zentraler Punkt auch die erlebbare Gemeinschaft ist, spürten die Teilnehmer bei einem „Heimatabend“. Diözesanpräses Helmer sorgte hier mit seiner Gitarre sozusagen für „Oktoberfestzelt-Stimmung“.

17.09.2014

"Kaffeefahrt"

Augsburg (snk) Ein paar Geheimnisse des beliebtesten Getränkes lüften konnte, wer bei der „Kaffeefahrt auf faire Art“ dabei war. Wo und wie die Bohne gedeiht und Lebensbedingungen der Kaffeebauern wurde KAB-lerInnen und Fair-Handels-Engagierten bereits im Bus von Augsburg bis ins unterfränkische Mainaschaff vorgestellt. In der dortigen Rösterei war dann zu sehen, zu riechen und zu hören, wie sorgfältige Auswahl und gekonnte Langzeitröstung das weltweit zweitwichtigste Handelsgut für uns Verbraucher fertig macht.

Der Würzburger Partnerkaffee e.V. importiert fair gehandelten Arabica-Kaffee aus Tansania und so war die nächste Station die Mainmetropole, in der eine besondere Weinprobe den ersten Tag abrundete. Michael Röhm, selbst Winzer, Weinbautechniker und lange Jahre Mitarbeiter im Weltladen Würzburg, kredenzte und erläuterte erlesene Weine und bereicherte die Sinne zusätzlich mit passenden – und ebenfalls fair gehandelten –Schokoladen.

Der zweite Tag begann mit einer Stadtführung im Herzen von Würzburg und führte schließlich zur letzten Station ins nahe Münsterschwarzach. Die Benediktinerabtei widmet sich seit Jahren schon mit einer eigenen Fair-Handels-GmbH dem Import von Kunstgewerbeartikeln und Nahrungsmitteln aus fernen Ländern. Mit weiteren Informationen zu den Gepflogenheiten des Fairen Handels und so manchem Mitbringsel trat die Gruppe die Heimreise an und war (noch einmal wurde Partnerkaffee ausgeschenkt) bis zum Abend mit neuen Erfahrungen bestens fairsorgt zurück in Augsburg.

30.07.2014

Breiter Konsens in sozialpolitischen Fragen mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht Ulrich Lange, MdB

 

 

Nördlingen (pz) Bei Ulrich Lange, MdB in Nördlingen war die geschäftsführende Diözesanverbandsleitung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Augsburg Ende Juli. Es war ein erstes Kontaktgespräch, um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Bald wurde klar, dass es ebenso gemeinsame Haltungen wie differierende Einschätzungen gibt. Man versprach, sich über Neuerungen entsprechend zu informieren.

Ein weiteres Kontaktgespräch der KAB-Diözesanleitung mit der „großen“ Politik fand kurz vor der Sommerpause in Nördlingen statt: Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange hatte die Vertreter des Sozialverbands eingeladen, um mit ihnen über anstehende Herausforderungen zu sprechen. Der Politiker, der selbst aus der katholischen Jugendarbeit stammt, machte seine Verankerung im katholischen Milieu deutlich. „Eines der Probleme, mit denen wir es zu tun haben, ist der wachsende Verlust der Vergesellschaftungsformen. Das erleben Sie als Verband ebenso wie wir in der Politik,“ betonte Lange bereits zu Beginn.

Diözesansekretär Peter Ziegler benannte zu Beginn die „Altersarmut“ als das drängende Problem der Zukunft. „Was aktuell unter dem Stichwort „solidarische Lebensleistungsrente“ geplant ist, muss genau untersucht werden, ob es das Ziel der Bekämpfung von Altersarmut auch wirklich erreicht.“ Aber bevor hier keine belastbaren Entwürfe vorliegen, mache es nur wenig Sinn, darüber zu diskutieren. Lothar Roser kritisierte die Finanzierung der Mütterrente aus der Rentenkasse, schließlich fließe über die 6,7 Millionen an zusätzlich ausgezahlter Rente mindestens ein Drittel wieder in den Steuertopf. Lange hielt dem entgegen, dass bereits heute 28% der Sozialausgaben in die Rentenkasse flössen. Er stehe inhaltlich felsenfest zur Erweiterung der Mütterrente, sehe aber durchaus Probleme bei der Rente mit 63, weil diese den Fachkräftemangel weiter erhöhen werde.

Diakon Erwin Helmer bedankte sich für die Einführung des Mindestlohns, für den der Verband lange gestritten habe und benannte gleichzeitig eines der am meisten vernachlässigten Probleme: das Schwinden der Tarifbindung – gerade noch 57% der bayerischen Beschäftigten sind von einem Tarifvertrag erfasst. Er sehe hier die Politik in der Pflicht, weil gerade Arbeitgeber sich zunehmend ihrer sozialen Verpflichtung entzögen. Auch Lange bezeichnete sich als „Fan von Tarifverträgen“, da diese vor allem in Krisenzeiten passende Instrumentarien vorsähen, um Firmen zu retten. Er hoffe, dass sich der „Frust über Tarifverträge“, der sich Anfang des Jahrtausends bei beiden Tarifvertragsparteien ausgebreitet habe, der Vergangenheit angehöre.

Als weiteres Problemfeld benannte Helmer die Gefahr, dass die im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung geplanten Verbesserungen – Equal Pay nach neun Monaten, Befristung auf 18 Monate – durch ein Schreiben des Gesamtbetriebsrats eines großen Verleihbetriebs be- wenn nicht verhindert würden. Lange sicherte zu: „Ich gehe davon aus, dass das im Koalitionsvertrag Vereinbarte auch in diesem Fall eins zu eins umgesetzt wird.“  Auch wenn er noch nicht sagen könne, wann ein entsprechender Gesetzentwurf zur weiteren Regulierung der Arbeitnehmerüberlassung vorliegen werde, sicherte er dem Verband eine entsprechende Information zu.

28.07.2014

Finanzstaatssekretär Hintersberger steht zum Sonntagsschutz

Augsburg (pz). Zu einem informellen Austausch war in diesen Tagen Staatssekretär Johannes Hintersberger, MdL in den Räumen des Marcel-Callo-Hauses zu Gast. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ist eine der Hauptträgerinnen der Allianz für den freien Sonntag. Neben den verkaufsoffenen Sonntagen waren auch die Produktion an Sonn- und Feiertagen sowie die Zunahme der so genannten Shopping-Nächte Themen des Gesprächs. In weiten Teilen herrschte Konsens zwischen den Vertretern der Allianz und dem Augsburger Landtagsabgeordneten. Hintersberger betonte, aktuell gebe es keinerlei politische Bestrebungen, etwas an den Regelungen zu verändern.

Die Lokale Allianz für den freien Sonntag – neben Peter Ziegler, Alfred Brendle und Bernhard Stappel von der KAB waren auch Hans Gilg von der Betriebsseelsorge, Helmut Jung vom DGB und Nejla Sevinchan von der evangelischen afa anwesend – freute sich, Ende Juli den Staatssekretär Johannes Hintersberger, MdL begrüßen zu dürfen. Thema des Treffens war ein lockerer Austausch über Inhalte der Allianz. Bereits beim Thema Sonntagsöffnung machte Hintersberger klar, dass er mit der aktuellen Regelung der vier verkaufsoffenen Sonntage gut leben könne, er aber keine Möglichkeit sehe, diese weiter zu reduzieren. Er ermutigte die Allianz dazu, bei der so genannten Anlassbezogenheit durchaus auch kritisch nachzufragen („Wo ist der historische Bezug für diese Öffnung?“).

Auch beim nächsten Thema, der Sonntagsproduktion in der Industrie unterstütze er die Anliegen der Allianz und sicherte zu, bei der Regierung von Schwaben wegen konkreter Zahlen nachzufragen. Er konnte auch die Argumentation nachvollziehen, dass der öffentliche Geist („politische Rückendeckung“) bei der Genehmigung oder deren Verweigerung eine Rolle spiele. Es brauche hier weiter Sensibilisierung bei den Verantwortlichen. Dennoch müsse man auch hier mit Augenmaß agieren, schließlich könne es für ein Unternehmen auch einmal überlebensnotwendig sein, an einem Sonntag zu produzieren.

Hinsichtlich der so genannten Shopping-Nächte sah Hintersberger den Erfolg, dass aktuell die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten nirgends auf der Agenda stünde. Beim kurz angerissenen Thema der Sonntagsöffnung von Bäckereien warnte er davor, das Rad zurückzudrehen. Er bat die Allianz, sich auch gezielt Gedanken über die Frage zu machen: „Was machen die Leute am Sonntag?“ und hier über Angebote nachzudenken, wie diese – bei vielen so empfundenen – Lücke zu füllen sei.

24.07.2014

50 Senioren erlebten eine eindrucksvolle Wanderreise in Südtirol

Marktoberdorf/Augsburg (hf). Keineswegs eingerostet, sondern richtig fit waren die meisten der 50 fröhlichen Frauen und Männer, die der Einladung der KAB 60plus zu den Erlebnis-Wandertagen in Südtirol folgten. Kurtinig am südlichen Ende der Provinz Bozen war Ausgangspunkt der eindrucksvollen Bergwanderungen.

Mit Franz Rieger und Wolfgang Salzborn als Wanderführer ging es zum Teil hoch hinaus, über schöne Blumenwiesen und durch reizvolle Lärchenwälder. Und es wurde Einkehr gehalten in stillen Bergkapellen und natürlich auch in Berghütten.

Arno Sommer hatte mit dem Arbeitskreis "KAB 60plus" die Reise organisiert und geleitet.

