Aktuell Regional

20. März 2017

Diözesanräte unterstützen Sonntagsallianz

Diözesanvorsitzender Lothar Roser informierte über die Klage gegen die Sonntagsöffnungweiterlesen

07. März 2017

KAB, Betriebsseelsorge und Sonntagsallianz Augsburg bringen Klage gegen die Stadt Augsburg wegen Sonntagsöffnungen auf den Weg

Präses Erwin Helmer: „Nach neuer Rechtsprechung sind diese ausufernden Sonntagsöffnungen eindeutig nicht mehr zulässig.“weiterlesen

07. März 2017

Bündnis liefert aktuelle Informationen zum Freihandelsabkommen Ceta

Foto: Renate Hofner

Roman Huber, Bundesvorstand von mehr Demokratie e.V. als Referent zum Thema: „Wie geht's weiter mit Ceta?“weiterlesen

12. Dezember 2016

KAB-Kreisverband Dinkelsbühl/Donau-Ries

Die Kreisleitung Dinkelsbühl/Donau-Ries übergibt die Präses-Ernennungsurkunde an Pfarrer Mathias Kotonski

Mathias Kotonski neuer KAB-Kreispräsesweiterlesen

24. November 2016

Das besondere Weihnachtskonzert

Fotot: Clemens Bittlinger, MKV

Clemens Bittlinger meets Judy Baileyweiterlesen

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Karl Kremer verstorben

Am 06. Januar ist Karl Kremer aus Augsburg verstorben. Lange Jahre war er Ortsvorsitzender in St. Pankratius, engagierte sich in der Christlichen Arbeiterhilfe und ist sicherlich einigen noch als Gründungsmitglied der CAJ in Erinnerung.

Sie sind herzlich dazu eingeladen ihn auf seinem letzten Weg und im Gebet zu begleiten. Das Requiem findet statt am Freitag, 30.01.2015 um 9 Uhr in St. Pankratius (Augsburg, Lechhausen) und anschließend ist um 10:15 Uhr auf dem Alten Ostfriedhof (Stätzlinger Straße) die Urnenbeisetzung.

Einen Nachruf finden Sie hier.

 

 

 

Meditativer Tag bot Auszeit aus dem Berufsalltag

Neresheim, 26.11.2014 (md) Die nötige Kraft und Entspannung für den Berufs- und Alltag konnten 15 Teilnehmer beim Meditativen Tag finden. Ideale Räumlichkeiten für dieses Seminar bieten dafür seit Jahren die Meditationsräume des wunderschön gelegenen Kloster Neresheim. Unter dem Thema „Im Zeichen des Baumes – mein Leben“ wurden mit den Teilnehmer ihre Lebensphasen mit denen eines Baumes verglichen. Die verschiedenen Inhalte wie Kulturgeschichtliches, christliche Aspekte, meditative Elemente, verschiedene Entspannungsübungen und meditative Tänze rundeten den Tag ab.

Unter den Teilnehmern waren in diesem Jahr besonders viele junge Personen, die den Charakter dieses Tages sehr schätzten. Die Referenten, Michael Dudella und Helga Hipp, waren auch mit der Gruppe sehr zufrieden. „Es war sehr schön, wie die Teilnehmer sich auf die meditativen Tänze oder beispielsweise die Zeitreise und andere erlebnispädagogische Elemente eingelassen haben“, betonten sie. Auch im nächsten Jahr findet am vorletzten Samstag im November wieder ein Meditativer Tag statt. Angeboten wird dieser vom Seelsorgeamt Außenstelle Donauwörth in Kooperation mit dem KAB-Kreisverband Dinkelsbühl / Donau-Ries.

04.11.2014

Katholische Verbände veranstalteten Infoabend zur Pflege

Referentin: Monika Gampe
Foto: Michael Schmatz

Weilheim (msch) Die KAB und die Kolpingfamilie Penzberg informierten zum Thema „Pflege". Als Referentin konnten beide katholischen Verbände für den Infoabend Monika Gampe von der Ökumenischen Sozialstation Pfaffenwinkel in Peißenberg gewinnen.

Manchmal kann es ganz schnell gehen: Ein Unfall, ein Sturz – und jemand aus der Familie, dem Freundes- oder Bekanntenkreis werden pflegebedürftig. Das heißt, grundsätzlich kann Pflegebedürftigkeit in allen Lebensabschnitten auftreten. Tritt Pflegebedürftigkeit bei einem nahen Angehörigen plötzlich ein, stellen sich viele Fragen: Wer kann helfen? Welche Stufen der Pflegebedürftigkeit gibt es? Welche Leistungen bietet die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung den Betroffenen an? Wie hoch ist das Pflegegeld? Auf diese und andere Fragen erhielten die Besucher des Themenabends von Monika Gampe Antworten. In einem anschließenden Kurzvortrag informierte der Vorsitzende des Penzberger KAB-Leitungsteams und Sozialversicherungsfachwirt, Michael Schmatz, über das „Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf", welches am 1. Januar 2015 in Kraft tritt.

Pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung, für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens, auf Dauer, voraussichtlich aber für mindesten sechs Monate in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. „Zu den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens zählen", so Monika Gampe, „die Körperpflege, Ernährung, Mobilität und die hauswirtschaftliche Versorgung." Zur Körperpflege gehören beispielsweise das Waschen, Duschen oder Baden.

Leistungen der Pflegeversicherung werden nur auf Antrag gewährt. Alle Pflegebedürftigen haben einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch Pflegeberaterinnen oder Pflegeberater der Pflegekassen. Die Pflegekassen sind bei der gesetzlichen Krankenkasse angesiedelt, bei der man auch krankenversichert ist. Bevor ein Pflegebedürftiger eine Pflegestufe erhält wird eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen durchgeführt. Dazu kommt ein unabhängiger Gutachter in den Haushalt, in dem der Pflegebedürftige sich aufhält. Er prüft, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit vorliegen und welche Pflegestufe für den Betroffenen in Frage kommt. Es gibt vier Pflegestufen. Nach der zugeteilten Pflegestufe entscheidet sich auch, wie hoch die finanziellen Leistungen sind, die der Betroffene von der Pflegekasse erhält.

In einem Kurzvertrag stellte der Fachautor und Sozialversicherungsfachwirt, Michael Schmatz, noch das Wesentliche des Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf vor, welche zum Jahreswechsel 2014/2015 in Kraft treten. Künftig können sich Arbeitnehmer, die einen nahen Angehörigen pflegen, von der Arbeit für eine bestimmte Zeit befreien lassen. Zudem hat er in dieser Zeit einen besonderen Kündigungsschutz. Anders wie bisher, besteht jetzt ein Rechtsanspruch. Allerdings gibt es auch eine Einschränkung: Wer in einem Betrieb mit bis zu 15 Beschäftigte arbeitet, kann sich nicht von der Arbeit befreien lassen, wenn er einen Angehörigen zu Hause pflegt. Zusätzlich haben die Personen, die einen Angehörigen für längere Zeit pflegen, die Möglichkeit, bei Reduzierung der Arbeitszeit, ein zinsloses Darlehen in Anspruch zu nehmen. Hier kritisierte der Penzberger KAB-Chef, Michael Schmatz, die Beschlüsse der großen Koalition in Berlin: „Das zinslose Darlehen wird kaum einer beantragen, wer will schon nach einer längeren Pflege eines Angehörigen auf Schulden herumsitzen." Er geht davon aus, dass das am Ende „ein Rohrkrepierer" wird. Hier fordert Schmatz stattdessen eine staatliche Sozialleistung, die wie das Elterngeld, bei der Erziehung eines Kindes, bei der Pflege eines Angehörigen gezahlt wird.

„Nicht verständlich ist", nach Auffassung von Schmatz, „dass Arbeitnehmer, die in Kleinbetrieben arbeiten, sich nicht von der Arbeit befreien lassen können. Beantragt ein Beschäftigter, wegen der Pflege eines Angehörigen eine Auszeit, soll der Chef des Kleinbetriebes, für seinen Mitarbeiter einen finanziellen Ausgleich von der Pflegekasse erhalten."

Text und Foto: Michael Schmatz

21.10.2014

Ausstellung zur prekären Arbeit stößt auf großes Interesse

Lauingen (md) Eine Ausstellung zur prekären Arbeit eröffnete im Rathaus Lauingen die Gruppe ALG III „Arbeit-Leben-Glauben". Auch die KAB im Kreisverband Dinkelsbühl / Donau-Ries ist Mitinitiator der Gruppe, die seit über 5 Jahren aktiv ist. Bei der Ausstellungseröffnung betonte Diakon Georg Steinmetz, dass es selbstverständlich sein sollte, das Menschen von ihrem Gehalt leben können. Die Ausstellung dokumentiert aber das Gegenteil. KAB-Diözesanpräses Erwin Helmer wies auch auf den virtuellen Heiligen „Prekarius" hin, der als Symbol für alle steht, die in unsicherer Arbeit tätig sind.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellung mit thematisch passenden Liedern vom Gitarrenduo Betriebsseelsorger Thomas Hoffmann und KAB-Mitglied Peter Schwedes. In ihrem Grußworten betonten auch der Lauinger Bürgermeister Wolfgang Schenk und der stellvertretende Dillinger Landrat Alfred Schneid die notwendige politische Handlungsweise in diesem prekären Bereich. Die Verantwortlichen der Gruppe ALG III waren schon am ersten Abend über die große Publikum Resonanz sehr erfreut. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 30. Oktober im Lauinger Rathaus.

14.10.2014

Arbeitnehmertag und Wiedergründungsfest geben neuen Schwung

Pfaffenhofen/Ilm (md) Die soziale Verantwortung der Kirche spielte eine große Rolle beim Jubiläumstag der KAB-Pfaffenhofen an der Ilm. Der 50. Wiedergründungsgeburtstag der Ortsgruppe wurde gleichzeitig mit einem Arbeitnehmertag des KAB-Kreisverbandes Donau-Paar gefeiert. Festprediger und Zelebrant Charles Borg-Manche, KAB-Landespräses Bayern aus München, hob in seiner Predigt die Ziele der KAB hervor. Gleichzeitig forderte er auch, dass die Kirche mehr „Bewegung" bräuchte und unterstrich die Notwendigkeit von kirchlichen Sozialverbänden. Musikalisch gestaltet wurde der mit 500 Besuchern zählende Festgottesdienst durch die Jugendband „Katholibris".

Beim anschließenden Festakt im Pfarrsaal dankte die KAB-Landesvorsitzende Bayerns, Erna-Kathrein Groll, der KAB Pfaffenhofen für ihre aktive Arbeit. Zudem sprach sie die derzeitige Puzzle-Aktion „Sinnvoll leben" an, bei der sich auch die Ortsgruppe und der KAB-Kreisverband stark beteiligte. Neben Bürgermeister, Bundestagsabgeordnete und Landrat würdigte auch KAB-Diözesanvorsitzende Annemarie Leigart das Engagement der Gruppe durch den „Motor" Christine Rist. Als Fazit des Tages nannten die aktiven Ehrenamtlichen einen neuen Schwung, der durch diesen Tag entstanden sei.

 

30.09.2014

Auf dem Weg zum größten Sinn-Puzzle

Augsburg, 30.09.2014 (ab) Ob die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) es bundesweit schafft, mit ihrem größten Sinn-Puzzle einen Weltrekord aufzustellen, wird sich am 16. November 2014 in Duisburg zeigen. Jedoch der Weg zum Rekord ist die eigentliche Aktion, auf Menschen zuzugehen und sie nach ihrer Vorstellung von „sinnvoll leben“ zu fragen.

„Wenn ich mit einem leeren Puzzleteil auf Menschen zugehe und dadurch zeige - ich interessiere mich für dich - rückt er mit seinem Leben und seinen Erfahrungen in meinen Blick“, deutet KAB-Sekretär, Alfred Brendle diese Aktion. Das Puzzleteil wird zu einem Medium, mit welchem der Sozialverband die Visionen der Menschen von einem „Guten Leben“ ergründen will. So eine Puzzle-Aktion veranstaltete die KAB am Samstag 20. September am Augsburger Königsplatz.