Lesen Sie dazu mehr und genießen Sie die folgenden Bilder.
Fotos: H. Fitzka, A. Sommer, N. Knaier


Reisebericht als PDF-Datei

Ausgangspunkt war das Hotel Teutschhaus in Kurtinig
Umrundung des großen Montiggler Sees
Mit der Standseilbahn von St. Anton zum Mendelpass
Blick auf den Kalterer See
St. Vigilkapelle
Mit einem kräftigen "Großer Gott wir loben Dich" lobte man Gottes wunderbare Schöpfung
Durch lichte Lärchenwälder zum Monte Penegal
St. Vigil auf 1783 Metern
Wanderung unter den Spitzen der Palagruppe zur Baita Segantini
Bizarre Felsformationen
Alle kamen sicher auf der Berghütte an
Über Schnee und Felsen zur Rosettaspietze
Bergheil hieß es für die alpinen Wanderer
Dankandacht in der Dorfkirche St. Martin
Dank und Abschied im Hotel und von dessen Menschen
Was bleibt sind die Erinnerungen und strahlende Gesichter

15.07.2014

Sozialer Frieden als Markenkern der deutschen Gesellschaft

Besuch MdB Dr. Ullrich
Besuch MdB Dr. Ullrich

Augsburg (pz) In der Reihe der Politikergespräche war Mitte Juli der Augsburger Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich bei der KAB Augsburg zu Gast. Schwerpunktmäßig ging es bei diesem Gespräch um das Thema „Altersarmut“ und hier speziell um das Modell der katholischen Verbände. Ullrich zeigte sich überzeugt, dass man hier dringend Wege abseits der privaten Vorsorge beschreiten müsse. Auch Beitragssatzsteigerungen könne er sich – in einem demokratisch entwickelten Prozess – durchaus vorstellen.

Ganz herzlich begrüßte die Diözesanverbandsleitung der KAB Augsburg – vertreten durch die Vorsitzende Annemarie Leigart, Präses Erwin Helmer und Sekretär Peter Ziegler – den Bundestagsabgeordneten Dr. Volker Ullrich. Ullrich zeigte sich sehr interessiert an Struktur und Auftreten des Verbands und fragte nach dem Namensgeber des Marcel-Callo-Hauses. Erwin Helmer beschrieb anschließend die wertvolle Zusammenarbeit der KAB mit dem Jugendverband CAJ und der Betriebsseelsorge.

Beim eigentlichen Gesprächsthema teilte Dr. Ullrich die Einschätzung, dass uns mittelfristig ein größeres Problem mit der Altersarmut drohe. Er folgte der Darstellung von Peter Ziegler, dass in den kommenden Jahren mit einem kontinuierlichen Anstieg im Bereich der Grundsicherung im Alter zu rechnen sei. Allerdings ziehe er nicht die Konsequenz, dass nur eine Sockelrente das Problem lösen könne. Im Gegenteil könne er sich gut eine Revision der rot-grünen Rentenreform vorstellen: So kritisierte er sowohl die Absenkung des Rentenniveaus auf 43% als auch die Einführung der Riesterrente als „Konjunkturprogramm für Banken und Versicherungen“. Generell setze er hinter die private Vorsorge ein großes Fragezeichen. Er setze viel eher auf die breite finanzielle Beteiligung der Arbeitnehmer an der wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen. Wenn diese ordentlich an der Produktivitätsentwicklung Anteil hätten, wären auch höhere Beitragssätze kein Problem.

 

Insgesamt setze er sehr stark darauf, dass allen Menschen ein Leben in Würde ermöglicht werden müsse. Das Auseinanderdriften der Gesellschaft halte er für sehr problematisch – hier gelte es, ganz andere Steuergesetze zu verabschieden. Auch betrachte er mit Sorge, dass die Aufstiegsoptionen in unserem Land schon einmal deutlich besser waren. „Vom sehr stabilen sozialen Frieden profitieren wir alle – damit er erhalten bleibt, müssen die Entwicklungschancen für alle erhalten bleiben.“ sagte Ullrich als Resümee. Anschließend füllte er noch ein Puzzleteil für das größte Sinn-Puzzle der Welt der KAB aus.

14.07.2014

Bergwochenende für ArbeitnehmervertreterInnen im Ammergebirge

Bergwochenende
Bergwochenende

Tegelberg (ako). Eine 16köpfige „Seilschaft“ aus vorwiegend aktiven Betriebsräten und Mitarbeitervertretern war am ersten Juliwochenende aufgebrochen, um den Tegelberg in den Ammergauer Alpen zu erklimmen.

Die Gipfelstürmer kamen aus den Regionen Iller-Donau, Ammer-Lech, Augsburg und Donau-Ries.
Das Tour-Motto war dem Psalm 16 entnommen: „Du zeigst mir den Pfad zum Leben“. Die beiden Leiter, die Betriebsseelsorger Christian Dorn (Kempten) und Andreas Kohl (Weilheim), luden auf dem Weg immer wieder zum Innehalten ein. Impulse und Gedankenanstöße zum Thema „sich entscheiden“ dienten als Anregung, sich zu besinnen und ein Lebensthema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Unterwegs boten sich der Gruppe wunderbare Ausblicke auf das Ostallgäuer Alpenvorland mit seinen unzähligen, blau schimmernden Seen und die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Übernachtet wurde im Tegelberghaus (1707 m), von wo aus am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein der Abstieg erfolgte.

14.07.2014

KAB-Diözesanverband freut sich über Priesterjubiläum von Pfarrer Mathias Kotonski

Pfarrer Kotonski und Präses Helmer
Pfarrer Kotonski und Präses Helmer

Gablingen (md). Anlässlich des silbernen Priesterjubiläums von Pfarrer Mathias Kotonski hielt KAB-Diözesanpräses Diakon Erwin Helmer die Festpredigt. Er würdigte dabei den Einsatz seines Vorgängers im Amt der KAB und verwies auch auf die Option der Armen, die Kotonski im Verband der KAB stets unterstrich.

Pfarrer Kotonski Jubiläum
Pfarrer Kotonski Jubiläum

Auch hob er hervor, dass Kotonski ein Pfarrer sei, der auf die Menschen zugehe und sich sehr für soziale Gerechtigkeit einsetze. Symbolisch überreichte Helmer einen goldfarbenen Stein, der aber wertlos sei, weil der Mensch mehr wert ist als alles Gold der Erde. Die geistliche Begleiterin der KAB Regina Wühr übergab dem Jubilar Rosen vom KAB-Diözesanausschuss der zuvor tagte.

Bild 1: Pfarrer Mathias Kotonski, Diakon Erwin Helmer

Bild 2: Pfarrer Mathias Kotonski (Jubilar), Diakon Erwin Helmer (KAB-Diözesanpräses), Regina Wühr (geistliche Begleiterin der KAB)

Fotos: Michael Dudella

14.07.2014

Betriebsrat Berger erhält Adlhoch-Preis

Augsburg (md). Die Hans-Adlhoch-Stiftung im Bistum Augsburg, die der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) nahe steht, hat zum dritten Mal den Hans Adlhoch-Preis verliehen. Die Stiftung zeichnet damit in diesem Jahr Leo Berger aus Burtenbach (Landkreis Günzburg) aus, der für seinen engagierten und jahrelangen Einsatz als Betriebsrat geehrt wird.

In der Laudatio erinnerten Betriebsseelsorgerin Martina Berndt-Hoffmann und KAB-Diözesanpräses Erwin Helmer besonders an seine Mut, Kreativität und Ausdauer, die Berger als Betriebsrat auch bei den Insolvenzen seines Betriebs bewies.

Berger betonte auch die Wichtigkeit des Engagement der katholischen Kirche in der Arbeitswelt: „Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, neben den Gewerkschaften auch die KAB zu haben, welche sich für die Interessen der Beschäftigten mit einsetzt. Gemeinsam sollten wir uns auch weiterhin für eine humanere Arbeitswelt einsetzen“. Den mit 500,-€ dotierten Betrag des Preisgeldes will Berger dem Dominikus-Ringeisen-Werk zur Verfügung stellen, bei dem er ebenfalls ehrenamtlich engagiert ist

Adlhochpreis 2014
Adlhochpreis 2014

Pfr. Markus Bader wird stellvertretender KAB-Diözesanpräses

Augsburg, den 14.Juli 2014 (md) Einstimmig wurde Pfarrer Markus Bader (rechts) auf dem Diözesanausschuss der KAB zum stellvertretenden Diözesanpräses gewählt. Markus Bader kennt die KAB bereits aus seiner Heimatpfarrei Kaufbeuren und hat während seiner Zeit als Kaplan in Augsburg-Lechhausen auch im einen Aktionskreis der KAB mitgearbeitet. Zudem hatte er im Regionalteam Donauwörth an Aktionen und bei Veranstaltungen der KAB im Kreisverband Dinkelsbühl / Donau-Ries mitgearbeitet.

Diözesanpräsides
Diözesanpräsides

28.06.2014

KAB bei Aktion Steilpass: Fairplay für Alle!

Die ganze Welt schaut im Moment auf Brasilien und genau dorthin wo der Fußball rollt.

Doch neben der Freude am Fußball lenkt das Aktionsbündnis „Steilpass“ den Blick auch auf die Lebensbedingungen der Menschen in Brasilien.

Gemeinsam fordern Adveniat, DJK-Sportverband, Katholische Landjugend-Bewegung KLJB, Kolping International und die KAB, dass auch dort wo die großen Fußballarenen gebaut wurden, die Lebensbedingungen der Menschen verbessert werden.

Gemeinsam mit der Brasilianischen Bischofskonferenz und der Ordenskonferenz haben die deutschen Steilpasspartner Forderungen und Spielregeln für eine faire Welt aufgestellt und die Aktion „Steilpass. 11 Freunde für Fairness und Gerechtigkeit“ ins Leben gerufen. Der Anstoß dazu kam aus Brasilien.

Einen Film von Carolin Kronenburg & Tim Lota (3 Minuten) finden Sie hier. Sie werden weitergeleitet. Zum Video!

Heribert Kron war für die KAB Deutschlands bei dem Gespräch mit einer Regierungsvertreterin Brasilien dabei. Lesen Sie das Interview auf www.kab.de.