Meist betreffen die Antworten elementare Dinge des Lebens wie eine sichere Arbeit, Gesundheit für sich selbst und die Familie. Ist es für die einen der berufliche Aufstieg und der damit verbundene Erfolg, will der andere lieber mehr Zeit für seine Kinder und die Familie haben. Selbst Kinder haben ihre heile Welt auf Puzzleteile gezeichnet, in der sie gerne leben möchten. Jeder kann nur für sich selbst und in eigenen Worten umschreiben, was „sinnvoll leben“ für ihn bedeutet.
Dabei spielt das Lebensumfeld eine wesentliche Rolle. „Puzzleteile, die am 1. Mai am Rande einer Gewerkschaftskundgebung ausgefüllt wurden, haben ganz anders gelagerte Aussagen wie jene, die im Rahmen einer KAB Versammlung mit Sinnerklärungen beschriftet wurden“, weiß Alfred Brendle von bereits stattgefundenen Aktionen.
Um Leben sinnvoll gestalten zu können, müssen auch in unseren gesellschaftlichen Strukturen Wege bereitet werden. Lösungsansätze sieht der Arbeitnehmerverband in seinen Schwerpunktbereichen, wie der solidarischen Alterssicherung, Grundeinkommen, Sonntagsschutz und der Weiterentwicklung der Erwerbsarbeits- zur Tätigkeitsgesellschaft.

 

 

17.09.2014

Unterwegs mit dem Großen Gärtner

Kloster Drübeck / Harz (md) Tief beeindruckt von den spirituellen Einheiten, der Atmosphäre im Kloster Drübeck und der unterhalb des Brocken zeigten sich die Teilnehmer des Besinnlichen Wandern im Harz. Referentin Margrit Hottenrott, Benediktineroblatin, Wanderleiterin und ehrenamtliche Mitarbeiterin im evangelischen Kloster Drübeck verstand es dabei, auf überzeugende Weise Impulse zu geben. Rund 20 Kilometer legten die Teilnehmer täglich zurück und reflektierten dabei auch ihr Leben. Unter den Aspekten „Genießen-bebauen-bewahren“ und der Frage was im Leben verdorrt ist und was blüht ging es auch darum zu schauen, was mein Leben sinnvoll macht. Dazu gestalteten die Teilnehmer auch Puzzle-Teile der KAB Aktion.

Neben der Betrachtung des eigenen Lebens wurden auch die zahlreichen Schätze der Natur, wie Kräuter und Pilze, entdeckt. Dem Organisator, KAB-Sekretär Michael Dudella, gefiel an diesen Tagen besonders die harmonische Stimmung in der Gruppe und die intensiven Gespräche zwischen den Teilnehmern und die spirituelle Begleitung von Margrit Hottenrott. Als besonderes wohltuend bewerteten die Teilnehmer auch die Morgen- und Abendgebete, die vom Kloster Drübeck angeboten werden.

Auch die Heilige Messe mit dem Wernigeroder Pfarrer Stefan Hansch in der 1000 jahre alten Klosterkirche war sehr beeindruckend. Resumee der Teilnehmer des Besinnlichen Wanderns und Wunsch für die Zukunft ist auch ein weiteres Angebot mit der Referentin Margrit Hottenrott.

 

 

06.08.2014

KAB-Dinkelsbühl / Donau-Ries ist beim weltgrößten Puzzle dabei

Donauwörth / Nördlingen / Dinkelsbühl (md) Über vierzigtausend Puzzle-Teile werden derzeit von den KAB-Ortsgruppen in ganz Deutschland beschriftet. Ziel ist es, dass größte Puzzle der Welt zu fertigen. Die KAB im Kreisverband Dinkelsbühl / Donau-Ries hat jetzt rund 300 Teile gesichtet. „Der KAB-Bundesverband möchte mit diesen Teilen ein sogenanntes Sinn-Puzzle entwickeln.

Auf der Vorderseite der Puzzle-Teile sind Personen aufgerufen, zu notieren was deren Leben sinnvoll macht“, betont KAB-Bildungsreferent Michael Dudella. So konnten KAB-Kreisvorsitzende Annemarie Leigart und KAB-Kreisvorsitzender Franz Eisenbarth viele wertvolle Gedanken auf den Stücken sichten.

„Sinnvoll leben ist für mich in Frieden mit allen Menschen zu leben“ oder „Sinnvoll leben ist für mich, wenn alle eine Arbeit haben“ waren Beispiele auf den Stücken. Manche Stücke sind sehr schön verziert und auch viele Kinder haben durch Zeichnungen ihre Gedanken noch dazu beigetragen. Die KAB Dinkelsbühl / Donau-Ries wird in den nächsten Monaten bei weiteren Aktionen und Veranstaltungen mit den Puzzle-Stücken unterwegs sein. Mitte November sollen dann die vierzigtausend Teile in Duisburg zusammengelegt werden und somit der Rekord im Guinness-Buch der Rekorde geknackt werden.

03.08.2014

KAB-Familientag auf Maria Beinberg wird zum Familienevent

Maria Beinberg (md) Ein sinnvoll gestalteter Tag war es nach Meinung der Besucher beim Familientag auf Maria Beinberg teilzunehmen. Rund 150 Kinder und 300 Erwachsene nutzten die Veranstaltung des KAB-Kreisverbandes Donau-Paar um einen schönen Sonntag zu erleben. Zu Beginn des Tages konnten die Besucher im Familiengottesdienst mit Hauptzelebrant Pfarrer Hubert Ratzinger aus Großaitingen und Überraschungsgast Pater Jörg Thiemann aus dem Münsterland auf Puzzel-Teilen ihre Vorstellungen von einem sinnvollen Leben festhalten. 194 zum Teil sehr schön bunt verzierte Puzzelteile konnten KAB-Bildungsreferent Michael Dudella am Ende des Gottesdienstes entgegennehmen. Zuvor hatte der Festprediger Pfarrer Ratzinger von Werten gesprochen, die ein Leben sinnvoll machen. Auch hob er in Bezug auf das Evangelium den Aspekt des Teilens hervor. Nach der „seelischen Stärkung“ konnten die Besucher es sich bei preisgünstigen Speisen und Getränken gut gehen lassen.

Ein professionelles Kinderprogramm gab es unter anderem mit den Motto-Kids aus Königsbrunn an der Play-Mais-Station oder beim Kinderschminken. Kurzweilig war es für die kleinen Besucher auch auf der Hüpfburg, beim Sinnespaarcours, Tierluftballon gestalten oder Nägel schlagen. Als besonders stimmungsvoll stellte sich beim KAB-Familientag ein Show-Act mit der Gruppe „Watch-us-move“ heraus: Jung und alt waren von der Tanzformation aus Pfaffenhofen (Ilm) begeistert und klatschten kräftig mit. Vollbepackt mit Preisen verlies so mancher Besucher die Preisausgabe der Tombola, die unter dem Leitsatz „Jedes Los gewinnt“ stattfand. Auch ein Preisrätsel mit speziellen KAB-Fragen brachte strahlende Gesichter hervor. Bei fair gehandeltem Kaffee & Kuchen und Sonnenschein ließen es sich die Besucher bis weit nach dem offiziellen Ende um 16 Uhr gut gehen. KAB-Kreisvorsitzende Christine Rist zeigte sich am Ende des Tages voll zufrieden: „Der Familientag verbindet Jung und Alt“, betonte sie. Auch der Hauptakteur vor Ort, KAB-Ortsvorsitzender Peter Fischer, sieht den Familientag durch die jährlich steigende Besucherzahl und ein immer attraktiveres Angebot als das Familienevent in der Region. So wird die KAB im Kreisverband Donau-Paar auch im nächsten Jahr am ersten Sonntag im August wieder einen Familientag starten.

 

03.08.2014

KAB Reisaktion ergibt stattliche Summe von 2.000 Euro

Maria Beinberg (md) Im Rahmen des KAB-Familientages konnte Regina Weber, stellvertretende KAB-Vorsitzende und Reisaktionsbeauftragte, das Endergebnis der Reisaktion 2013 – 2014 verkünden. Der Betrag von 2.000 Euro geht in diesem Jahr an ein Projekt in der Demokratischen Republik Kongo zur Finanzierung eines Schulgebäudes in Kizela.

Als Vertreterin für das Projekt nahm Petra Schiele, Schulleiterin der Maria-Ward-Realschule Schrobenhausen, den Scheck entgegen. Zustande kam der Kontakt durch den Schrobenhausener Kaplan Serge Senzedi. Träger der Schule Kizela ist das Bistum Kikwit, deren Gebiet einen hohen Analphabetismus aufweist. Mit Hilfe des Geldes aus dem KAB-Kreisverband Donau-Paar können beispielsweise die Schulkosten für lernwillige Kinder in dem sehr einfach ausgestatteten Schulgebäude übernommen werden.

Der KAB-Kreisverband Donau-Paar führt jedes Jahr eine Reisaktion durch, bei der in Orten von KAB-Gruppen oder in Pfarreien in den Dekanaten Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen mit dem Verkaufserlös von fair gehandeltem Reis ein Projekt gefördert wird. KAB-Kreisvorsitzende Christine Rist bedankte sich bei allen Aktiven für deren ehrenamtliches Engagement bei dieser internationalen Aktion.

Bild oben (v.l.n.r.): Regina Weber (stellvertretende Kreisvorstizende), Petra Schiele (Projektpatin und Schulleiterin Maria-Ward-Schule Schorbenhausen), Christine Rist (KAB-Kreisvorsitzende)

 

 

03.07.2014

Beeindruckende Begegnungen in Greifswald

Foto: Manfred Martin

Aichach, 03.07.2014 (mar-). Auf ihrer einwöchigen Bahnstudienfahrt zur Weltkulturerbestadt Greifswald an der Ostsee besuchte die 21-köpfige Reisegruppe der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) unter der bewährten Leitung von KAB-Kreissekretär Michael Dudella auch die weltweit größte und modernste Fusionsforschungsanlage im Greifswalder Max-Planck-Institut für Plasmaphysik. Nach dem Vorbild der Sonne soll aus der Verschmelzung von Wasserstoffkernen zu Helium saubere Energie erzeugt werden. Bis 2050 hofft man ein erstes Kernfusionskraftwerk bauen zu können.

Weitere Ausflugsziele waren auf Rügen die durch den Greifwalder Maler Caspar David Friedrich berühmte Klosterruine Eldena, die Riedhäusersiedlung in Wiek, die Besichtigung des „Circus“ und Parks des Fürsten Malte in Putbus und die Naturschutzinsel Vilm.

Auf Usedom erfolgte die Wanderung entlang der Kaiserbäder Heringsdorf und Ahlbeck und zu den Raketen– und Museumsabteilungen in Peenemünde. Auch Stralsund wurde durchstreift  und mit der Schmalspurbahn „Rasender Roland“ gefahren. Ganz wichtig waren für die Reisegruppe nicht nur die schmackhaften Fischbrötchen und Fischgerichte, die WM–Fußballspiele an den riesigen Bildschirmen in den Gewölben des Greifswalder „Alten Fritz“ und die vielen informativen Führungen, sondern auch die Zusammenkünfte mit den evangelischen und katholischen Geistlichen sowie der Kolpingfamilie in Greifswald.

Bild: Die KAB-Reisegruppe steht vor der Fusionsforschungsanlage "Wendelstein 7-X " im Max-Planck-Institut in Greifswald, an dem rd. 450 Wissenschaftler und Techniker arbeiten.
Text: Manfred Martin

 

04.06.2014

Alles Fair bei Burger King? Aktion von NGG, Betriebsseelsorge, KAB und solidarischen Partnern am 28.Mai vor der Filiale in der Maximilianstrasse in Augsburg

Sozial-TÜV bei Burger-King: In einem kurzen szenischen Spiel wurden die Arbeitsbedingungen bei der Burger King GmbH skandiert. Trotz Wechsel in der Geschäftsführung laufen immer noch Kündigungsverfahren gegen engagierte Beschäftigte und Betriebsräte. Die Wahl des Augsburger Betriebsrates wurde durch den Arbeitgeber angefochten. Damit muss sofort Schluss sein!

„ Wir fordern die sofortige Einstellung aller laufenden Verfahren und die Rücknahme von zahllosen  Abmahnungen, die sofortige Auszahlung aller ausstehenden Löhne und  vertrauensbildende Maßnahmen", so die Mitglieder des imaginären "Sozial-TÜV" in ihrem Anspiel.
Kleine Schritte der Verbesserung zeigten sich bereits: Zwei Gerichtstermine gegen Betriebsräte am Arbeitsgericht Augsburg wurden kurzfristig zurückgezogen.

Fotos: Annette Zöpf

11.05.2014

KAB wird in Plauen und Vogtland herzlich aufgenommen

Von Herzlichkeit geprägt waren die Begegnungen bei der Studienfahrt des KAB-Kreisverbandes Dinkelsbühl / Donau-Ries nach Plauen. Erstmalig war die Studienfahrt in eine strukturschwächere Region und in ein größtenteils touristisch noch nicht ganz so bekanntes Gebiet gegangen. Dennoch waren die 19 Teilnehmer mit dem zusammengestellten Programm unter der Leitung von KAB-Sekretär Michael Dudella sehr zufrieden.