Bis 2016 zur Olympiade in Brasilien will das Bündnis unter den Augen der Öffentlichkeit Veränderungen in Brasilien erreichen. Dazu wurde ein 10-Punktekatalog aufgestellt, der mit Unterschriften unterstützt werden kann. (Unterschriftenliste als PDF-Datei hier)

Weitere Informationen unter www.aktion-steilpass.de

Kirche für Fernfahrer bei Trucker & Country-Festival

Auch für Josef Krebs (Heilbronn) sind die persönlichen Gespräche Highlights, wenn die Fahrer erzählen, wie sie mit ihrem Leben zurechtkommen. Die physischen und psychischen Belastungen sind hoch, sagt er. Großer Termindruck, ständige Kontrollen und lange Arbeitszeiten sind die Regel. Besonders für die „osteuropäischen Billiglöhner“, die unter sklavenähnlichen Bedingungen auf der Straße seien, stelle sich die Situation verschärfend da. In seinem Dienst an den Fahrern sieht er für sich den biblischen Auftrag „Geht hinaus in die Welt“ erfüllt.

Hans Gilg (Augsburg) erlebt bei den Fahrern besonders deren Sorge um die Familie zu Hause. „Sie würden gerne zu Hause mehr präsent sein, stehen aber in ihrer Freizeit auf Parkplätzen fern der Heimat.“ Auch viele Ehen scheitern durch die lange Abwesenheit, so Gilg. Er stellt heraus, dass das Ansehen der Fahrer in der Gesellschaft nicht hoch sei. Oft würden sie „wie der letzte Dreck behandelt!“ Das macht vielen Fahren ziemlich zu schaffen, ist seine Beobachtung. Deshalb sind solche Festivals so wichtig. Hier sind sie und ihre Fahrzeuge die „Kings“ und werden bewundert. Viele bringen nach Geiselwind die ganze Familie mit. Und mancher Firmenchef finanziert ihnen die Teilnahme an diesem Event und ermöglicht ihnen so die Erfahrung zu einer großen Gemeinschaft zu gehören. Neben der Begegnung steht beim Festival besonders die Bewunderung für die Fahrzeuge im Vordergrund. Truck reiht sich an Truck. Auf dem weiträumigen Autohofgelände stehen etwa 500 Zugmaschinen dicht nebeneinander. Eine schöner als die andere, mit großer Liebe zum Detail, mit sehenswertem Airbrush und gekonnten Umbauten. „Das sind keine Trucks von der Stange“, stellen die Seelsorger fest. Man sieht die Begeisterung und den Stolz der Fahrer und Besitzer.

Den Abschluss bildete am Pfingstmontag ein ökumenischer Country-Gottesdienst.

27.05.2014

KAB geht mit GehZeiten auf Erfolgskurs

Mit so vielen innovativen Projekte hatten auch die Verantwortlichen im Diözesanverband Augsburg nicht gerechnet. In Leitershofen zogen die Projektmitarbeiter im Rahmen des „GehZeiten"-Prozesses jetzt Bilanz: Neben der traditionellen Verbandsarbeit ist es enorm wichtig, das verbandliche Engagement in Projekten zu organisieren. So gab es am ersten Abend eine Zertifikatsübergabe für die Teilnehmer am Lern-Projekt „Betriebliche Burnout-Botschafter"; das Musik-Projekt aus Landsberg sorgte während des Festakts für Abwechslung.

Aber auch die Vorstellung der Projekte am nächsten Tag wie „Menschenlicher Betrieb", die Leiharbeit-Projekte in Memmingen und Meitingen, das Projekt GPS-Gerecht-Politisch-Sozial in Dinkelsbühl oder das mediale Projekt „Facebook" fand große Zustimmung und erntete jeweils großen Applaus bei ihrer Präsentation.

Projektbegleiter Peter Weiser von kifas aus Waldmünchen sah hier auch den positiven Wunsch aller Beteiligten, an diese Projektarbeit anzuknüpfen. Ein Wermutstropfen bleibt dennoch zum Schluss: „Man muss es erlebt haben" resümierte ein Projekt–Mitarbeiter. Aber wahrscheinlich wird es auch demnächst weitere Projekttreffen geben.

26.05.2014

Gedenken an Hans und Anna Adlhoch in Augsburg Erste „Stolpersteine“ als Erinnerung und Mahnung in Augsburg verlegt

Unter großer Beachtung von Kirche und dem öffentlichem Leben fand am 15. Todestag der Stifterin der Hans und Anna Adlhochstiftung, Maria Schieber, die erste Verlegung von Stolpersteinen im öffentlichen Raum, aber auf privatem Grund, in Augsburg statt.

Der Augsburger Stadtrat konnte sich bisher nicht entschließen, Stolpersteine als provokative Erinnerungsstätten an öffentlichen Plätzen zuzulassen.

Der Initiativkreis „Stolpersteine für Augsburg" hatte den Künstler Gunter Demnig zu einem Vortrag nach Augsburg eingeladen. Am Morgen danach, zu ungewöhnlicher Zeit um 9 Uhr, verlegte der Künstler eigenhändig die ersten beiden Augsburger Stolpersteine am Peutingerhaus, der ehemaligen Verbandszentrale der Katholischen Arbeitervereine in Augsburg, Peutingerstr. 11. Initiator Thomas Hacker freute sich über das große Interesse und über die Teilname von 20 Schülern der Adlhochschule aus Augsburg Pfersee.

Die Erinnerung an die Lebensleistung von Hans und Anna Adlhoch zeichnete der Stiftungsvorsitzende Arthur Koschate nach.

Auch für die KAB, der Nachfolgeorganisation der Katholischen Arbeitervereine, ist die Gedenkform mit Pflastersteinen eine geeignete Erinnerungskultur, um an das Engagement von Menschen für mehr Menschenwürde, mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit und Freiheit zu erinnern. Eine traditionelle Fahne des Katholischen Arbeitervereins von der Pfarrei Herz Jesu im Stadtteil Pfersee war bei der Feier dabei.

Hans Adlhoch wurde wegen seiner kritischen Haltung und seines Handelns gegenüber der nationalsozialistischen Doktrin mehrmals verhaftet und zuletzt in das Konzentrationslager in Dachau gebracht, an dessen Folgen er starb. Die Feier endete mit dem gemeinsam gesprochenen Gebet der CAJ und KAB.

Jedes Jahr wird der Adlhochpreis „Für Gerechtigkeit in der Arbeitswelt" an engagierte Personen aus der Arbeitswelt verliehen. Preisträger für 20145 ist Leo Berger, Vorsitzender des Betriebsrats der Firma Kögler Trailer in Burtenbach.

Fotos: hf

20.05.2014

Hans-Adlhoch-Preis 2014

Der Hans-Adlhoch-Preis 2014 für „Gerechtigkeit in der Arbeitswelt" geht an Leo Berger. Dies gab die Hans Alhoch Stiftung jetzt anlässlich des 69. Todestages von Hans Adlhoch bekannt. Die Stiftung begründet die Verleihung damit, dass Leo Berger als Vorsitzender des Betriebsras der Firma Kögler Trailer Burtenbach sich seit über 20 Jahren für eine gute, kontinuierliche Betriebsratsarbeit einsetzt.

Hervorzuheben sei hier sein Teamgeist, sein Mut, sowie seine Kreativität und Ausdauer um das Unternehmen mit allen Beschäftigten auch in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten konstruktiv zu begleiten.

Seit dem Jahr 2012 vergibt die Hans-und-Anna-Adlhoch-Stiftung an engagierte Menschen den „Preis für Gerechtigkeit in der Arbeitswelt" Der Preis ist benannt nach dem engagierten Arbeitersekretär Hans Adlhoch, (*29. Januar 1884 - 21. Mai 1945), der zu Beginn des letzten Jahrhunderts in den Sekretariaten der KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) Weilheim und in Augsburg den Arbeitern mit Rat und Tat zur Seite stand. Im Augsburger Stadtrat war Adlhoch acht Jahre und im Berliner Reichstag noch 3 Monate aktiv. Für seinen engagierten Einsatz gegen den Nationalsozialismus aus dem Glauben heraus, den er mit dem Leben bezahlen musste, wird er als einer der neuen Märtyrer im Bistum Augsburg verehrt.

Bisherige Preisträger des Adlhoch-Preises waren 2012 die engagierte Schlecker-Betriebsrätin Inge Christl und im Jahr 2013 Helmut Schwering, der ehemalige Geschäftsführer der Gewerkschaft ver.di in Augsburg.


Die Preisverleihung findet am Samstag, 12. Juli, um 11:30 Uhr im Exerzitienhaus St. Paulus in Augsburg-Leitershofen statt.

16.05.2014

CSU versteht sich als Volkspartei, die keine Klientelpolitik betreibe…

Immerhin elf Abgeordnete der CSU trafen in diesen Tagen mit dem geschäftsführenden Vorstand der KAB Augsburg im bayerischen Landtag zusammen. Von Seiten der KAB wurden die Themen „Sonntagsschutz“, „Freistellung für Ehrenamtliche“ und „Soziale Lage in Bayern“ aufgerufen. Wenngleich naturgemäß nicht bei allen Themen Einigkeit herrschte, verabredete man ein Wiedersehen – gerade auch mit den einzelnen Abgeordneten in nächster Zukunft.

Auf Einladung von Alfred Sauter, MdL war die KAB-Delegation, bestehend aus dem Vorsitzenden Lothar Roser, der Vorsitzenden Annemarie Leigart, Diözesansekretär Peter Ziegler und Diözesanpräses Erwin Helmer in die Sitzung der schwäbischen CSU-Landtagsabgeordneten gekommen. Wenngleich nicht alle gleichzeitig anwesend waren, waren in Eric Beißwenger, Wolfgang Fackler, Johannes Hintersberger, Klaus Holetschek, Beate Merk, Franz Josef Pschierer, Hans Reichhart, Peter Tomaschko, Carolina Trautner, Georg Winter und Alfred Sauter selbst immerhin elf der fünfzehn Abgeordneten zumindest teilweise präsent.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde benannte Diözesanpräses Erwin Helmer das Thema Sonntagsschutz als profiliertes Thema des Verbands. Er klagte über die Zunahme der Sonntagsöffnungen und die laxe Genehmigungspraxis für Sonntagsarbeit. Auch wies er nochmals auf die Aktion mit den Sonntagskontrakten im Vorfeld der Wahl hin. Diese rief bei Sauter und Winter Kritik hervor, weil sie es mit ihrem Mandat für unvereinbar halten, Vorfestlegungen zu treffen. Franz Josef Pschierer, als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium an entscheidender Stelle, stellte klar, dass die Staatsregierung in den nächsten fünf Jahren keine Veränderungen der aktuellen Situation plane. Er riet dem Verband sogar, dieses Thema nicht aktiv anzusprechen, um nicht die Gegner auf den Plan zu rufen und warnte vor Fundamentalismus bei diesem Thema.

Anders gelagert stellte sich das Thema „berufliche Freistellung für Ehrenamtliche“ dar. Hier verweigerte Pschierer gerade mit Blick auf den Mittelstand seine Unterstützung. Auch wenn der Entwurf eines möglichen Gesetzes sicherlich nochmals diskutiert werden können, halte er die Umsetzung für nicht realistisch. Ein wenig anders äußerte sich Staatsministerin Beate Merk – sie halte es für sehr bedeutsam, sich Gedanken über eine bessere Förderung des Ehrenamts zu machen. Diözesansekretär Peter Ziegler verwies darauf, dass bei beiden Themen der Hintergrund sei, dass die Wirtschaft das gesamte Leben des Einzelnen belaste – die Erwerbsarbeit rage nicht nur in die Freizeit hinein, sondern scheine auch Entlastungen zugunsten des Ehrenamts zu erschweren. Wenn das Leben mehr als Erwerbsarbeit umfassen solle, braucht es hier grundsätzliche Umorientierung.

Deutlich schwieriger wurde das Gespräch beim Verweis auf den „Bericht zur sozialen Lage in Bayern“ – hier wiesen die KAB-Vertreter auf den Anstieg der atypischen Beschäftigung von 24 auf 37%, den Anstieg der Befristungen und den eklatanten Rückgang der Tarifbindung hin. Letzteres sei übrigens der einzige Aspekt, bei dem Bayern schlechter abschnitt als die anderen Bundesländer. „In Bayern geht es den Menschen gut, aber leider nicht allen.“ Diese Verengung auf die prekäre Arbeit ging den Abgeordneten zu weit, durchschnittlich ginge es den Menschen noch so gut wie heute. Die Ausführungen seien Folge einer Neiddiskussion, es seien sehr individuelle Problemlagen und die CSU zeichne sich gerade dadurch aus, dass als Volkspartei alle Menschen im Blick behalte. Lothar Roser kritisierte daraufhin die Aussage, schließlich habe die CSU die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich, sondern auch die Grundeinstellung, als Abgeordneter könne man keine Vorfestlegungen treffen als undemokratisch. Trotz der Differenzen werde es wieder eine Zusammenkunft geben.

15.05.2014

Fußball-WM 2014: Ein Event der Superlative !? Play Fair - pay fair Schluß mit Hungerlöhnen in den Fabriken der Sportartikelproduktion!

Adidas, Nike, Puma und Co. hoffen, daß etwas vom Glanz des Fußball-Ereignisses auf sie abstrahlt. Vor den Schattenseiten der WM verschließen sie die Augen: In tausenden Fabriken rund um den Globus wird unter menschenunwürdigen Bedingungen Sportbekleidung genäht

Dazu nahm ein Gesprächsabend mit Estela Ramirez, Präsidentin der Gewerkschaft SITRASACOSI aus El Salvador Stellung. 
„ Der Arbeitsdruck ist immens hoch, erzwungene unbezahlte Überstunden, um das vorgegebene „Soll" zu schaffen, die Regel. Viele Arbeiterinnen sind krank, weil sie aus Angst vor der Schelte der Aufseherinnen zu wenig trinken, um keine Zeit zu verlieren. Die Hygienebedingungen sind katastrophal, Atemwegserkrankungen Alltag. 
Die  Arbeitsbedingungen in den Zulieferer-Werkstätten sind noch schlimmer", so Frau Ramirez. Die Frauen sind sexuellen Übergriffen und physischer Gewalt ausgesetzt . „Und die Näherinnen verdienen noch nicht einmal genug, um für ihre Grundbedürfnisse sorgen zu können".

In der Adidas-Aktionärs-Hauptversammlung am 8. Mai benannte Frau Ramirez all diese Mißstände  und forderte die Zahlung von existenzsichernden Löhnen nach dem nationalen  Mindestlohnstandard , Schutz der Frauen vor Übergriffen und Sicherung der Gewerkschaftsfreiheit.

Helfen Sie mit, daß die WM nicht auf dem Rücken der Näherinnen ausgetragen wird - unterstützen Sie die Aktionen der Kampagne für Saubere Kleidung.
www.saubere-kleidung.de

und der Aktion Steilpass  
www.aktion-steilpass.de

Und : Aktuell zur Europa-Wahl am 25. Mai:Stoppen Sie TTIP, damit Arbeitsbedingungen wie in El Salvador nicht auch in der EU Realität werden:

ARBEITNEHMERRECHTE – unfairhandelbar
Hier Petition unterzeichnen - jede Unterschrift zählt! 
www.ttip-unfairhandelbar.de

Weltrekordjagd im hohen Norden

Selbst auf Sylt ist man nicht vor den Puzzleteilen der KAB sicher: eine Gruppe engagierter Frauen aus der Region Ammer-Lech hat bei ihrer Auszeit auf Sylt Puzzleteile dabei, um mit Meschen aus aller Welt über den Sinn des Lebens zu reden. Die ersten Teile waren bereits im Zug ausgefüllt worden, nun konnten die Engagierten sogar einen Südafrikaner dafür gewinnen, ihnen "seinen" Sinnspruch auf englisch aufzuschreiben..

„Zeit für neue Arbeitszeitoffensive“

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) fordert die Umsetzung der flächendeckenden 30-Stunden-Woche in Deutschland. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Massenarbeitslosigkeit, der Unterbeschäftigung vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der Ungleichverteilung von Arbeit und Erwerbsarbeit ist dieser Schritt überfällig. Wichtiges Argument für den Sozialverband ist in diesem Zusammenhang die bessere Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit.

Als „überfällig“ bezeichnet der Diözesanvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Lothar Roser eine erneute Diskussion über die Arbeitszeit. „Befragungen von Beschäftigten machen immer wieder deutlich, dass viele Vollzeitbeschäftigten ihre Arbeitszeit reduzieren wollen, während die meisten Teilzeitbeschäftigte gerne mehr arbeiten würden.“ sagte Roser dazu auf Nachfrage. Bereits heute liegt die durchschnittliche Arbeitszeit bei etwa 30 Stunden.

Die KAB verbindet mit dieser Initiative, mit der sie sich einbindet in ein neu entstehendes Bündnis von Sozialverbänden, die Umsetzung von drei Zielen:

  • Durch die UmFAIRteilung von Arbeit können wieder mehr Menschen an der Erwerbsarbeit Anteil haben – für die KAB ist mit Erwerbsarbeit auch Wertschätzung, Anerkennung und Beteiligung verbunden. Eine Umverteilung der vorhandenen Arbeit ist ein Schritt, um die Spaltung der Gesellschaft zu verringern.
  • Durch die Reduzierung der Vollzeitarbeit können krank machende Arbeitsbedingungen deutlich reduziert werden. Um aber den Arbeitsdruck durch die Hintertür nicht wieder hereinspazieren zu lassen („weniger Personal muss dieselbe Arbeit leisten“), braucht es einen Personalausgleich für die reduzierte Arbeitszeit.
  • Veränderungen der Arbeitszeit hat Folgen für das gesellschaftliche Miteinander – bislang Überstunden anhäufende Experten haben plötzlich Zeit für den Nachwuchs oder für Gemeinwesen bezogene Arbeit, in Minijobs dahinfristende Personen gewinnen Selbstwertgefühl durch eine stärkere Beteiligung an der Erwerbsarbeit. 

Die Umsetzung einer 30-Stunden-Woche und die Umverteilung von Arbeit, Zeit und Einkommen ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt, in dem viele gesellschaftliche Akteure und die Zivilgesellschaft insgesamt eingebunden werden müssen. Eine besondere Bedeutung kommt den Tarifparteien hierbei zu.“ heißt es im Anfang April verabschiedeten Positionspapier der KAB Deutschlands.

Als nächsten Schritt kündigte Roser daher an, auf die Gewerkschaften zugehen zu wollen, um mit ihnen über den Vorstoß ins Gespräch zu kommen. Die jüngste Diskussion innerhalb der IG Metall stimme ihn zuversichtlich, die ausgelöst durch eine Befragung von 500.000 Beschäftigten gerade über eine Arbeitszeitverkürzung für berufstätige Eltern nachdenken.

09.04.2014

Bundesausschuss nimmt Augsburger Anträge an

Bundespolitische Anträge vom Diözesantag bekommen breite Mehrheit Neben aktuellen politischen Anträgen zum Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA und zur Europawahl standen am ersten April-Wochenende auf dem Bundesausschuss in Ludwigshafen auch zwei Anträge aus dem Diözesanverband Augsburg auf der Tagesordnung. Darin geht es um die Klarstellung, dass die vom Verband begrüßte so genannte Mütterrente aus Steuermitteln zu finanzieren sei sowie darum, Regelungen dafür zu treffen, Überziehungszinsen zu deckeln.

Zweimal jährlich tagt der Bundesausschuss der KAB – aus Augsburg waren Diözesanvorsitzende Annemarie Leigart und Diözesansekretär Peter Ziegler nach Ludwigshafen gefahren. Neben der Verabschiedung des Haushalts standen wieder eine ganze Reihe politischer Anträge auf der Tagesordnung. So lehnt der Verband das Freihandelsabkommen TTIP einstimmig ab, weil die Verhandlungen nicht nur allen Vorstellungen von Demokratie Hohn sprechen, sondern auch Unternehmensklagen gegen Staaten Tür und Tor geöffnet würden, sollte dieses Abkommen kommen.