Extra einen Grillabend organisierte die Kolpingfamilie Plauen für die KAB-Besucher. Und auch die KAB-Markneukirchen, die stolz auf ihre internationalen Musikwettbewerbe und das einmalige Musikinstrumentenmuseum ist, begrüßte die Augsburger mit ihrer gebackenen Spezialität „Kartoffelkuchen". Diese von der Mitgliederzahl eher kleine KAB-Gruppe in der Diözese Dresden-Meißen bietet aber trotzdem ein sehr sozialpolitisches Programm, wie die Studienfahrt-Gruppe aus der Chronik entnehmen konnte. In zwei Gottesdiensten konnte auch wieder spirituelle Kraft bei den ansprechenden Predigten mit Pfarrer Bahmann aus Plauen getankt werden.

Zudem war man hier vom ehrenamtlichen Engagement der Restaurierung der Anlage des Wallfahrtsortes Maria Loreto sehr beeindruckt. Dieser liegt im tschechischen Gebiet in der Nähe der Stadt Cheb. Neben der schönen Altstadt von Cheb ging es auch nach Karlsbad, dem schönen Franzensbad und zur Wallfahrtskirche Maria Kulm. Auf deutscher Seite wurde bei einer engagierten Führung das Bad Elster mit seinen Kuranlagen bestaunt.

Ebenfalls auf dem Programm stand die Besichtigung der weltgrößten Backstein Eisenbahnbrücke, der Götzschtalbrücke.  Auch Pfarrer Brosig freute sich über den Kaffee-Besuch in seiner katholischen Pfarrei in Greiz. Die ehemalige Residenzstadt Greiz bietet neben der schönen Innenstadt auch ein oberes Schloss, das mit einem Führer aus der katholischen Pfarrei besichtigt wurde.

Bei den KAB-Studienfahrten gibt selbstverständlich auch einen Betriebsbesuch: Hier führte der engagierte Betriebsratsvorsitzende durch das Buswerk Neoplan in Plauen. Es ist einer der größten Arbeitgeber in der eher strukturschwachen Region und zählt 420 Mitarbeiter. Das Werk ist das einzige Buswerk in Deutschland und hat volle Auftragsbücher. In der heute eher strukturschwachen Region Plauen gab es vor der Wende viel Textilindustrie mit der weltbekannten Plauener Spitze, die auch in der Schauwerkstatt und im Plauener Spitzenmuseum bestaunt werden konnte. Zum Schluss der Studienfahrt gab es noch ein Highlight: der Zwickauer Dom mit seinen vielen Kunstschätzen ließ die Herzen höher schlagen.

03.05.2014

Frauenwallfahrt

Mit sieben Bussen und insgesamt an die 400 Frauen war die KAB im Kreisverband Donau-Paar unterwegs zu ihrer diesjährigen traditionellen Frauenwallfahrt. Ziel war der Freisinger Dom St. Maria und St. Korbinian, die Domkathedrale des Erzbistum München und Freising.

Vor dem Gottesdienst konnten sich die Frauen innerhalb einer Kirchenführung von dem beeindruckenden Mariendom wie dem filigranen Stuckwerken und der meisterlichen Schnitzkunst des gotischen Chorgestühls ein Bild machen. Unter dem Motto „Maria Magnifikat – Aufruf zum Handeln für Gerechtigkeit" erlebten die Wallfahrerinnen eine hervorragende Predigt von Pfr. Dr. Franz Gasteiger. Bekannt ist Gasteiger als ehemaliger KAB-Kreispräses aus Erding und früherer CAJ-Präses Bayern für seine engagierten Predigten. So rief er dazu auf, dass Frauen stärker für ihre Rechte in Gesellschaft und Kirche kämpfen sollten. Zugleich betonte er die bedeutende Rolle der KAB als Teil der Kirche und wies auf das Engagement für gerechten Lohn an verschiedenen Beispielen hin.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging es zur Einkehr in das „Bräustüberl Weihenstephan".  
KAB-Bildungsreferent Michael Dudella dankte den Frauen, die jährlich die vielen Anmeldungen vor Ort entgegennehmen und so mit zur Organisation und Werbung für diese KAB-Veranstaltung beitragen. Sehr erfreut zeigte sich auch Kreisvorsitzende Christine Rist, dass die Freisinger KAB mit ihrem Fahrtdienst vom Busparkplatz zum Freisinger Dom 90 gehbehinderte Personen transportierte. Somit zogen am Ende des Tages die Verantwortlichen im Kreisverband Donau-Paar ein sehr positives Resümee dieser Großveranstaltung.  

02.05.2014

KAB Augsburg wichtiger Bestandteil der Kundgebung zum 1.Mai

Bei der diesjährigen DGB-Kundgebung in Augsburg beteiligte sich die KAB wieder in vielfältiger Weise – während Diözesanpräses Erwin Helmer auf dem Podium Rede und Antwort stand, suchten andere Engagierte den Kontakt zu den Besucherinnen und Besuchern, um sie mit den Puzzleteilen zu konfrontieren und sie um eine Einschätzung zum Thema „sinnvoll leben“ zu bitten. Die Aktion traf auf erfreuliche Resonanz – am Ende konnten sich die Engagierten über 73 neu ausgefüllte Puzzleteile freuen.

Ganz im Zeichen der Europawahl stand auch die Augsburger Kundgebung zum Tag der Arbeit. Gleich in mehreren Sprachen begrüßte DGB-Regionsvorsitzender Helmut Jung die anwesenden Gäste. Anschließend betonte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall, Michael Leppek, die Notwendigkeit, die europäische Idee weiterzutragen. Gleichzeitig sparte er nicht mit Kritik an der Ausrichtung der aktuellen Europapolitik.

Auch KAB-Diözesanpräses Erwin Helmer war bei der Kundgebung zum 1.Mai auf der Augsburger Freilichtbühne einer der Redner auf dem Podium. Er bezeichnete den Tag der Arbeit als Feiertag, weil es endlich gelungen sei, den gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 € durchzusetzen: „Jahrelang haben wir dafür gekämpft, nun ist er endlich in greifbarer Nähe.“ Mit Verweis auf das „älteste Buch der Welt“ zeigte er die moralischen Beweggründe auf, wieso eine gesetzliche Lohnuntergrenze überfällig sei: „Blut vergießt, wer dem Arbeiter den Lohn vorenthält.“

Wie auch die anderen Redner verteidigte er auch die Rente für besonders langjährig Versicherte und mahnte eine sozialere Ausrichtung der europäischen Politik an. insbesondere die „Geheimverhandlungen zu TTIP“ kritisierte er heftig: „Es kann doch nicht sein, dass uns hier durch die Hintertür gentechnisch verändertes Gemüse und Chlorhähnchen aufgezwungen werden.“ Er forderte die Anwesenden auf, bei diesem Thema wachsam zu sein und sich gegen dieses Abkommen zu engagieren.

Am Rande der Veranstaltung hatten die Engagierten der KAB zwei Infotische aufgebaut, mit denen sie die Passanten dazu aufforderten, am “größten Sinn-Puzzle der Welt“ mitzuarbeiten. Diese ließen sich gerne auf das Thema ein und formulierten sehr individuell, was sie unter „sinnvoll leben“ verstehen.

30.04.2014

Autor aus Bangladesch informiert über dramatische Armut

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem schrecklichen Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch mit hunderten Toten lud die KAB Donauwörth zu einer interessanten Autorenlesung ein. Jabber MD. Abdul aus Bangladesch schilderte aus seinem Buch „Die Geschichte der Goldenen Frauen" Passagen zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Bangladesch.

Dabei sprach er auch die Arbeitsverhältnisse in den Textilfabriken in Bangladesch an und von den immer noch sehr schlecht bezahlten Arbeiterinnen. Er selbst sehe in seinem Land Bangladesch, wie wichtig es sei, dass Personen eine Schulausbildung absolvieren, bevor sie ins Arbeitsleben gehen. Deswegen sei er so engagiert und habe in Bangladesch Schulen gegründet. So möchte er dazu beitragen, dass Kinder aus unterschiedlichen Schichten und verschiedenen Religionen gemeinsam lernen können und so einen Weg aus der Krise der Armut finden. Durch den Verkauf seines Buches und seine Autorenreise quer durch Deutschland sei es ihm möglich, die Schulprojekte zu fördern.

Sehr beeindruckt von seinen Schilderungen zeigten sich Renate Starek (KAB-Vorsitzende), Michael Dudella (KAB-Bildungsreferent) und Daniela Plohmann (Vorsitzende des Soldiarität für Eine-Welt e. V. Donauwörth). Mitveranstalter war neben dem KAB-Kreisverband Dinkelsbühl / Donau-Ries der Eine-Welt-Laden Donauwörth.

29.04.2014

Beim Thema Leiharbeit erhitzen sich die Gemüter

Sehr kontrovers verlief das öffentliche Politikergespräch des KAB-Kreisvorstandes mit den beiden Bundestagsabgeordneten, Stefan Stracke (CSU) und Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD) am vergangenen Dienstagabend. Rd. 30 Personen verfolgten äußerst interessiert die Ausführungen beider Politiker, die die Regierung auf einen guten Weg wissen wollten, Schritt für Schritt soziale Ungerechtigkeiten abzubauen. Dem widersprachen die meisten Anwesenden vehement und forderten die Politikvertreter auf genauer und differenzierter auf die Herausforderungen zu blicken. „Leiharbeit sei in keinster Weise ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt, sondern vielmehr ein Mittel Arbeitnehmer einem verstärktem Druck auszusetzen und den Kündigungsschutz auszuhebeln!,“ entgegnete Werner Gloning vom DGB. Ein anderer Gast erzählte, wie Leiharbeiter als Arbeitnehmer 2. Klasse behandelt werden und schutzlos ausgeliefert sind.

Die drohende Altersarmut vieler Bürger werde mit keiner erkennbaren Maßnahme abgewendet, denn Arbeitsverhältnisse mit gesetzlichem Mindestlohn führen ebenfalls in die Altersarmut. Die Annahme, dass die Schaffung von neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, die wirksamste Maßnahmen gegen Altersarmut sei, sahen die Teilnehmer eher skeptisch und als unrealistisch an.

Einig war man sich, dass die Novellierung der Mütterrente, sowie die geplanten Veränderungen bei der Erwerbsminderungsrente und im REHA-Bereich, erste richtige Schritte seien, wenngleich die Finanzierung der Mütterrente aus Beitragsmitteln auf massives Unverständnis traf. „Die gesellschaftliche Leistung der Mütter ist so enorm, dass diese auch von allen getragen und honoriert, sprich dass dies ausschließlich durch Steuerbeiträge finanziert werden muss!“, sagte der moderierende KAB-Sekretär Kai Kaiser.

Viele Besucher der Veranstaltung schüttelten den Kopf, weil sie den Eindruck hatten, dass die konkreten Lebenserfahrungen der Menschen, wie etwa die der Leiharbeiter oder die der nur befristet Beschäftigten, nicht von den Politikern registriert werden, sondern vieles schön geredet werde, um letztendlich den Koalitionsfrieden nicht zu stören. Die echte Herausforderung liege im Blick auf die Verteilungsgerechtigkeit, meinte der Moderator des Abends abschließend. „So lange keine Umverteilung des Reichtums zugunsten der Mehrheit in unserem Land angedacht und verwirklicht wird, so lange wird bei den meisten Menschen das Gefühl herrschender sozialer Ungerechtigkeit existent bleiben!“, so Kai Kaiser

08.04.2014

Heftige Diskussion über Leiharbeit

Bei der Podiumsdiskussion  der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Aichach zum Thema "Wo bleibt die Würde des Menschen?" im Aichacher Pfarrzentrum konnte KAB-Vorsitzender Manfred Martin die Podiumsteilnehmer  KAB-Diözesanpräses und Leiter der KAB-Betriebsseelsorge Augsburg Erwin Helmer, Kreissekretär Michael Dudella und den Leiharbeiter Manfred (Familienname darf nicht genannt werden) von einem großen Augsburger Metallbetrieb und auch zahlreiche Besucher, darunter Altbürgermeister Heinrich Hutzler und einige Stadträte, begrüßen.

In der lebhaften Diskussion erzählte Manfred, dass er vor 7 Jahren Leiharbeiter bei 4 Betrieben war. War seine Arbeitskraft zu teuer, wurde er weitergereicht. Selbst bekam er als ehemaliger Industriemeister 6,60 € netto, seine Betriebe aber 35,00-50,00 €. In der Diskussion zeigte sich, dass Leiharbeiter schamlos ausgenutzt werden, sie trotzdem die volle Arbeitsleistung wie ein Festangestellter bringen müssen und sie wie moderne Nomaden herumgeschickt werden.

Diözesanpräses Erwin Helmer untermauerte in seiner Powerpoint-Präsentation die Leiharbeiterzahlen auch im Arbeitsamtbezirk Augsburg. Was man dagegen tun kann? Sich gegen diese prekäre (=ausbeuterische) Arbeit solidarisch in Leiharbeitertreffs zusammenschließen, sich an die Gewerkschaft oder die KAB wenden, den Betriebsrat einschalten, innerbetriebliche Lösungen finden und Besserung durch die staatliche Mindestlohnregelung zum 01. April 2015 erwarten.

Zum Schluss verteilte Kreissekretär Michael Dudella Puzzleteile , die unter dem Motto "Sinnvolles Leben" von den Besuchern beschriftet werden konnten, um dann in einem großen Stadion in Deutschland mit beim größten Puzzle der Welt mit 40.000 Einzelteilen integriert zu werden.

25.03.2014

Projekt GPS findet mit Podiumsdiskussion großen Zuspruch

Foto oben v. links. n. rechts: Josef Göppel (CSU), Carsten Träger (SDP), KAB-Präses Erwin Helmer, IG Bau Gewerkschaftssekretär Hans Beer

Für Dinkelsbühl ist es eine Seltenheit ein Podium mit zwei Bundestagsabgeordneten, einem Gewerkschaftssekretär und einem Vertreter eines Sozialverbandes zu haben. So beurteilten dann auch die Besucher einer Podiumsdiskussion zum Thema „Armut in einem reichen Land“ diese Veranstaltung als sehr interessant und kurzweilig.

Auf dem Podium nahm der CSU-Bundestagsabgeordnete Josef Göppel so manche Notiz mit für seine Arbeit in Berlin. Er unterstrich auch, wie wichtig es für ihn ist, nicht nur die Ballungsgebiete sondern auch den ländlichen Raum zu stärken und somit der Armutsgefahr in strukturschwächeren Gebieten entgegen zu wirken.

Carsten Träger, ein relativ junger Bundestagsabgeordneter für die SPD in dieser Region zuständig und in Fürth zu Hause, unterstrich die Notwendigkeit der Einführung eines Mindestlohns. Auch Erwin Helmer, KAB-Diözesanpräses aus Augsburg, stimmte dem zu und schilderte aus seinem Gebiet die Praktiken von Unternehmen die versuchten keinen Tariflohn mehr zu zahlen. Prekäre Arbeitsverhältnisse führen auch hier immer wieder zur Armut. Dem schloss sich auch IG Bau Gewerkschaftssekretär Hans Beer aus Ansbach an, der auch die Werkverträge verurteilte, die nochmals ein schlechteres Einkommen als die Leiharbeit für arbeitende Menschen bedeuteten.

Neben der Altersarmut ging Moderator Thomas Deuter aus Nördlingen auch auf die Wohnungsnot ein. Eine Studentin aus dem Publikum berichtete, dass sie sich einen Studienplatz in München nicht leisten könne und deswegen eine andere Universität wählen musste. So zeigte sich an diesem Abend auch an den vielen Wortmeldungen von den rund 50 Besuchern ein hoher Diskussionsbedarf zum Armutsthema.

Die Mitglieder des Projekts Gerecht-Politisch-Sozial (GPS) Dinkelsbühl, von denen diese Podiumsdiskussion veranstaltet wurde, sind mit dem Ergebnis und dem Zuspruch voll zu frieden. Eine gelungene Projektarbeit die unter der Marke „Gehzeiten“ im KAB-Diözesanverband Augsburg geführt wird.

11.03.2014

Weitere Unterschrift unter Augsburger Sonntagskontrakt

Augsburg, den 11.03.2014 (pz) In Thomas Lis von der AfD hat in diesen Tagen ein weiterer Anwärter auf den Augsburger OB-Sessel seine Unterstützung für die Position der Sonntagsallianz zum Ausdruck gebracht. "Als selbstständiger Unternehmer kenne ich die Situation der kleinen Gewerbetreibenden und werde daher eine weitere Ausweitung der Sonntagsöffnung nicht unterstützen." sagte er vor seiner Unterschrift. Er freute sich über den breiten Konsens in dieser Sache und zeigte sich zuversichtlich, dass es hier nicht zu einer weiteren Ausdehnung kommen werde.

25.02.2014

Unterschiedliche Reaktionen auf Sonntagskontrakt

Augsburg, den 26.Februar 2014 (pz) Die regionale Allianz für den freien Sonntag lud in diesen Tagen alle Spitzenkandidaten der Parteien zur Augsburger Kommunalwahl ein. Ziel war es, von allen eine Unterschrift unter den Sonntagskontrakt zu bekommen. Die Unterzeichner versprachen, sich für die Beibehaltung der aktuellen Anzahl von verkaufsoffenen Sonntagen ebenso einzusetzen wie für sozialverträgliche Arbeitsbedingungen zu diesen atypischen Arbeitszeiten. „Wir halten es für wichtig, jetzt dafür zu werben, weil das Thema in der kommenden Legislaturperiode auf der kommunalen Agenda steht.“ stellte Peter Ziegler von der KAB Augsburg stellvertretend für die Allianz den Hintergrund der Aktion dar.

Auf große Unterstützung traf das Ansinnen bei den Grünen und der ödp, deren Kandidaten auch zur offiziellen Unterzeichnung erschienen waren. Christian Pettinger betonte, die ödp stehe schon immer für das Ziel der Entschleunigung und die gemeinsame freie Zeit in der Familie: „Der Sonntag ist ein Zeitanker in der Woche, den wir der Familie reservieren wollen.“ Daher könne er sich auch sehr gut vorstellen, die bestehenden Marktsonntage auch noch abzuschaffen. So weit gehen wollte Reiner Erben von den Grünen denn doch nicht: „Die Lebens- und Einkaufsgewohnheiten haben sich sehr verändert. Dennoch kaufen die Leute nicht mehr ein – es verlagern sich lediglich die Zeiten des Einkaufs.“ Daher hält auch er die aktuelle Situation für ausreichend, wenngleich ihn das „Brimborium um den verkaufsoffenen Sonntag“ nerve.

Auch Dr. Stefan Kiefer outete sich „als Christ und als SPD-Mitglied“ als engagierten Sonntagskämpfer. Er sei sehr gerne gekommen, um den Kontrakt zu unterschreiben, wenngleich er zugestand: „Als Oberbürgermeister dieser Stadt werde ich auch nicht alle verkaufsoffenen Sonntage abschaffen können.“ Das gehe allein in einer konzertierten Aktion, an der sich alle Gemeinden im Umkreis beteiligen. Für ihn persönlich sei dieser Tag eine Art Auszeit nach einer langen Arbeitswoche. OB Dr. Kurt Gribl war es leider nicht möglich, persönlich zur Unterzeichnung zu kommen, weil er auf der Personalversammlung der Stadt weilte. Schriftlich teilte er aber mit, dass er auf Landesebene derzeit keinerlei Veränderungsbemühungen erkennen könne. Im Übrigen sei er der Meinung, dass „eine weitere Ausweitung – egal ob bei der Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage oder bei den sogenannten Shoppingnights – nich
t notwendig ist.“

Die anderen angeschriebenen Kandidaten haben sich nicht gemeldet. „Wir bedauern es, dass es Kräfte in dieser Stadt gibt, denen der Schutz des arbeitsfreien Sonntags offensichtlich nicht wichtig genug sei, um wenigstens eine Verhinderung an der Teilnahme zurückzumelden.“ bedauerte Wolfgang Peitzsch vom DGB. Weder von Pro Augsburg, den Freien Wählern, der FDP oder der AfD noch von der Linken sei eine Reaktion eingegangen.

Nachtrag: Mit 25 Stunden Verspätung hat nun auch noch der 3. Bürgermeister Peter Grab (Pro Augsburg) einen unterschriebenen Kontrakt gefaxt!

OB-Kandidaten von SPD, Grüne und ödp unterschreiben Augsburger Sonntagskontrakt – Gribl unterstützt Grundanliegen; andere Bewerber melden sich nicht einmal

 

19.02.2014

GPS Dinkelsbühl packt heißes Eisen an

Bild: Engagierte aus dem Projekt GPS – Dinkelsbühl (v.l.n.r.) Wolfgang Meyer, Michael Dudella, Klaus Gröner, Thomas Hoffmann, Wolfgang Drexler, Christiane Bahlert, Christina Kamm

Die Gruppe Gerecht-Politisch-Sozial in Dinkelsbühl, die im Rahmen des Geh-Zeiten-Projekts in der KAB-Augsburg entstanden ist, packt jetzt mit einer Podiumsdiskussion ein heißes Eisen an. Das Thema Armut, dass durch andere politische Themen oft verdrängt wird, soll bei einer Podiumsdiskussion die Menschen im unterfränkischen Raum aufrütteln.

Dazu hat die GPS-Dinkelsbühl ein hochkarätiges Podium zusammengestellt: Die Bundestagsabgeordneten Josef Göppel (CSU) und Carsten Träger (SPD), KAB-Diözesanpräses und Betriebsseelsorger Diakon Erwin Helmer sowie der IG-Bau Gewerkschaftsreferent Hans Beer.

Als Schwerpunkte sollen an diesem Abend die Altersarmut, die Leiharbeit sowie Werkverträge und Minijobs sowie steigende Mieten unter die Lupe genommen werden. Moderiert wird die Veranstaltung von Thomas Deuter aus Nördlingen.

Einladungsplakat

Auch weiter entfernt wohnende Interessierte sind herzlich eingeladen am Dienstag, 25. März 2014 in die Gaststätte Wilder Mann in Dinkelsbühl

 

 

11.04.2014

Verantwortliche im Kreisverband einen großen Schritt voraus

Geistig auftanken konnten die ehrenamtlich Engagierten in den KAB-Kreisverbänden Dinkelsbühl / Donau-Ries und Donau-Paar beim Seminar „Tankstelle für Verantwortliche“. Referent Georg Frericks, von der MDG (Medien-Dienstleistungs-GmbH)-München führte hier systematisch und sehr verständlich in die vom Verband der Diözesen Deutschlands in Auftrag gegebene Sinus-Milieu-Studie ein. Die Teilnehmer erkannten hierbei, dass es nicht nur wichtig ist neue Projekte und Angebot der KAB zu starten, sondern sie zielgerichteter auf ein Milieu auszurichten.

 Erstmals in der Diözese Augsburg wurden hatten dabei auch Ehrenamtlichen die auf die Pfarrei zugeschnittenen Auswertungen verwendet. Hier zeigten sich viele überrascht, welche Bereiche von „Milieu-Gruppen“ bei der Werbung dabei bisher vernachlässigt worden. In den beiden Kreisverbänden wollen die Ehrenamtlichen nun verstärkt mit den Ergebnissen der Milieu-Studie und den ausgewerteten Karten der Diözese Augsburg arbeiten. KAB-Kreispräses Sebastian Klaus aus Dürrwangen dankte den Engagierten bei einem Gottesdienst für ihre Arbeit. Sehr zufrieden mit dem Ablauf der Tankstelle war auch Kursbegleiter Michael Dudella, der am Abend mit Hilfe einer Zeitreise die Wünsche an eine zukünftige KAB der Teilnehmer analysierte und die Weiterarbeit in den Kreisverbänden an der Milieu-Studie sehr begrüßte.

„Ortsverband in Altenstadt 50 Jahre jung!“

„Mitarbeit in der KAB hält jung“ – diesen Eindruck konnte man beim Jubiläum in Altenstadt gewinnen, wenn man die Gründungsmitglieder des Ortsverbands sah. Immerhin sieben der acht Männer, die am 4.11.1963 den Ortsverband aus der Taufe gehoben hatten, konnten vom Ortsvorsitzenden Hermann Reich eine Ehrung entgegennehmen. Auch der damalige KAB-Sekretär Ernst Olbricht, der als "Geburtshelfer" fungierte, konnte begrüßt udn geehrt werden.

Vorher hatte Diözesanpräses Erwin Helmer bei der Predigt im Festgottesdienst einen Blick zurück getan und herausgestellt, wie aktiv die Betriebsarbeit des Ortsverbands in den vergangenen Jahren war.