Ein weiterer Antrag fordert die Ausweitung der Mitbestimmung für Betriebs- und Personalräte bei der Vergabe von Werkverträgen. Für die KAB sei klar, dass Betriebsräte über sämtliche personelle Maßnahmen zu informieren seien. Daher ist die Klarstellung überfällig. Außerdem unterstützt der Verband unter dem Titel „Arbeit fair teilen – Arbeitszeitoffensive für eine 30-Stunden-Woche“ eine neue Arbeitszeitinitiative. So fordert der Verband eine flächendeckende Arbeitszeitreduzierung der Vollzeitarbeit mit einer Aufstockung der Teilzeitarbeit. Um das Fernziel einer Tätigkeitsgesellschaft erreichen zu können, ist das einer der wichtigsten Bausteine.

Schließlich stimmte die Versammlung auch dem Antrag des Augsburger Diözesanverbands zu, die Anrechnung der Kindererziehungszeiten auch für Mütter, die vor 1992 geboren haben, aus Steuermitteln zu finanzieren. Es sei dies ein wichtiges Signal in die aktuelle Diskussion über das Rentenpaket hinein. Ein weiterer Antrag der Augsburger, die Dispo- und Überziehungszinsen gesetzlich zu deckeln, fand vom Inhalt her breite Zustimmung, wurde aber aus technischen Gründen nochmals zur Überarbeitung zurückgezogen, weil die diversen Zinssatzarten nicht klar auseinandergehalten waren.

20.03.2014

Weitgehende Einigkeit mit dem Fraktionsgeschäftsführer der Grünen-Fraktion: Ehrenamt, Sonntag und Vergabegesetz waren die politischen Themen der Agenda

Zu einem informellen Austausch traf sich die geschäftsführende Diözesanverbandsleitung der KAB Augsburg in diesen Tagen mit dem Geschäftsführer der Landtagsfraktion der Grünen, Thomas Gehring. In der angenehmen Atmosphäre der Landtagsgaststätte sprachen die Verbandsvertreter die ihnen auf den Nägeln brennenden Themen an: Schutz des arbeitsfreien Sonntags, Freistellung für das Ehrenamt und die Notwendigkeit eines Vergabegesetzes für staatliche Aufträge.

Am Rande von Ausschusssitzungen im bayerischen Landtag hatte sich der bildungspolitische Sprecher der Grünen, Thomas Gehring, Zeit genommen, um mit den Vertretern der KAB Augsburg zu sprechen. Die Augsburger Delegation bestand aus Diözesanpräses Erwin Helmer, dem Diözesanvorsitzenden Lothar Roser, der Diözesanvorsitzenden Annemarie Leigart sowie Peter Ziegler, KAB-Diözesansekretär. Die Verbandsvertreter hatten ihre Themen mitgebracht, aber auch Gehring zeigte wirkliches Interesse an dem katholischen Verband.

So war der erste Teil des Gesprächs dem ehrlichen Interesse an Mitgliedschaft und Rolle des Verbands in der Gesellschaft von heute gewidmet. Die Verbandsvertreter legten dar, dass die Zeit der zahlenmäßig riesigen Verbände wohl vorbei sei, gleichzeitig sie jeder Eintritt eine bewusste Entscheidung für Solidarität und Engagement auf katholischer Grundlage. Ein gutes Beispiel hierfür sei die Aktion der Allianz für den freien Sonntag zur Landtagswahl, bei der immerhin 66 gewählte Abgeordnete ihre Unterstützung verbrieft hätten. Gleichwohl bleibe es laut Erwin Helmer schwierig, etwa gegen die teilweise willkürlichen Genehmigungen zur Sonntagsarbeit vorzugehen.

Als dringliches inhaltliches Anliegen des Verbands benannte Lothar Roser die Förderung der ehrenamtlichen Arbeit in Form von gesetzlich geregelter Freistellung von der Erwerbsarbeit. Auf der letzten Landesversammlung habe der Verband ein entsprechendes Vorhaben beschlossen, um Verbandsvorständen die Option einzuräumen, dringende Termine auch während der Arbeitszeit erledigen zu können. Gehring begrüßte die Initiative grundsätzlich, schlug aber vor, möglichst viele weitere Verbände mit ins Boot zu holen, um die Realisierungschancen zu erhöhen.

Als weiteres Thema sprach Peter Ziegler die Notwendigkeit eines europakonformen Vergabegesetzes für Bayern an. Obwohl bereits in den vergangenen Legislaturperioden entsprechende Vorstöße aus der Opposition heraus gestartet wurden, kam es hier immer noch nicht zu einem Abschluss. „Wir müssen sicherstellen, dass mit öffentlichen Mitteln nicht Lohndumping betrieben wird.“ begründete Ziegler sein Statement. Und dabei gehe es ihm weniger um den Mindestlohn, sondern auch um angemessene Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern. Am Beispiel der Pflastersteine aus Kinderarbeit werde das auch immer wieder Thema auf kommunaler Ebene. Auch hier betonte Gehring, er halte es für sehr wichtig, neben dem Thema „Pflastersteine aus Kinderhand“ auch weitere Beispiele zu recherchieren, um auch der Staatsregierung die Dringlichkeit des Anliegens deutlich zu machen.

17.03.2014

KAB Bildungswerk wählt neuen Vorstand Qualitätssiegel für zielorientierte Bildungsarbeit in bester Qualität

Mit dem zweiten terminlichen Anlauf konnte das KAB Bildungswerk Diözese Augsburg e. V. die turnusmäßige Mitgliederversammlung durchführen.
Es standen die Neuwahl des Vorstandes und eine Satzungsänderung an.
Aus dem Bericht des Vorstandes, vorgetragen durch die Geschäftsführerin Sylvia Nerf-Kreitschy, konnten die Versammlungsteilnehmenden erfahren, dass der KAB inhaltlich wie auch organisatorisch eine hohe Qualität der Bildungsarbeit bescheinigt wurde. Dass dabei die Arbeitnehmerbildung und Themen aus dem Bereich der Arbeitswelt im Vordergrund standen, versteht sich von selbst. Eine neue Perspektive bilden die Projektvorhaben zum Themenschwerpunkt "Nachhaltig leben und arbeiten - Sinnvoll leben."
Die erneute Zertifizierung gilt für die Jahre 2013 bis 2015 (siehe auch unten).

Turnusgemäß wurde der Vorstand neue gewählt. Wobei sich zeigte, dass die bisherigen Amtsinhaber ausnahmslos wiedergewählt wurden. Den Vorsitz für 4 Jahre führt wie bisher Diözesanpräses Erwin Helmer. Stellvertreter sind Erna Kathrein Groll und Herbert Fitzka. Zum Kassier wurde Anton Stappel und zur Schriftführerin Karin Welsch wiedergewählt. Die bisherigen Revisoren Peter Full und Rainer Fassnacht wurden ebenfalls wiedergewählt.

In der anschließenden ersten Sitzung des Vorstandes wurde Sylvia Nerf-Kreitschy als Geschäftsführerin für weitere vier Jahre bestätigt. Alle Ämter werden ehrenamtlich geleistet.

Die Mitgliederversammlung nahm die Anwendung der Grundordnung des kirchlichen Dienstes in die Satzung auf. Damit kommt zusätzlich zu den bisherigen Satzungsbestimmungen die Teilhabe am gesamten kirchlichen Arbeitsrecht im Sinne des Selbstbestimmungsrechtes der Katholischen Kirche zum Ausdruck.

27.03.2014

Gelungene Aktion zum Equal-Pay-Day auf dem Augsburger Rathausplatz

"Der Einsatz für die Rechte der Frau und ihrer Gleichberechtigung ist Kampf für soziale Gerechtigkeit." Dies erklärte KAB-Diözesanvorsitzende Annemarie Leigart aus Anlass des Equal Pay Day am 21.März. Gleicher Lohn, gleiche Teilhabe in Wirtschaft und Beruf und gleiche Rechte sind Voraussetzung für eine menschenwürdige Gesellschaft, so die Vertreterin der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB

"Die Politik der KAB ist immer auch eine Politik für Frauen und ihre Gleichberechtigung.", so Leigart. Immer noch liegt der Lohn von Frauen erheblich unter dem von Männern - und das liegt nicht nur daran, dass Frauen vornehmlich in Branchen beschäftigt sind, in denen ohnehin geringere Löhne gezahlt werden. "Wir brauchen eine Neujustierung in der Arbeitswelt. Gute Arbeit muss zum Maßstab der Wirtschaft und des Wirtschaftens werden", so Leigart. Arbeit dürfe nicht nur nach dem Gewinn für Unternehmer und Einzelne bewertet werden, sondern müsse zur Richtschnur das Allgemeinwohl der Gesamtgesellschaft haben.

Die wichtigsten Forderungen hier in der PDF-Datei.

01.03.2014

Diözesanverbandsleitung entsetzt über Georg Hupfauer

Entsetzt zeigten sich die Mitglieder der Diözesanverbandsleitung der KAB Augsburg von den sie aus Köln erreichenden Berichten über den zurückgetretenen Bundesvorsitzenden Georg Hupfauer. Da sie aber selbst über keinerlei Informationen verfügen, verweisen sie auf die Hintergrundberichte des Bundesverbands:

01.03.2014

Vertreter der KAB-Landesversammlung stellen sich für Betriebsratswahlen auf die Straße

Am Rande der letzten Landesversammlung gingen die Vertreter aller bayerischen KAB-Diözesanverbände auf die Straße, um für die Abhaltung von Betriebsratswahlen zu werben. Bezeichnenderweise hatten sie sich dazu gerade eine Filiale eines großen Fastfood-Konzerns ausgesucht, der in den letzten Wochen dadursch aufgefallen war, Betriebsräten die Arbeit zu erschweren.