Beim Festakt zeigte dann Diözesansekretär Peter Ziegler in seiner Festrede die Herausforderungen einer Arbeitnehmerbewegung in Gegenwart und Zukunft auf und machte deutlich, dass sich eine Bewegung wie die KAB noch lange nicht überlebt habe. Nicht nur beim Thema Altersarmut, sondern auch hinsichtlich der Ausbreitung prekärer Arbeitsverhältnisse wartet die Politik dringend auf die Positionen der KAB. Er zeigte sich zuversichtlich, zum 75.Jubiläum wiederkommen zu können...

Am Nachmittag begeisterten dann ein Zauberkünstler die kleinen Gäste, Hermann Reich mit einem Rückblick die größeren und das Kuchenbuffet alle Anwesenden. Alle, denen bei diesen vielen Angeboten ein wenig der Sinn nach Ruhe stand, konnten sich in die Ausstellung zur Chronik des Ortsverbands vertiefen.

Neue Telefonummern

Die Telefonnummern in den Dienststellen der KAB-Kreisverbände Augsburg-Stadt und Land (Alfred Brendle), sowie Dinkelsbühl / Donau-Ries und Donau-Paar (Michael Dudella) ändern sich ab Freitag, 15. November 2013.

Bitte benutzen Sie zukünftig nur noch folgende Nummern:

Michael Dudella: 0821/3166 3523

Alfred Brendle: 0821/3166 3520

Sekretariat

Frau Krzywon: 0821/3166 3521

Frau Bichler: 0821/3166 3522

Liegestuhlaktion auf Katholisch1.tv und Augsburg.TV

Diözesanweit ist jetzt ein Fernsehbeitrag einer KAB- Liegestuhlaktion „Gott sei Dank, es ist wieder Sonntag“ zu sehen. Die „Sonntag-Liegestuhl-Aktion“ aus Neuburg (Donau) – initiiert von der Projektgruppe Gerecht-Politisch-Sozial (GPS) Neuburg und der Sonntagsallianz Neuburg - zieht mittlerweile bundesweite Kreise. Die Verantwortlichen kamen jetzt auf die Idee, Prominente in Neuburg ihre Sicht zum arbeitsfreien Sonntag ausdrücken zu lassen. Dies alles in der herrlichen Kulisse des Donaukai mit den aufgestellten Sonntagsstühlen und vor laufender TV-Kamera.

Eingeladen zu dieser Aktion war ein TV-Team von katholisch1.tv. Der Beitrag ist jetzt auch über katholisch1.tv online und wird am So, 10. November um 18.30 Uhr über TV Augsburg – innerhalb der Magazinsendung von katholisch1.tv - gesendet. Für die Verantwortlichen des Projekts GPS und der Sonntagsallianz Neuburg ist es sehr erfreulich, dass diese Aktion mittlerweile im gesamten Bundesgebiet bekannt ist. So werden die einhundert Liegestühle immer wieder zu Veranstaltungen, Flashmobs und Aktionen verliehen. Einsatzgebiete waren beispielsweise Freiburg, Frankfurt (Main), Nürnberg, Ingolstadt, Weilheim (Oberbayern), Mindelheim (Allgäu), Dinkelsbühl oder auch Stuttgart. Weitere Informationen zum Entleih gibt es im KAB-Sekretariat 0821-3152-195.

http://www.youtube.com/watch?v=-8TOfh5vrTo

oder:

http://www.katholisch1.tv/index.php/kath1/%28darstellung%29/video/%28beitrag%29/9262

Glaubhaft leben - Kirchenkonzert mit Siegfried Fietz

In der PDF finden Sie die Einladung zum Konzert!

15.10.2013

Promis bei Sonntagsaktion in Neuburg

Die Idee der Gruppe Gerecht-Politisch-Sozial (GPS) Neuburg im KAB-Kreisverband Donau-Paar und der Sonntagsallianz Neuburg wurde schon oft im gesamten Bundesgebiet umgesetzt: 100 Liegestühle mit der Aufschrift „Gott sei Dank, es ist wieder Sonntag“ hatten die Organisatoren angeschafft und schon oft verliehen.

Jetzt wurden in Neuburg am Donaukai auch wieder Liegestühle aufgestellt, diesmal aber mit einer anderen Aktionsidee: Prominente Personen konnten vor laufender Kamera ihren Wert des Sonntags schildern und bekunden, wofür sie eintreten. Der christliche Fernsehsender Katholisch1.tv führte an diesem Tag vor der herrlichen „Sonntags-Stuhlkulisse“ am Donaukai Interviews mit den Promis vor Ort.

So waren unter anderem der Neuburger Landrat Roland Weigert, Neuburgs stellvertretender Bürgermeister Heinz Enghuber, der katholischen Dekan Werner Dippel, der katholischen Stadtpfarrer Herbert Kohler, die evangelische Pfarrerin Dr. Anne Stempel-de Fallois, sowie Referent für Gemeindeentwicklung Dr. Thomas Wienhardt. Die Dekanatsratsvorsitzende Barbara Nauderer organsierte Jugendliche einer Trachtengruppe, die rote T-Shirts mit der Aufschrift „Gott sei Dank, es ist Sonntag“ trugen.

Auch an die kleinen Passanten war gedacht: es gab Gummibärchen in Tüten mit dem Slogan für den arbeitsfreien Sonntag. Trotz des relativ kalten Herbstwetters blieben etliche Passanten stehen und nutzten die Möglichkeit zum Verweilen in den Liegestühlen. KAB-Bildungsreferent Michael Dudella dankte den beteiligten für die Mithilfe bei der einmaligen Aktion in Neuburg und freute sich über den reibungslosen Ablauf.

25.09.2013

Soziale Gerechtigkeit statt Bankenrettung!

Vor der Bundestagswahl gingen in ganz Deutschland tausende Aktivisten vom Bündnis „umfairteilen“ für eine soziale und gerechte Steuerpolitik auf die Straße. Der KAB-Kreisverband Ammer-Lech beteiligte sich in einem lokalen Bündnis an zwei Aktionen in Weilheim und Penzberg.

Durch Steuergeschenke für Reiche und Rettungspakete für Banken wurde immens viel Geld ausgegeben, das den öffentlichen Kassen für gemeinnützige Aufgaben fehlt. Das Bündnis „umfairteilen“ prangert die ungerechte Steuerpolitik und Vermögensverteilung in der Gesellschaft an und tritt für eine dauerhafte Vermögenssteuer sowie eine einmalige Vermögensabgabe der Reichsten ein. Mit dem Geld könnten dringende öffentliche Investitionen z. B. für Bildung, bezahlbaren Wohnraum oder menschenwürdige Pflege finanziert werden.

In Weilheim und Penzberg verteilte die KAB zusammen mit Vertretern von attac, DGB und VdK an die Passanten Flyer in Form von 500-Euro-Scheinen, um auf die Unterschriftenkampagne von „umfairteilen“ aufmerksam zu machen. An den verschiedenen Parteiständen diskutierte die Gruppe mit den jeweiligen Kandidaten für die Bezirkstags-, Landtags- und Bundestagswahl.

09.09.2013

Wandern im wilden Osten

„Das hätte ich mir ohne Gruppe nicht zugetraut und ich bin stolz auf mich“, so eine Teilnehmerin des „Besinnlichen Wandern“ im Elbsansteingebirge.

An fünf Tagen hieß es für die Wanderer in dieser einmaligen wilden Landschaft des Ostens, auch so manche Leiter zu erklimmen und dann freudig die Natur zu genießen. „Geschenkte Zeit – verschenkte Zeit“ war das Thema mit dem sich die Gruppe bei diesen Wanderungen mit dem Urlauberpfarrer Johannes Johne beschäftigte. Er führte die Wanderer auch auf den schönen Strecken zu den sehenswerten Aussichtspunkten. Teils ging es dabei an schroffen Felsen vorbei, dann hieß es wieder den schönen Blick auf die Elbe zu genießen. Überrascht waren alle, von dieser schönen abwechslungsreichen Landschaft. Täglich konnten dabei schöne Heilige Messen mit Pfarrer Johne gefeiert werden. Seine unkomplizierte, humorvolle Art trug mit zur Motivation der Wegstrecken bei.

Vor den täglichen Wanderungen, die eine Wegstrecke von über 15 Kilometer und etliche Steigungen beinhalteten, gab es von Bildungsreferent Michael Dudella jeweils einen Tagesimpuls und am Abend setzte man sich zu einer „Tagesernte“ zusammen.

Begeistert waren die eifrigen Wanderer auch von einem Ausflug am Abend nach Dresden. Hier führte in lockerer Atmosphäre die ehemalige CAJ-Sekretärin Adrienne Höfgen durch die historische Stadt. Die Stimmung in der Gruppe war auch am Abreisetag sehr gut: bis zum gemeinsamen Ziel Augsburg wurden im Zug geistliche sowie Wanderlieder gesungen. Viele Teilnehmer, die zum ersten Mal dabei waren freuen sich schon auf das Besinnliche Wandern im nächsten Jahr zum Kloster Drübeck im Harz.

15.10.2013

Bittlinger begeistert in Oettingen

Ökumenisch bunt gemischt ging es in der evangelischen Stadtkirche St. Jakob in Oettingen zu. Grund war das Konzert der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Kreisverband Dinkelsbühl / Donau-Ries und der Ortsgruppe Oettingen mit dem chrislichen Liedermacher Clemens Bittlinger und seiner Crew. Als eine Art Lebenshilfe kann man dabei die Lieder von Bittlinger verstehen, die er mit dem Gitarristen Adax Dörsam und am Perkussion David Kandert präsentierte.

So waren es deutliche Botschaften, die der evangelische Pfarrer Bittlinger dem Publikum sanft rüber brachte. Das Programm „Bitte freimachen“ forderte denn auch auf, „schenk deinen Träumen doch Flügel, lebe und zieh mit dem Wind“. Freihet bedeute für den begnadeten Musiker Bittlinger auch, sich beispielsweise frei zu machen von nächtlicher Gedankenwälzerei. „Werft alle Sorgen auf ihn“ zieierte er die Emfphlung von Petrus für christlich geprägte Menschen. Zudem rief er dazu auf, Menschen nicht zu spät Wert zu schätzen. „Es gibt Menschen, die tun einfach gut“. Seine Lieder waren dabei mal rockig-fetzig, mal einfühlsam. Aber auch bei seinen – teilweise bissigen – Kommentaren nahm er kein Blatt vor dem Mund: „Wenn ein Moslem fünfmal am Tag zu seinem Gott betet, fleht er um den Frieden in der Welt.“. Sein Fazit zu so manchem kritischen Thema lautet: „Aus der Nähe stellt sich manches anders dar“. Bittlinger sprach auch die KAB-Aktivitäten in puncto Sonntagsschutz an. Er nannte die Zunahme der verkaufsoffenen Sonntage eine Tragödie und rief zur Verteidigung „eines der letzten Paradiese“ auf. Musikalisch hieß seine Antwort darauf: „Mein Sonntag ist das ferne Läuten, die Glocken laden ein, mein Sonntag gibt mir Möglichkeiten, einfach Mensch zu sein“.

Nicht zuletzt beim Lied „Aufstehen aufeinander zugehen“ sang das Publikum kräftig mit und blieb nicht mehr auf den Plätzen sitzen. Mit dem Segenslied „Sei behütet“ beendete Bittlinger sein Konzert, bei dem bei den vielen Besuchern eine große Begeisterung für seine Botschaften zu spüren war. Zum Gelingen dieses Konzertes trug sicherlich auch die Shalom-Gruppe aus Bopfingen bei. Seit über 10 Jahren tritt diese professionelle ökumenische Chorgemeinschaft immer wieder mit Bittlinger auf. Für die KAB im Kreisverband Dinkelsbühl / Donau-Ries heißt es nach dem Konzert nun: „Es ist wieder vor dem Konzert“. Auf Grund des guten Erfolges möchte man in zwei Jahren wieder ein Konzert veranstalten.

05.08.2013

KAB im Max-Planck Institut in Greifswald

Donauwörth, 5. August 2013 (tl): Frohgemut fuhr eine Gruppe mit 23 Teilnehmern mit dem Zug von Donauwörth nach Greifswald. Nach fast neun stündiger Fahrt mit nur einem Umstieg kamen wir bequem in Greifwald an. Das prägende an dieser Studienfahrt war die Begegnung mit den Menschen vor Ort, was auch wieder zum besseren Verständnis zwischen Ost- und West beitrug. So war es spannend aus der Geschichte der Kolping-Gruppe Greifswald zu hören, die auch zu DDR-Zeiten als Kolping-Familie existierte. Erst nach der Wende hatte die KAB die Möglichkeit Gruppen in Ostdeutschland zu gründen. Interessant auch die seelsorgerische Arbeit des katholischen Geistlichen für die Insel Usedom. Überrascht waren wir auch von der Größe des Max-Planck Institutes Greifswald und deren Forschungsarbeit. Die Tage im Einzelnen:

Der erste Tag vor Ort war ein Genuss für Frühaufsteher mit dem Frühstück um 6.45 Uhr. Um 8.00 Uhr feierten wir eine heilige Messe in der St. Josefs-Kirche in Greifswald. Anschließend holte uns das Kirchenmitglied Stefan Fassbinder ab zu einer Stadtführung in Greifswald. Es ist ein schönes altes Städtchen mit 58.000 Einwohnern, davon 14.000 Studenten. Greifwald ist geprägt von der Universität die 1431 schon gegründet wurde. Schön sind der Markplatz, der Stadtwall mit Stadtmauer, der Dom, die Marienkirche, dem alten Hafen. Am Nachmittag fuhren wir zum Max-Planck-Institut. Hier wurden wir von einem Doktoranten in die Materie der neuesten Forschung der Erzeugung von erneuerbaren Energie der nächsten 50 Jahre eingeführt. Die anschließende Führung war für uns sehr interessant. Nach dem Abendessen wurden von der Kolpingfamilie zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen.

Einen Tag ging es mit dem Zug zum Seebad Heringsdorf. Am Bahnhof empfingen uns der katholische Pfarrer Polossek und von der evangelischen Kirche der Kirchenvorstand Herr Heinrich Karstaedter. Zuerst schauten wir die neu erbaute katholische Kirche an. Anschließend gingen wir zur evangelischen Kirche und wir durften sogar auf das Dach des Seitenschiffes um die schöne Aussicht des Strandes zu genießen. Nachmittags ging es auf der Strandpromenade von Heringsdorf nach Ahlbeck. Herr Karstaedter erzählte uns viel über die Villen.

Ein besonderes Highlight war sicherlich auch der Besuch von Peenemünde auf Usedom. Es war ein großes Sperrgebiet im 2. Weltkrieg und zur DDR-Zeit. Wir besichtigten das U-Boot U 461. Wir waren alle sehr beeindruckt über die Enge, in der die Marinesoldaten leben mussten. Nun ging es zu der Führung durch das historisch-technische Museum HTM von Peenemünde. Hier erfuhren wir viel über das Leben von Werner von Braun, der hier die Raketen U1 und U2 für den 2. Weltkrieg entwickelte. Die vielen Aussagen der Zeitzeugen dieser Zeit gingen einem schon unter die Haut. Hier wurden auch viele Zwangsarbeiter eingesetzt. Das große Heizkraftwerk wurde so gebaut, dass es von den Flugzeugen im 2. Weltkrieg nicht gesehen werden konnte. Zurück nach Züssow. Hier fand eine Zusammenkunft mit dem katholischen Pfarrer Olaf Polossek in der Begegnungs- und Familienstätte St. Otto „Mehr am Meer“ statt. Auch wir vom Süden könnten hier Urlaub machen. Es liegt ca. 600 Meter vom Strand entfernt in einem Pinienwald.

Auch ein besonderes Ziel in der Nähe der Insel Rügen stand auf dem Programm. Mit dem Zug fuhren wir auf die Insel Rügen nach Lauterbach Mole. Von hier aus fuhren wir mit dem Schiff zur Insel Vilm. Bis zur Wende war die Insel Sperrgebiet. Auf der Insel waren Ferienhäuser für die Minister und ihre Angehörigen. Heute ist darin eine Arbeits-Forschungs- und Informationszentrale der internationalen Naturschutzbehörde. Die Insel hat einen alten Baumbestand und über 300 Arten von Farn und Blumen. Aber auch Tausende von Schnaken, die auf uns warteten. Am Nachmittag fuhren wir nach Bergen. In Putbus besuchten wir den Circus, den schönen alten Schlosspark und die Orangerie mit ihrer Schlosskirche. Nach den Inselfahrten hieß es ganztägig Greifswald zu erkunden. Vom Rubenow-Denkmal führte uns ein Student zu einem „556 Jahren Universitätsgeschichte-Rundgang“. Wir besuchten die Galerie der Professoren, den herrlichen Sitzungssaal, der auch heute noch zu besonderen festlichen Anlässen genutzt wird. Die Arrestzelle der Studenten war für uns auch sehr interessant. Am Nachmittag fuhren wir nach Wiek. Besichtigung der großen Zisterzienser-Klosterkirchen-Ruine Eldena. Anschließend gingen wir über die Zugbrücke zu dem schönen Fischerdorf mit den reetgedeckten Häusern. Die sympathische evangelische Pastorin Beate Mahlburg zeigte uns ihre Kirche. Die Abende verbrachten wir meistens gemütlich zusammen im Hotelgarten oder am Hafen bei vielen jungen Leuten.

Am Tag der Heimfahrt hatten wir am Vormittag noch einen Besuch im Caspar-David-Friedrich-Zentrum. Hier sahen wir auch einige Bilder von dem Maler C-D-Friedrich, die er im Urlaub von der Klosterruine Eldena gemalt hat. Nach rund 9 Stunden Zugfahrt waren wir wieder zu Hause. Danke an Michael Dudella für die schöne Studienfahrt mit den vielen Begegnungen der Leute vor Ort, die eine Bereicherung darstellten.

02.08.2013

KAB Penzberg hat auch in diesem Jahr am Ferienprogramm der Stadt Penzberg teilgenommen

 Auch im Jahr 2013 beteiligte sich die KAB Penzberg amFerienprogramm der Stadt Penzberg. Das Motto war diesmal "Die „Säubachpiraten“ sind unterwegs". Achtzehn Kinder, zwischen sechs und neun Jahren, nahmen in diesem Jahr teil. Die Kinder absolvierten in drei Gruppen sieben Stationen im Stadtgebiet.

Zu Beginn wurde den Kindern eine Piratengeschichte vorgelesen. An einer Station mussten die Kinder einen Seemannsknoten machen. An der zweiten Station war die Geschicklichkeit der Kinder gefragt. Aus zwei Kissenbezügen mit jeweils zehn Gegenständen mussten die Kinder jeweils die gleichen Gegenstände ertasten. An der dritten Station waren Goldklumpen (angemalene Steine) aus dem Wasser zu holen. Eine weitere Station war der Kanonenweitwurf. In einer Wiese wurden drei verschieden große Kreise aufgezeichnet. Die Kinder mussten Kugeln in die Kreise werfen. Anderswo mussten mit einem Fernrohr Gegenstände entdeckt werden. An der sechsten Station waren Strandkrabben vorher da. Die Piraten waren gemütlich am Strand gesessen und haben dabei nicht bemerkt, dass ganz viele Krebse zum Strand gekommen waren. Mit Hilfe eines Hemdes und einer Hose konnten sie in den rettenden Urwald fliehen. Letztlich galt es vor dem Pfarrzentrum Christkönig in der Bahnhofstraße noch Goldtaler (Holzscheiben) aus dem Brunnen zu angeln.

Im Anschluss trafen sich die Kinder mit ihren Eltern noch zu einem Piratenessen im Garten neben dem Pfarrzentrum. Es wurden die Speisen und Getränke verzehrt, die beim letzten Überfall erbeutet wurden. Vielen Dank an alle, die heuer die Veranstaltung vorbereitet und durchgeführt haben. Vor allem Dank auch an die, die teilgenommen haben.

08.07.2013

Delegierte aus Tansania zu Gast beim KAB-Ortsverband Seeg

Auf ihrer Reise zur WBCA-Weltversammlung in Haltern/Westfalen waren Jema Mapunda aus Songea und Frank Kavemba aus Morogoro zu Gast im Ostallgäu.

Mapunda ist Lehrerin an einer Secundar-Schule und ehrenamtliche Sekretärin im Diözesanverband Songea. Kavemba gründete 1999 ein Institut für Hotel.- und Gaststättenfachkräfte, die er, wenn sie den Abschluss geschafft haben auch vermittelt.

KAB Kreisvorsitzender Florian Paulsteiner tourte mit den Gästen durch den Kreis und zeigte ihnen das Krankenhaus in Füssen, den Baumwipfelpfad in den Lechauen, den Kindergarten in Seeg und natürlich auch einen Bauernhof. Mit dabei war das Ehepaar Barbara und Ewald Lorenz-Haggenmüller und Silvia Nerf-Kreitschy,  die bei der Gründung des Partnerschaftsprojektes des KAB-Diözesanverbandes in Songea in Tansania beratend dabei waren und bei dem Besuch als Dolmetscher fungierten.

Nach einem erlebnisreichen Tag, trafen die Gäste auf Mitglieder des Ortsverbandes, allen voran Pfarrer Alois Linder, der den Anwesenden nach einem Fragenaustausch und einer Grillparty den Segen spendete. Anni Wagner gab Jema und Frank eine KAB - Kerze des Ortsverbandes Seeg als Andenken mit auf den Weg, der sie über Kempten, Augsburg, München und Würzburg nach Haltern zum WBCA-Kongress führen wird.

24.06.2013

KAB-Informationsabend: Mit Genossenschaftsanteilen Steuern sparen

Unter dem Motto „Richtig Steuern" lud die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Penzberg zu einem Informationsabend mit der KAB-Referentin, Petra Reiter, aus Weilheim ein. Bei diesem Informationsabend stellte auch Martin Okrslar aus Ohlstadt die MARO Genossenschaft vor.

Bereits 2007 hat die KAB auf ihrem Bundesverbandstag Vorschläge zur Umgestaltung des Steuersystems gemacht. „Die Vorschläge zielen darauf ab", so die KAB-Referentin Petra Reiter, „erkannten Fehlentwicklungen entgegenzutreten und Alternativen anzubieten." Die Steuergerechtigkeit muss in Deutschland wieder hergestellt werden. Lasten und Leistungen müssen gerecht verteilt werden. Das Prinzip der leistungsorientierten Besteuerung unter Einbeziehung aller Einkommensquellen muss ausgebaut werden. Dazu gehört ein konsequent progressiver Steuertarif. Die Lasten müssen stärker als bisher über das allgemeine Steueraufkommen erbracht und dürfen nicht einseitig über Erwerbsarbeit finanziert werden.

„Fehlentwicklungen", so der Vorsitzende des Leitungsteams der KAB Penzberg, Michael Schmatz, „gibt es bei der Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen." Seit Anfang 2009 fließen Einkünfte aus Kapital und Zinsen nicht mehr in den persönlichen Steuersatz ein, sondern werden pauschal mit dem Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent besteuert. „Dies ist einerseits eine steuerliche Begünstigung gegenüber Einkünften aus Erwerbsarbeit und andererseits ein Bruch mit dem Prinzip der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit", so Schmatz. Begründet wurde dieser Schritt seinerzeit durch Bundesfinanzmister Peer Steinbrück mit dem Anspruch „25 Prozent von X seien besser als 42 Prozent von nix" womit er darauf hinweisen wollte, dass ohne diesen Entlastungschritt das Kapital in Steueroasen abfließen würde. „Die Besteuerung von Einkünften aus Kapital muss wieder nach dem persönlichen Steuersatz erfolgen", stellte Petra Reiter beim Informationsabend fest. Das bedeutet, dass Millionäre für ihre Zinseinnahmen wesentlich mehr Steuern zahlen müssen als gegenwärtig.

Im zweiten Teil des Informationsabends der KAB Penzberg stellte Martin Okrslar die MARO Genossenschaft vor. „Immer mehr Menschen interessieren sich", so Okrslar, „für gemeinschaftliche Wohnformen." Ob Mehrgenerationen-Wohnen, Pflege- oder Demenz-WGs, die neuen Wohnformen stehen für eine hohe Lebensqualität und soziale Einbindung – für jede Altersgruppe. Die MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen ist ein kompetenter Partner für Bürger und Kommunen in Bayern, die sich gemeinschaftliche Wohnprojekte in ihrer Region wünschen. So baut die Genossenschaft Wohnprojekte „nahe am Menschen", die das bieten, was viele auch seit Jahren von der Politik fordern. Viele Menschen wünschen sich eine hohe individuelle Lebensqualität bis ins hohe Alter.