Aus Anlass des Beginns der Betriebsratswahlen am 1.März nahmen die Vertreterinnen und Vertreter aller Diözesanverbände der KAB ihr Treffen auf Landesebene zum Anlass, sich für die Abhaltung der Wahlen einzusetzen. Dabei ging es ihnen um zweierlei: zum einen wollten sie die Arbeitnehmerinnen und Arneitnehmer dazu motivieren, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, zum anderen aber setzten sie sich auch dafür ein, überall dort, wo es noch keinen Betriebsrat gibt, einen zu gründen. Als Auftrittsort hatten sie sich dazu eine Filiale einer Fastfood-Kette ausgesucht, die in den letzten Monaten durch einen schlechten Umgang mit ihren Betriebsräten aufgefallen ist.

28.02.2014

Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz zu Gast bei der KAB Hansjörg Durz, MdB stand dem geschäftsführenden Vorstand Rede und Antwort - Mei-nungsaustausch in offener Atmosphäre

Hansjörg Durz, CSU-Bundestags-abgeordneter, war in diesen Tagen zu Besuch bei der Diözesanverbandsleitung der KAB Augsburg. Der Vorstand des katholischen Sozialverbands hatte in den letzten Wochen immer wieder Bundestagsabgeordnete zu Gast, um diesen ihre Haltung zur Bundespolitik nahezubringen. In konstruktiv-offener Atmosphäre wurden unterschiedliche Standpunkte zu wichtigen Fragen deutlich. Weitere Treffen für die Zukunft wurden vereinbart.

In der Reihe der Gespräche mit Abgeordneten der Großen Koalition durfte die Diözesanverbandsleitung der KAB Augsburg in diesen Tagen Herrn Hansjörg Durz, MdB begrüßen. Für den Verband waren neben Lothar Roser und Annemarie Leigart als ehrenamtliche Vorsitzende auch Diözesanpräses Erwin Helmer und Diözesansekretär Peter Ziegler anwesend – die Runde komplett machte der regional zuständige KAB-Sekretär Alfred Brendle aus Augsburg. Die Runde tagte in konstruktiv offener Atmosphäre.

In der ersten kurzen Vorstellungsrunde machte der Abgeordnete deutlich, dass er als ehemaliger Bürgermeister von Neusäß die Kommunalebene ebenso gut im Blick habe wie die Frage der Finanzierbarkeit von staatlichen Aufgaben. Gleichzeitig benannte er sehr offen, dass er sich im Berliner Politikbetrieb erst noch zurechtfinden müsse. Er freue sich vor allem auf seine Aufgaben im Wirtschaftsausschuss und als Verantwortlicher für die Zukunft der digitalen Wirtschaft. Er zeigte sich überzeugt, dass das Thema Digitalisierung auch bei Fragen rund um das Thema Arbeit gravierende Änderungen mit sich bringen werde.

Die Verantwortlichen der KAB benannten in der Folge die Themen, die ihnen bereits im Wahlkampf wichtig waren: Altersarmut, unsichere Beschäftigung und Spaltung der Gesellschaft. Bereits beim ersten Thema, das von Annemarie Leigart eingebracht wurde – Finanzierung der Mütterrente – machte Durz deutlich, dass eine Steuerfinanzierung derzeit nicht zur Debatte stehe. Er wies in diesem Zusammenhang auf das Staatsdefizit hin, das es unmöglich mache, weitere Ausgaben zu vertreten. Auch eine stärkere steuerliche Belastung lehnte er ab, da dies die Wettbewerbsfähigkeit schwäche.

„Auch habe ich nicht verstanden, weshalb amazon ausschließlich negativ dargestellt wurde – dessen Ansiedlung in Graben hatte positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und insbesondere auf den Niedriglohnsektor in der Region und führte zu deutlichen Minderausgaben im Sozialbereich des Landkreises Augsburg.“ führte Durz weiter aus. Erwin Helmer blieb bei seiner Kritik an amazon und wies in diesem Zusammenhang auf die fragwürdigen Steuervermeidungspraktiken hin. Ebenfalls für eine differenzierte Betrachtungsweise plädierte Durz auch bei einem gesetzlichen Mindestlohn, so befürchte er anderenfalls z.B., dass es gerade in den ostdeutschen Bundesländern zu Arbeitsverlagerungen kommen könne. Peter Ziegler machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass es vor allem um eine Notlösung für tariffreie Bereiche gehe. Dafür zeigte Durz Verständnis.

25.02.2014

Das neue Mutmachbuch 2.0

Gerade rechtzeitig zu den anstehenden Betriebsratswahlen erschien das "Mutmachbuch 2.0"

Der berühmte Arbeitsrechtler Professor Wolfgang Däubler hat die Aufgaben des Betriebsrats knapp so beschrieben: „Betriebsräte sind gleichzeitig Ökonomen, Juristen, Sozialarbeiter, Seelsorger und Informatiker.“ Damit trifft er ziemlich genau die zentralen Anliegen der engagierten Arbeitnehmer in Betriebsrat, Personalrat und in Mitarbeitervertretungen.

Softcover, 160 Seiten, Preis: 5,00 €

Zu bestellen über KAB/Betriebsseelsorge Augsburg: 

0821/3166-3515, dioezesansekretariat@kab-augsburg.org

 

Dieses „Mutmachbuch 2.0“ von Betriebsseelsorge und KAB möge mithelfen, dass sie in ihrer unersetzbaren Verantwortung Kraft, Freude und Mut erfahren. Warum? Weil es um den Menschen geht, um jede Einzelne, um jeden Einzelnen! Das handliche Taschenbuch von Betriebsseelsorger und KAB-Diözesanpräses Erwin Helmer hat sie – Mutmachgeschichten eben. Weil es um den Menschen geht, um jede Einzelne, um jeden Einzelnen!

18.02.2014

KAB im Supermarkt Gersthofen

Anknüpfend an die gute Erfahrung in Mering waren jetzt Mitglieder des AK Nachhaltigkeit der KAB-Diözese Augsburg im EDEKA-Markt Gersthofen aktiv. Auch dort bemüht sich Geschäftsführer Thomas Kowalski regionale Produkte und Lebensmittel der Gepa im Sortiment zu haben. So arbeitet er eng mit dem Hofladen Kratzer und Bauernhof Fleiner zusammen. Neben Eiern, Nudeln, Liköre, oder Kartoffeln aus einem Umkreis von 10 Kilometern setzt er stark auf Unser-Land Produkte. Die Verbraucher haben somit die Möglichkeit regionale Produkte zu kaufen und durch kurze Transportwege auf Umweltaspekte zu achten und die Region zu stärken.

Reinhold Reibl vom diözesanen AK Nachhaltigkeit der KAB und Bildungsreferent Michael Dudella begrüßen dieses Engagement des EDEKA Kowalski –Marktes in Gersthofen. Bei der Info-Aktion im Supermarkt waren sie mit zahlreichen Kunden im Gespräch und konnten in diesem Zusammenhang auch die Anliegen seitens der KAB für ein nachhaltiges Wirtschaften vermitteln. Begrüßt wurde es ebenfalls, dass sich die KAB als kirchliche Organisation außerhalb der sonst üblichen Räumlichkeiten in der Öffentlichkeit präsentiert.

14.02.2014

KAB-Diözesansekretär zur internen Schulung bei Kolping

In dieser Woche war KAB-Diözesansekretär Peter Ziegler im Diözesanfachausschuss Gesellschaft im Wandel/Zukunft der Arbeitswelt des Kolpingwerks Augsburg, um dort mit den Engagierten und weiteren Mitglieder der Diözesanvorstands das Alterssicherungsmodell der katholischen Verbände zu diskutieren. Der Präsentation schloss sich eine Diskussion auf qualitativ hohem Niveau an. Schlussendlich wurde vereinbart, bei einer anstehenden Aktion die Kooperation zu suchen.

Erst in der letzten Woche wurden auf Bundesebene 400.000 Postkarten präsentiert, durch die die Unterstützung der Sockelrente durch die Bevölkerung untermauert wurde. Grund genug für den Diözesanfachausschuss des Kolpingwerks, sich einmal eingehender mit den Neuerungen im Solidarischen Alterssicherungsmodell der Verbände zu befassen. Dazu hatten sie sich in Peter Ziegler den Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Augsburg eingeladen. Dieser sei, so Johanna Pongratz in der Einführung, „ein Fachmann auf diesem Gebiet“.

Und wirklich verstand Ziegler die Probleme der gesetzlichen Rentensystems deutlich zu benennen. Er zeigte sowohl interne – politisch gewollte Absenkung des Rentenniveaus auf 43% bis 2030 – wie auch externe Probleme – Wandel der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und Ausbreitung der Niedriglöhne – auf. Beides zusammen führe dazu, dass die Altersarmut im aktuellen System vorprogrammiert sei. „Im Jahr 2030 müssen Rentner über 32 Jahre zu Durchschnittslöhnen gearbeitet haben, um dann gerade mal eine Rente auf Grundsicherungsniveau zu erhalten.“ Allein diese Aussage mache den Handlungsdruck deutlich.

Nachdem Ziegler die notwendige Rahmendaten vorgestellt hatte, beschrieb er die Grundzüge des Solidarischen Alterssicherungsmodells der Verbände: neben der Sockelrente, die von allen finanziert werden soll und dann auch allen zugute komme, auch die bereits bekannte Arbeitnehmer-Pflichtversicherung und die beiden Ansätze zur Zusatzvorsorge. Gerade die Sockelrente schaffe es, den Anreiz zur Arbeitsaufnahme spürbar zu erhöhen – mit dieser komme der Beschäftigte bereits nach 15 Jahren über das Grundsicherungsniveau, während er nach geltendem Recht eben deutlich länger einzahle, ohne über eine Rente in Höhe der Grundsicherung hinaus zu kommen. Bei der anschließenden Diskussion zeigten sich die Teilnehmer skeptisch, ob die Arbeitgeber die frei werdenden Mittel auch für die betriebliche Vorsorge nutzen werden.

12.02.2014

Betriebsratswahl 2014: Aufruf der Kirchen, Mutmachbuch und Aktionen

 „Betriebsräte sind gleichzeitig Ökonomen, Juristen, Sozialarbeiter, Seelsorger und Informatiker“, so eröffnete KAB-Präses und Leiter der Betriebsseelsorge Erwin Helmer das Gespräch zu den Betriebsratswahlen 2014, die am 1.März bundesweit beginnen.