In Weilheim werden in der südlichen Paradeisstraße zwei Wohngemeinschaften für Demenz für neun bzw. zehn Bewohner gebaut. Auf dem vorderen Teil des Grundstücks entsteht – in einem eigenen Gebäude – ein Projekt zum nachbarschaftlichen Wohnen. „Die MARO Genossenschaft bietet Anliegern die Möglichkeit", so Martin Okrslar, „sich durch das Zeichnen von Genossenschaftsanteilen am Bau der Wohngemeinschaft für Demenz in Weilheim zu beteiligen. Für den Anleger ergeben sich zahlreiche Vorteile: Der Erwerb von Genossenschaftsanteilen ist eine sichere Geldanlage für ein sinnvolles Projekt in der Region. Die Dividende ist mit vier Prozent ab Einzug kalkuliert. Mitglieder der Genossenschaft können Wohnraum für sich oder für nahe Angehörige mieten. Außerdem können damit auch Steuern gespart werden. Wer Wohnraum mietet, kann sich die Dividende steuerfrei von der Miete abziehen lassen. „Bis 30. September dieses Jahres können Bürger aus der Region Weilheim/Schongau", so Martin Okrslar, „noch Anteile zeichnen. Danach erfolgt eine überregionale Vermarktung der verbliebenen Anteile." 1.640 Anteile wurden zur Zeichnung freigegeben, das sind 820.000 Euro. Jeder kann sich beteiligen. Durch drei nicht verzinste Mitgliedsanteile in Höhe von insgesamt 1.500 Euro (3 x 500 Euro) erwirbt man eine Mitgliedschaft bei der Genossenschaft.


Von links nach rechts Petra Reiter (KAB-Referentin), Martin Okrslar (MARO Genossenschaft) und Michael Schmatz (Vorsitzender des Leitungsteams der KAB Penzberg)

24.06.2013

Wanderwoche im Zillertal

Der Kreisverband Kempten und Oberallgäu veranstaltete wieder eine Wanderwoche im Zillertal. 19 Frauen und Männer aus Kissing, Weilheim, Seeg und Kempten trafen sich bei strahlendem Sonnenschein in der Hotelpension Edenlehen in Mayerhofen, die viele Teilnehmende bereits von den Skifreizeiten kannten.

Der Anreisetag war seit vielen Wochen der erste schöne Tag. Deshalb nutzten einige sofort auch den bekannten Wandersteig nach Zimmereben. Hier wurde die Wandergruppe fröhlich begrüßt und es war ein angenehmer Auftakt für die Wanderungen der folgenden Tage.

So ging es mit der Seilbahn auf den Penken. Der Wettergott ließ uns den Panoramaweg bei trockenem und ordentlichem Wetter gehen.

Ein anderer Ausflug führte uns nach Häusling im Zillergrund und wir wanderten zur Bärenbadalm. Dort angekommen gab es eine Überraschung. Eine liebe Teilnehmerin hatte ihre „Steirische“ dabei und spielte am Nachmittag für uns auf. Auch die junge Wirtin und Franz Rieger halfen mit, den Nachmittag zünftig zu erleben.

In Fügen genossen wir den Fügener Kulturlehrpfad. Am Parkplatz Spieljochbahn war das erste Ziel die Marienbergkapelle mit Blick übers ganze Tal. Weiter ging unser Weg zum Naturlehrpfad – Putzatal – Zinglhäusl – Stollenberghof – Winklerhaus und Besuch der Pfarrkirche in Fügen. Dort erlebten wir das Mittagsorgelkonzert. Wir waren alle sehr begeistert von dem guten Spiel des Organisten und der ausgewogenen Wahl der Orgelstücke.


Am vorletzten Tag erwartete uns eine urige, 400 Jahre alte Hütte auf der Kotahornalm. Über die Gerlossteinalm wanderten wir gemütlich zurück zur Sonnalm. Am Abend erwartete uns dann im Hotel ein kulinarischer Genuss pur in Form eines Büfetts mit Harfenmusik.

Dann hieß es wieder Abschiednehmen. In der hoteleigenen Hauskapelle dankten wir gemeinsam im Gebet und mit Liedern für die erholsamen Tage.

Text:
Franz Rieger, Kempten

Fotos:
Franz Rieger, Arnold Stern, Hans Fink

17.05.2013

Weit in die Zukunft schauen konnten KABler von 60plus

 „Weit in die Zukunft schauen!", das konnte eine Gruppe von „60plus in der KAB" aus dem Allgäu, bei ihrem Besuch im deutschen Luft.- und Raumfahrtzentrum in Oberpfaffenhofen bei München. Dieser Standort ist neben dem Hauptsitz in Köln, an dem auch international Astronauten geschult werden, z. B. für das europäische Columbus-Labor der ISS Raumstation und anderen Missionen. In den beiden Kontrollzentren werden rund um die Uhr Satelliten gesteuert und der Kontakt zu den Astronauten in der ISS-Station gehalten. Somit ist Oberpfaffenhofen einer der wichtigsten, der 16 Standorte, die hier für die nationale Forschung tätig sind. 1 700 Mitarbeitern sind hier in Sachen Kommunikation und Navigation(das Projekt Gallileo soll bis 2018 voll fertig gestellt sein), Erdbeobachtungen (Klimaschutz) und bemannte Missionen tätig.

Die Teilnehmer konnten auch etwas über den „Müll am Himmel" erfahren, der in einer eigenen Flugbahn (dem sogenannten Satellitenfriedhof) die Erde umkreist und die „himmlische Kontrolle" die dafür notwendig ist.

Nach dem Mittagessen im Casino, bei dem noch viel über das Gehörte diskutiert wurde, bedankten Arno Sommer und Sekretär Wolfgang Seidler bei der PR-Leiterin Ulrike Markwitz mit einem Fair-Kaffee als Geschenk.

„Magische Kraft“ der Wieskirche

Zweifelsohne ist die Wieskirche ein Besuchermagnet: Wie die stellvertretende KAB-Kreisvorsitzende, Regina Weber aus Schrobenhausen, sich zur traditionellen Wallfahrt von Donau-Paar anmeldet, so handeln in diesem Jahr auch exakt 402 andere Frauen.

Von einer quasi magischen Anziehungskraft spricht denn auch in seiner Begrüßung KAB-Sekretär Michael Dudella, denn die reservierten sieben Busse reichten nicht aus. Monsignore Gottfried Fellner, Wallfahrtspfarrer der Wies, rief in seiner Predigt zu einer „Lebenshaltung des wachen Hinschauens, der Geduld“ sowie der Anteilnahme für die Ärmeren in der Gesellschaft auf. Hier sei Maria besonders im Wallfahrtsmonat Mai ein Vorbild für das KAB-Prinzip „Sehen-urteilen-handeln.“

Den festlichen Gottesdienst konzelebrierte Pater Jörg Thiemann, stellvertretender KAB-Diözesanpräses und Präses des KAB-Kreisverbandes Donau-Paar. Beeindruckt zeigten sich die KAB-Wallfahrerinnen neben der Schönheit der Wieskirche auch von einem besonderen Ereignis: An diesem Tag wurde der 275. Jahrestag der Übertragung des Wiesheilandes gefeiert. Neben der Stärkung der Seele wurde das Angebot zur Stärkung des Leibes und geselligen Austausches in den Gasthäusern rund um die Wies sehr gerne angenommen.

08.05.2013

„Macht die Klinik krank?"

Überforderung, zunehmende Angst vor Fehlern im ständig steigenden Stress, Kostendruck, Arbeiten am Limit, zunehmende Krankheitsquoten  des Pflegepersonals– von diesen Erfahrungen hören wir als Betriebsseelsorger/in in Gesprächen mit Betriebs- und Personalräten aus dem Pflegebereich. Deshalb ist die Frage, ob Klinik krank macht oder zumindest der Gesundheit derer schadet, die dort arbeiten, nicht ganz unberechtigt.

Um dem Kostendruck Herr zu werden, wird immer häufiger versucht, dem Gesundheitswesen Maßstäbe der Industrie anzulegen, ohne zu beachten, dass sich marktwirtschaftliches Denken eigentlich nicht mit therapeutischem Handeln vereinbaren lässt. „Es ist ein Skandal, am Elend kranker Menschen Geld verdienen zu wollen“ machte eine Ärztin ihrem Ärger Luft. Und es zermürbt, wenn eigentlich hoch motiviertes Personal, nicht so arbeiten kann, wie es erlernt wurde und sinnvoll ist, da nicht genug Leute und Geld zur Verfügung stehen. Es fehlt an Geld, Personal und Wertschätzung- diese drei wichtigsten Stichworte umschreiben das Ausmaß der Misere.

In einer Podiumsdiskussionin Ulm zum gleichen Thema erklärte der Vertreter der Gewerkschaft Verdi: „Wir müssen uns als Gesellschaft entscheiden, was uns Pflege wert ist!“

Die Situation an den Ulmer Kliniken stand auch im Mittelpunkt einer gemeinsamen Aktion von Betriebsseelsorge Ulm/ Neu-Ulm, KDA und evangelischer/ katholischer Klinikseelsorge zum 1. Mai 2013. Ein paar Tage vor dem Tag der Arbeit verteilten die Seelsorger/innen gemeinsam mit Helfer/innen (auch aus der KAB und CAJ) an die Beschäftigten aller Arbeitsbereiche „Sympathiekarten“ zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen. „Gut verbunden im Krankenhaus: Gesundheit für alle“ lautete die Überschrift des Kartengrußes. Im weiteren Text hieß es: „Ihr Einsatz wirkt täglich Not Wendendes und Gutes- unter zunehmend schwierigen Bedingungen.“ Diese Form der Wertschätzung kam gut an- viele freuten sich über den morgendlichen Gruß. „Der Mensch muss wieder mehr in den Mittelpunkt rücken“ fordert der örtliche Personalrat. Diese Aktion war hoffentlich ein kleiner Beitrag dazu. Als Betriebsseelsorge wollen wir weiterhin wenigstens punktuell den Menschen, die  im Pflegebereich arbeiten, zur Seite stehen.

Martina Berndt-Hoffmann, Betriebsseelsorgerin

05.05.2013

Allianz für den freien Sonntag zeigt in Immenstadt, wozu der Sonntag da ist

Der Verkaufsoffene Sonntag in Immenstadt lud richtig ein, mit Flash- und Walkmobs die Anliegen des „Freien Sonntags“ unters Volk zu bringen. „Hier liegen Sie richtig“ hatten die Geschäftsleute des Oberallgäuer „Städtle“ auf ihre Liegestühle geschrieben. Und Liegestühle hat die Allianz für den Freien Sonntag bekanntlich selber im Angebot.

Spontan hatten sich CAJ-ler, KAB-ler, Betriebsseelsorger und IG-Metaller getroffen und schlenderten mit Liegestühlen der Allianz und Infomaterial unterm Arm durch die Besucherströme des verkaufsoffenen Sonntags. An passenden Stellen ließen sie sich für ein paar Minuten in ihren Sitzmöbeln nieder und zeigten mit Transparent und Flyern, zu was der richtige Sonntag denn eigentlich genutzt werden sollte.

Die Sprüche auf den offen durchs Gelände getragenen Liegestühlen wurden von besonders vielen Sonntagskunden gelesen – und hoffentlich auch bis ins Gedächtnis durchgelassen...

"KAB-Stammtisch auf Maikundgebung" in Augsburg

Regen Zuspruch ernteten die Engagierten aus KAB und Betriebsseelsorge, die die Maikundgebung des DGB in Augsburg dazu nutzten, auf ihre Aktion zur Erhöhung des Spitzensteuersatzes hinzuweisen. Der eigens eingerichteteStammtisch motivierte doch den einen oder anderen dazu, sich näher mit dem Anliegen zubefassen. Etwa 250 Bierdeckel fanden einenAbnehmer.

Passend gewandet in traditioneller Tracht waren die Organisatoren erschienen, um ihren Stammtisch offiziell zu eröffnen. Mit einem Stammtisch „Zum (aus-)gefüllten Bierkrug/-deckel“ wiesen Bernhard Stappel von der Katholischen Betriebsseelsorge und Peter Ziegler von der KAB auf ihre Aktion zur Erhöhung des Spitzensteuersatzes in der Einkommenssteuer hin. Da das Aktionsmaterial ein Bierdeckel mit der Steuerforderung ist, entstand die Idee, den 1.Mai mit einem Stammtisch einzuläuten.

Naturgemäß traf das Anliegen bei den Anwesenden durchaus auf Unterstützung. auch wenn natürlich nicht alle Teilnehmer erreciht werden konnten, waren am Ende etwa 250 der Bierdeckel verteilt. Allerdings ergab sich mit den anwesenden Politikern auch die eine oder andere kontroverse Diskussion…

Wir sind alle Stadtmenschen … Arbeitnehmergottesdienst mit Weihbischof Florian Wörner

Bezugnehmend auf die Lesung aus der Offenbarung des Johannes aktualisierte Weihbischof Wörner beim Arbeitnehmergottesdienst des Kreisverbands in der Pfarrei St. Konrad die Vision der neuen Stadt, die vom Himmel auf die Erde herabkommt. Es wird eine Stadt sein, in der es keine Tränen mehr gibt – so die Bibel - und auch keinen Niedriglohn oder Leiharbeit, wie Weihbischof Wörner diese Stelle auslegte. Alle Menschen, die an Gott glauben und sich für die Nächstenliebe einsetzen, sind die Bewohner der Stadt und werden wie lebendige Steine dieser Stadt ein Gesicht geben. Der Bauplan dieser Stadt sei die Liebe.

Die weiteren Texte und Gebete des Gottesdienstes hatten ebenfalls die Anliegen der Arbeitsnehmer zum Thema. Finanzkrise und Lohndumping wurden in der Form einer Klage als Skandal bezeichnet ebenso wie das Hinauszögern einer umweltverträglichen Energiewende. Die CAJ betete für alle Jugendlichen um einen erfolgreichen Start in die Berufswelt, die ACLI für ausländische Arbeitnehmer um eine Heimat und Kontakte in der Ferne. Im Friedensgebet kam schließlich Papst Franziskus zu Wort: sein Gebet zum Segen „urbi et orbi“ zitierten die Frauen und Männer der KAB.

Bei der anschließenden Begegnung im Pfarrsaal nützen Weihbischof Wörner, Präses Karl Mair und viele der Gottesdienstbesucher die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Erwin Helmer wies auf die Herausforderungen in der Arbeitswelt hin und nannte mit Amazon nur eines von vielen Beispielen. Und in den Gesprächen am Tisch oder im Stehen wurde bereits so manche neue Idee ersonnen oder richtete sich der Blick auf die Veranstaltung des DGB zum 1. Mai.

24.04.2013

Frauentag der KAB Iller-Donau am 20.04.2013 - „Starke Frauen fallen nicht vom Himmel"

 „Was macht uns stark?" Das fragten sich die 40 Teilnehmerinnen des Frauentages, zu dem die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) ins Laurentiushaus, nach Thalfingen eingeladen hatte. Rund um die prall-bunten Nana-Figuren, die im Mittelpunkt des Geschehens standen , entfalteten sich am Samstag fröhliche Tänze, kurzweilige Aktionen, und lebendige Gespräche zu den Themen:

„Was stärkt mich in Familie, Gesellschaft, Arbeitsplatz und in der KAB?"

„Welche Stärken habe ich selbst, und wo kann ich sie einsetzen"?

Dabei kam etwas typisch Weibliches zur Sprache: Frauen leisten überdurchschnittlich viel, stellen dagegen ihr Licht oft unter den Scheffel.

Am Samstag aber erlebten die 40 Teilnehmerinnen Solidarität. Arm in Arm im Kreise stehend, stampften sie symbolisch mit dem Fuß auf: "Wir wollen unsere Stärken gemeinsam deutlich machen und uns gegenseitig den Rücken stärken." Selbst bei Kaffee und Kuchen wurde engagiert weiter diskutiert . Anknüpfend an die Erlebnisse des Nachmittags, griffen die Frauen das Thema „eigene Stärken" in einem geistlichen Impuls, am Schluss noch mal auf.


Großen Interesse fand an diesem Tag auch der Infostand zum Europaweiten Bürgerbegehren: „Wasser und Sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht, keine Handelsware". Hierzu hatte der KAB Diözesanverband Augsburg bereits im März eine Petition an das Europaparlament in Brüssel überreicht.

Diese Forderungen unterschrieben am Samstag ebenfalls die Teilnehmerinnen des KAB Frauentags .

Zum Abschied bekam jede Teilnehmerin noch ein kleines Papierschiffchen mit nach Hause, passend zum Jahresthema der KAB: umSTEUERn, umFAIRteilen".

 

13.04.2013

KAB Weilheim engagiert sich bei bundesweitem Aktionstag "Umfairteilen"

Wie in 100 weiteren deutschen Städten gingen am Samstag, 13. April, auch in Weilheim sozial engagierte Menschen für mehr Verteilungsgerechtigkeit in unserem Land auf die Straße. Auf dem Weilheimer Marienplatz protestierte das lokale Bündnis „Umfairteilen“ aus attac, KAB, mehreren Gewerkschaften, VdK, Runder Tisch und Gemeinwohlökonomie gegen die wachsende soziale Kluft in Deutschland. Sie forderten angesichts des privaten Reichtums einerseits und der öffentlichen Finanznot andererseits, dass die Reichsten in diesem Land stärker für das Gemeinwohl in die Pflicht genommen werden sollen.

Am Aktionstag sammelte die KAB zusammen mit den anderen Bündnispartnern Unterschriften für die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer und für eine einmalige Vermögensabgabe von Reichen. Ferner sollen Steuerbetrug und Steueroasen zukünftig konsequenter bekämpft werden. Mit den dadurch erzielten Einnahmen würden dringende öffentliche und soziale Investitionen finanziert, so z.B. in den Bereichen Bildung, Pflege und Gesundheit, öffentliche Infrastruktur und sozialer Wohnungsbau.

12.04.2013

Nach 30 Jahren bleibt vielen nur ein Minimum an Rente

„Wer 30 Jahre das Durchschnittseinkommen (derzeit € 2.800) verdient, hat mit einer Rentenleistung von rd. € 840 zu rechnen!“ Betroffen reagierte ein Großteil der Besucher der KAB-Infoveranstaltung zum Thema Altersarmut in auf diese und andere Ausführungen der Referentin, Dr. Judith Kerschbaumer. „Besonders Teilzeitbeschäftigte und Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen liegen weit unter dieser zu erwartenden Altersversorgung durch die Deutsche Rentenversicherung und sind deswegen im Alter von Armut bedroht.“, führte sie weiter aus „und selbst die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohn wird hier nichts verbessern!“

Die Zahl der Menschen, die ihre Rente durch Minijobs aufbessern, steige bereits heute kontinuierlich an und zeige damit die Problemlage deutlich auf. KAB-Kreisvorsitzender, Winfried Röhricht, ergänzte: „Nur deutlich höhere Löhne und z.B. eine bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten verändern diese Situation, zumal private Vorsorge für die meisten Menschen nicht finanzierbar ist!“ Kerschbaumer verdeutlichte, dass jede Verbesserung der Rentensystematik einen höheren Finanzbedarf erfordere und genau hier der politische Wille fehle. Die erforderlichen Milliardenbeträge können nur durch höhere Beiträge und ein Umverteilen des Reichtums bewerkstelligt werden.

In der aktuellen Diskussion relativere die Politik diese Tatsachen, in dem sie viel zu niedrige Werte zur Definition von Armut anführe. „Es ist ein Unterschied ob ich als arm gelte, wenn mir weniger als € 680 oder eben € 850 zur Verfügung stehen!“ Zum Abschluss der Veranstaltung verwies KAB-Sekretär, Kai Kaiser auf das seit Jahren diskutierte Rentenmodell der katholischen Verbände, welches das Rentensystem zu einem armutsvermeidenden tragfähigen Netz weiter entwickeln würde.

11.04.2013

Altersarmut alternativlos? Vortragsreihe mit KAB-Diözesansekretär Peter Ziegler erfolgreich

Vor wenigen Monaten war das Thema Altersarmut in aller Munde – bereits vorher war ein Rentendialog einberufen worden, um die drohenden Probleme mit den gesellschaftlichen Kräften zu diskutieren. Leider lässt sich im Wahljahr feststellen, dass der eingehenden Analyse keine Taten folgten. Deswegen rief der KAB Kreisverband Dinkelsbühl /Donau-Ries eine Vortragsreihe ins Leben, in der Diözesansekretär Peter Ziegler die aktuellen Probleme ebenso vorstellte wie die Vorschläge aus den Parteien.

Höhepunkt seiner Ausführungen aber stellte das Alterssicherungsmodell der katholischen Verbände dar, das nach seinen Worten allein in der Lage sei, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Anders als die Vorschläge der politischen Parteien, die in der Regel auf Steuerzuschüsse setzen, bringt das Modell der Verbände eine Lösung innerhalb des Systems und sichere so das Rentenniveau langfristig.

Zudem wies er darauf hin, dass auch die Arbeitswelt Auswirkungen auf das Rentensystem habe: „Wenn die Niedriglöhne zum Standard werden, ist die Altersarmut unvermeidbar.“ Deswegen brauche es zur nachhaltigen Lösung auch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns.

03.03.2013

Viele gute Gründe für einen freien Sonntag

Unter dem Motto „Sonntag ein Geschenk des Himmels“ feierte die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Penzberg am 3. März, dem dritten Fastensonntag, mit der ganzen Pfarrei Christkönig einen Gottesdienst. „Mit dem Gottesdienst“, so die Penzberger KAB-Vorsitzende Cornelia Kriegbaum, „wollen wir ein deutliches Signal für den arbeitsfreien Sonntag in die Gesellschaft, die Politik und die Unternehmen aussenden.“ 

„Der Sonntagsschutz wird immer mehr ausgehöhlt“, so der Penzberger KAB-Vorsitzende Michael Schmatz. Für einige Wirtschaftsvertreter bedeutet der freie Sonntag Maschinenstillstand und dadurch entgangene Gewinne. Eine solche Haltung versteht den Menschen nur als Produktionsfaktor. Nach dem Scheitern der EU-Arbeitszeitrichtlinie bleibt der freie Sonntag weiterhin unter Druck. „Arbeitgeber und Wirtschaft wollen eine „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ und sind an menschenwürdigen Arbeitszeiten immer weniger interessiert“, so Michael Schmatz.

Ein Mensch hatte einmal einen Traum: Der Sonntag wurde offiziell abgeschafft. Die „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft hatte sich durchgesetzt. Es gab sieben Werktage in der Woche und es herrschte unter den Menschen die totale Flexibilität. In den Geschäften, Betrieben und Behörden wurden jeden Tag rund um die Uhr gearbeitet. Natürlich: Jede Frau, jeder Mann konnte selbstständig einen oder zwei Tage in der Woche frei nehmen. Manche meinten begeistert, nun wäre das Paradies auf Erden angebrochen. Doch mit der Zeit spürten die Menschen, dass etwas ganz schief gelaufen sein musste. Diese vermeintliche Freiheit hatte nach und nach verheerende Auswirkungen: Familien lösten sich auf, für zwischenmenschliche Beziehungen war keine Zeit mehr vorhanden; Karriere und Geschä
ft, Profit und Konsum wurden zu den zentralen Lebensmaßstäben; das Miteinander der Menschen in Wohnviertel, Gemeinde und Verein brach zusammen. Die Menschen fühlten sich isoliert. Ein Alptraum!... Der Mensch wachte schweißgebadet auf.

Die Besucher des Gottesdienstes in der Steigenberger Kirche konnten darüber abstimmen, warum der Sonntag für sie persönlich frei bleiben soll. Für viele ist der Sonntag einfach zum Feiern da. Er ist ein großes Geschenk der jüdisch-christlichen Überlieferung an die Menschheit. Für andere ist der Sonntag ein Symbol der Freiheit. Er ist der Tag, an dem wir nach biblischer Verheißung vom Diktat der Arbeit frei sein und gemeinsam aufatmen sollen. Der Sonntag ist aber auch ein Familientag. Nur mehr am Sonntag hat die Familie Gelegenheit, einen ganzen Tag gemeinsam zu verbringen.

15.01.2013

"Tankstelle" für Ehrenamtliche hatte geöffnet

Rühlingstetten, 15. Jan. 2013, (md). So richtig auftanken konnten Verantwortliche aus den Kreisverbänden Dinkelsbühl / Donau-Ries und Donau-Paar an diesem Wochenende: An einer sogenannten Tankstelle für ehrenamtlich Engagierte zählte bei diesem Seminar nur die Devise „Lust statt Frust". Die Referentin Renate Haimerl-Brosch aus Regensburg spickte die Stunden mit kreativen Elementen, um die Teilnehmer für das Ehrenamt zu motivieren.

Sie zeigte Wege auf, wie Engagierte in der ehrenamtlichen Arbeit der Kirche und Verbandsarbeit mehr Resonanz oder würdige Anerkennung finden können. So gab es am Ende des Seminars für alle Teilnehmer einen Reservekanister, der mit anerkennenden und wertschätzenden Zusagen gefüllt war. Neben dem inhaltlichen Input bot das Haus Adlhoch in Rühlingstetten auch ein angenehmes Umfeld, bei dem neben der guten Verpflegung von der Hausleiterin Bosch auch der Humor und die Geselligkeit nicht zu kurz kam. 
So zeigte sich der regional verantwortliche KAB-Bildungsreferent Michael Dudella mit dem Verlauf des Seminars und auch der guten Beteiligung sehr zufrieden.