Die Augsburger Betriebsrätin Maria Heinrich vom Lechstahlwerk berichtete, dass die Beschäftigten großen Wert auf die Wertschätzung ihrer Arbeit legen und der Betriebsrat hier Vieles leisten kann. „Ich will mich nicht verbiegen als Betriebsrätin“, sagte sie. Deshalb braucht es sowohl Widerstand gegen unsinnige Vorstellungen der Arbeitgeberseite, aber auch die Bereitschaft so manches Problem der Beschäftigten “unter vier Augen im Gespräch zu klären.“

Ihle-Betriebsrat Lothar Rother sieht seine Aufgabe vor allem darin, die „zunehmende Belastung der Arbeitnehmer vor allem im psychischen Bereich aufzugreifen. Wir haben darüber eine wegweisende Betriebsvereinbarung abgeschlossen.“

Ruth Hahn-Bauer, Betriebsratsvorsitzende bei der Deutschen Post AG kann heute auf 40 Jahre Betriebsrätin zurückblicken. „Der Interessensgegensatz zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber braucht Menschen, die daran arbeiten, dass die Stärkeren, das sind immer die Arbeitgeber, nicht alles dominieren.“ Sie fördert vor allem die Ausbildung und informiert in ihrem Betrieb über die Rechte der Beschäftigten.

Den neuen Aufruf der Kirchen zur Betriebsratswahl stellte Eugen Hähnel vom evangelischen Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt dar: „Besonders wichtig ist es, die Betriebe ohne Betriebsrat anzugehen.“ Schließlich ergänzte Betriebsseelsorger Hans Gilg, dass die KAB mit dem Motto „Macht euch wichtig!“ gezielt die Wahlen unterstütze. „Wie notwendig das ist, zeigt das Beispiel der gekündigten Augsburger Betriebsräte bei Burger King. Sie werden gezielt unter Druck gesetzt, mit sinnlosen Abmahnungen.“

Zum Abschluss stellte Betriebsseelsorger Erwin Helmer sein neu erschienenes „Mutmachbuch 2.0 für Betriebsräte“ vor. Ein Buch, das Betriebsräte mitgeschrieben haben und allen Engagierten in Betriebsräten Mut, Energie und Kraft geben soll. Erhältlich im KAB-Büro für 5.- Euro, 160 Seiten.

06.02.2014

Gute Stimmung unter Hauptamtlichen im Sauerland

Eine optimistische Grundstimmung prägte das Bild bei der Konferenz der in Deutschland hauptamtlich tätigen Referenten der KAB in Rahrbach bei Welschen-Ennest im Sauerland. Einen großen Verdienst daran trägt sicherlich der Dresdner Erwachsenenbildner Hansruedi Humm, der mit der Methode „Open-Space“ für einem großen thematischen Austausch sorgte. Dabei spielte die Rolle der zukünftigen Hauptamtlichen genauso eine Rolle, wie auch die schwerpunktmäßige Ausrichtung des Verbandes. Besonders geschätzt wurden auch die spirituellen Elemente von KAB-Bundespräses Johannes Stein, der auch einen schönen Gottesdienst mit den Teilnehmern feierte. Das „KAB auch ganz anders geht“, zeigte sich bei einer After-Work-Party bei der das Tanzbein geschwungen wurde und Zeit zum kollegialen Austausch blieb.

KAB-Stand bei DGB-Bezirkskonferenz ein schöner Erfolg: wertvoller Kontakt zu Abgeordneten

Auch der Diözesanverband Augsburg der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) war mit einem Stand auf der Bezirkskonferenz des DGB Bayern in Augsburg vertreten. Gemeinsam mit der Betriebsseelsorge konnten viele Menschen angesprochen werden. Der bei der Konferenz wieder gewählte Vorsitzende des DGB Bayern Matthias Jena bedankte sich für die Anwesenheit der Vertreter der KAB.

Alle vier Jahre findet die Bezirkskonferenz des DGB Bayern statt – in diesem Jahr war Augsburg als Veranstaltungsort ausersehen. Zahlreiche Ehrengäste standen auf der Tagesordnung: neben OB Kurt Gribl auch der DGB-Bundesvorsitzende Michael Sommer und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. In die Reihe der Aussteller reihte sich auch die KAB Augsburg ein. Ausgestattet mit dem Boot („richtig steuern“) als Hingucker und dem Material zur Kampagne „Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 50%“ gingen die Engagierten auf die Menschen zu. Alfred Brendle, Lothar Roser und Hans Gilg verstanden es, die Passanten gezielt anzusprechen. Es war erkennbar, dass den meisten der Delegierten aus den DGB-Gewerkschaften „KAB“ durchaus ein Begriff war.

Folgerichtig gelang es dem Standpersonal dann auch, den einen oder anderen zu einer Mitgliedschaft bei der KAB zu bewegen. Erleichtert wurde dies durch die öffentliche Ehrung des KAB-Verantwortlichen Hannes Kreller mit der Hans-Böckler-Medaille der Gewerkschaften, durch die die besonders enge Bindung der KAB an die Einheitsgewerkschaften ausgedrückt wurde. Besonders erfreulich war es, dass es Diözesansekretär Peter Ziegler und Diözesanvorsitzendem Lothar Roser gelungen war, am Rande der Veranstaltung einige Sätze mit Staatssekretär Johannes Hintersberger zu wechseln, in denen Hintersberger seine tiefe Verbundenheit zur KAB zum Ausdruck brachte. Für die nächste Zeit vereinbarten die drei einen Gesprächstermin, um anstehende Fragen zu klären.

04.02.2014

Hannes Kreller ist Träger der Hans-Böckler-Medaille

In Augsburg hat Hannes Kreller, Leiter des Referats Verbandsentwicklung der KAB Deutschlands, auf der Bezirkskonferenz des DGB am ersten Februar-Wochenende die Hans-Böckler-Medaille verliehen bekommen. Mit der Verleihung der Hans-Böckler-Medaille werden besondere Verdienste im gewerkschaftlichen Bereich, vor allem ehrenamtliches Engagement, gewürdigt. Kreller saß zwölf Jahre lang im bayerischen Bezirksvorstand des DGB und vertrat dort gemeinsam mit Dr. Friedemann Preu die christlichen Arbeitnehmerorganisationen. Der wieder gewählte Vorsitzende des DGB Bayern Matthias Jena bedankte sich bei den beiden stellvertretend für die wertvolle Kooperation mit den Kirchen und lobte deren Engagement.

30.01.2014

KAB will „richtige Steuern“

Die Delegierten des Diözesanausschusses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) verlangen von der Politik ein „richtig Steuern“. In der sogenannten „Mindelheimer Steuererklärung“, die an den Diözesantag in Mindelheim angelehnt war, setzt sich die KAB für eine Entlastung der niedrigen Einkommen ein. „Wir plädieren daher ebenso für die sozialverträgliche Anwendung des Mehrwertsteuersatzes für Familien“. Die KAB als Bewegung für soziale Gerechtigkeit setzt sich für den Ersatz des Kinderfreibetrages durch ein entsprechend angepasstes Kindergeld ein.

Ein weiterer Antrag, der bei dieser Tagung verabschiedet wurde, fordert, die Mütterrente nicht aus dem Haushalt der Deutschen Rentenversicherung zu finanzieren. Als Begründung führt die KAB im Diözesanverband Augsburg hier an, dass es sich um eine sozialpolitische Leistung handle, die aus dem allgemeinen Staatshaushalt zu finanzieren sei. Ein Dorn im Auge sind der KAB auch die hohen Dispo- und Überziehungszinsen. Hier betont der Verband, dass ein Zins den Leitzins nicht um mehr als fünf Prozentpunkte überschreiten dürfe. Auch in puncto Familien richtet die KAB den Appell eines Umsteuerns an die Politik. Laut KAB-Diözesansekretär Peter Ziegler sollten hier die Rahmenbedingungen für Familien deutlich verbessert werden, indem es in Ballungsräumen beispielsweise eine spürbare Drosselung der Kosten für mehrköpfige Familien geben müsse – die umfasst die Mietausgaben ebenso wie Energiekosten. Die KAB auf Diözesanebene führt zudem derzeit Gespräche mit den Abgeordneten im Gebiet der Diözese Augsburg, um einen Kurswechsel in Richtung einer sozialeren Politik zu erreichen

KAB nimmt Koalitionsvertrag unter die Lupe III: „Zustimmung zur Richtung, Skepsis bei der Ausgestaltung“

Der Diözesanausschuss der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Diözese Augsburg hat sich kritisch mit dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung auseinandergesetzt. Viele der Themen kommen auch im Forderungskatalog des Verbands vor, allerdings gehen den Verantwortlichen manche Antworten nicht weit genug. Die Diözesanverbandsleitung wird die Erklärung als Material für weitere politische Gespräche mitnehmen.

Am 25.Januar tagte der Diözesanausschuss der KAB Augsburg, um sich auf das neue Schwerpunktthema einzustimmen und die verbliebenen Anträge des Diözesantags im Oktober zu diskutieren. Die Diözesanverbandsleitung nahm auch eine aktuelle Erklärung zum Koalitionsvertrag mit auf die Tagesordnung: „Für unsere Gespräch mit den Bundespolitikern ist es wichtig, eine Art Leitfaden an der Hand zu haben“, begründete Diözesanvorsitzender Lothar Roser das Vorgehen.

Das Positionspapier greift die Anliegen des Verbands im Wahlkampf auf und untersucht die von der Bundesregierung gefundenen Rezepte: Altersarmut, Spaltung der Arbeitsgesellschaft und Auseinanderdriften der Gesamtgesellschaft. „Es ist erfreulich, dass diese Themen Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden haben“ betonte Diözesansekretär Peter Ziegler, aber er bezweifle etwa die Brauchbarkeit der solidarischen Lebensleistungsrente: „Wenn 40 Beitragsjahre oder 35 Jahre plus privater Vorsorge zur Voraussetzung für eine Inanspruchnahme gemacht werden, wird das den wirklich Betroffenen nicht gerecht! Die KAB setzt sich daher weiter für eine Sockelrente ein.“

Ähnliches gilt bei der Re-Regulierung des Arbeitsmarkts: auch wenn in der Leiharbeit nun Equal Pay eingeführt wird, stehe sehr in Frage, ob die Frist von neun Monaten angemessen ist angesichts der Tatsache, dass die durchschnittlich Entleihdauer bei drei Monaten liegt. „Wir begrüßen auch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, allerdings ist die Forderung des DGB nach 8,50 € nun bereits vier Jahre alt – die KAB fordert hier 9,70 €, um die Armutsschwelle nicht wieder zu reißen.“ beschreibt Roser hier den Standpunkt der Bewegung für soziale Gerechtigkeit.

Die neue Diözesanverbandsleitung freut sich auf die nächsten Gespräche mit verantwortlichen Politikern und Politikerinnen und wird dort diese Aspekte vorbringen.

28.01.2014

Josef Huber will Schwerpunkt "Sinnvoll leben" voranbringen

Eine gelungene Überraschung: Josef Huber aus Erkheim hat beim Diözesanausschuss der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Leitershofen als stellvertretender Diözesanvorsitzender kandidiert. Somit ist die Diözesanleitung der KAB in Augsburg komplett. Besonders erfreut zeigten sich die Vorsitzenden Lothar Roser und Annemarie Leigart darüber.

Im Oktober war die Diözesanleitung in Mindelheim neu gewählt worden. Josef Huber, der auch im Ortsverein als Vorstand aktiv ist, möchte seinen Arbeitsschwerpunkt vor allem in die Profilierung des Verbandes setzen. Ihm seien Themen wie Mindestlohn, prekäre Arbeit oder der Sonntagsschutz sehr wichtig. Große Zustimmung fand auch das Schwerpunktthema „Sinnvoll leben“ beim Diözesanausschuss.

Der stellvertretende Diözesanpräses Karl Mair aus Augsburg und Diözesanpräses Erwin Helmer fragten die Teilnehmer analog zum Evangelium der „Menschenfischer“, wie die KAB Personen gewinnen kann, die sinnvoll ihr Leben gestalten wollen.

Peter Ziegler, KAB-Diözesansekretär, stellte hierzu die neue Arbeitshilfe des Bundesverbandes vor. Neben Themen wie die des Zeitmanagements oder einer Tätigkeitsgesellschaft umfasst die Arbeitshilfe auch Bausteine für Gottesdienste. Sinnvolles Leben stehe gegen eine Globalisierung der Gleichgültigkeit und rufe die Christen zu Engagement auf. Die KAB sieht sich somit thematisch gut für die Zukunft aufgestellt. Bestellungen der Arbeitshilfe „Sinnvoll leben“ werden gerne im KAB-Diözesansekretariat angenommen unter Telefon 0821-3166-3515.

KAB nimmt Koalitionsvertrag unter die Lupe II: Dr. Georg Nüßlein, MdB

In der Reihe der Gespräche mit Bundestagsabgeordneten trafen sich Vertreter der KAB Augsburg auch mit Dr. Georg Nüßlein. Dabei war die Haltung zum Koalitionsvertrag ebenso Thema wie die Frage nach den Herausforderungen der Arbeitswelt. Dr. Nüßlein, MdB betonte seine Bereitschaft, gerne über alle drängenden Themen zu diskutieren.

Zum Austausch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Nüßlein traf sich die Leitung der KAB Augsburg in diesen Tagen in Günzburg. Für den katholischen Verband waren neben den beiden Vorsitzenden Lothar Roser und Annemarie Leigart auch Diözesanpräses Erwin Helmer und Diözesansekretär Peter Ziegler sowie aus der Region der KAB-Sekretär Wolfgang Milde-Lang und die stellvertretende Diözesanvorsitzende Hannelore Beck aus Senden vertreten.

Zum Einstieg betonte Peter Ziegler für die KAB, dass sich im Koalitionsvertrag die wichtigsten Themen finden, wenngleich an der Ausgestaltung noch gefeilt werden müsse: „Die Themen Altersarmut, atypische Beschäftigung, faire Lohngestaltung oder Mütterente hatten wir bereits im Wahlkampf als die drängenden Themen benannt.“

In diesem Zusammenhang machte der Abgeordnete klar, dass er die im Koalitionsvertrag angesprochenen Punkte nachhaltig unterstütze, aber durchaus jüngere Kollegen kenne, die etwa die abschlagsfreie Rente mit 63 für einen Fehler halten. Ebenso halte er auch die Einführung eines Mindestlohns nicht für ein Allheilmittel, weil sich damit die Frage nicht lösen lasse, wie etwa schwächere Beschäftigte in den Arbeitsmarkt zu integrieren seien. Allerdings halte er die Einführung dieses Instruments für wichtig, um es ein Stück weit zu "entzaubern". In seinen Augen müsse viel eher die Mittelschicht in den Blick kommen, die zunehmend vor der Herausforderung stehe, ein auskömmliches Leben nicht mehr leben zu können. Hier müsse angesetzt werden, um Oben und Unten nicht noch weiter auseinanderdriften zu lassen.

Dies griff Erwin Helmer gerne auf und betonte, dass sich Leistung lohnen müsse und daher Arbeit vernünftig entlohnt werden müsse. Am Beispiel der Leiharbeit belegte er, dass das eben häufig nicht der Fall sei – bei einem großen Versandunternehmen liefen Beschäftigte etwa 15 km am Tag, könnten aber dennoch von ihrem Lohn nicht leben. Am Beispiel der Leiharbeit bat Nüßlein darum, die flexiblen Beschäftigungsformen nicht schlecht zu reden. Auch er sei dafür, Missbrauch zu bekämpfen, bitte aber darum, „schwarze Schafe“ nicht zum Standard einer Branche zu erklären.

20.01.2014

Der Koalitionsvertrag unter der Lupe I: Ulrike Bahr, SPD Augsburger Bundestagsabgeordnete zur Vorstellung bei der KAB: Einigkeit zumindest in der Ausrichtung der Politik

Hoher Besuch im Marcel-Callo-Haus: Zu einem ersten Kennenlernen mit den Verantwortlichen der KAB-Diözesanverbandsleitung kam die neu gewählte SPD-Bundestagsabgeordnete für Augsburg in die Weite Gasse. Zentral auf der Tagesordnung stand der Koalitionsvertrag der Großen Koalition. Nach einem informativen Erstgespräch wurde vereinbart, sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten, um die Anliegen der KAB in die Bundespolitik zu transportieren.

In diesen Tagen konnten Lothar Roser und Annemarie Leigart, die diözesanen Vorsitzenden der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Augsburg, Ulrike Bahr, MdB begrüßen. Bahr sitzt als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, war aber gekommen, um den Verantwortlichen der KAB Rede und Antwort zum Thema Koalitionsvertrag zu stehen. Für die KAB nahmen neben den ehrenamtlichen Vorsitzenden auch Diözesanpräses Erwin Helmer, Diözesansekretär Peter Ziegler und KAB-Sekretär Alfred Brendle an diesem Gespräch teil. Bahr hatte ihren wissenschaftlichen Mitarbeiter im Wahlkreisbüro Robert Kratzsch mitgebracht.

Zu Beginn stellte Diözesanpräses Helmer wichtige Impulse aus dem aktuellen Sendschreiben „Evan-gelii gaudium“ von Papst Franziskus vor, in dem dieser von der lebensfeindlichen Wirtschaft schrieb. Er wollte dies quasi als Überschrift zur kritischen Haltung der KAB zu den aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft und Arbeitswelt verstanden wissen. In der Folge begrüßte Ziegler, dass im Koalitionsvertrag viele der nach Ansicht der KAB drängenden Fragen zumindest angesprochen wurden. „Auch wenn wir uns einen Mindestlohn in anderer Höhe wünschen würden, ist es von besonderer Bedeutung, dass zumindest der Grundstein dafür gelegt werde.“ führte er aus. Allerdings wies vor allem Lothar Roser darauf hin, dass nicht schon vor dem Setzen dieses Grundsteins über Ausnahmen diskutiert werden dürfe.

Auch beim Thema Rente war viel Übereinstimmung festzustellen – insbesondere hinsichtlich der Frage, dass im Bereich der drohenden Altersarmut dringend etwas geschehen müsse. Anders als die Verbandsvertreter aber zeigte sich Bahr bei der Frage der Sockelrente eher zurückhaltend. Roser verwies auf das Modell der katholischen Verbände, das nachweislich ein wirksames Mittel gegen die Altersarmut sei – bei der von der Großen Koalition geplanten „solidarischen Lebensleistungsrente“ stehe das dagegen sehr in Frage. Am Ende des etwa einstündigen Gesprächs wurde vereinbart, dass der Austausch verstetigt werden solle.

24.01.2014

2. Konferenz der Europäischen Sonntagsallianz

Brüssel/Augsburg, 24. Januar 2014. Die europäische Allianz für den arbeitsfreien Sonntag hat mit einer Verpflichtungserklärung für EU-Parlamentarier und Kandidaten für das zukünftige EU-Parlament den Startschuss für die Europawahlen am 25. Mai gegeben. Vertreter der KAB und der EBCA waren maßgeblich daran beteiligt.

Link zum Youtube-Video

21.01.2014

Neues Arbeits- und Lesebuch vorgestellt!

Für das aktuelle Schwerpunktthema "sinnvoll leben" hat die Steuerungsgruppe des KAB-Bundesverbands nun die dritte Fortsetzung des Arbeits- und Lesebuchs vorgelegt. Auch dieses Exemplar ist von den Inhalten wie von der Gestaltung so gut geworden, dass man es bedenkenlos weitergeben kann. Neben interessanten Hintergrundberichten und Aktionsvorschlägen kommen auch spirituelle Gedanken nicht zu kurz...

Erhältlich ist es wieder überall, wo KAB draufsteht...