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06.02.2020

Engagierter Austausch zum Wandel in der Arbeitswelt

Vertreter der KAB Augsburg bei Ulrike Bahr, MdB: Arbeitnehmer zwischen Freiheit und Regulierung

In deren Wahlkreisbüro traf eine Delegation der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Augsburg auf die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr. In einem strukturierten Austausch standen sowohl Erfassung der Arbeitszeit wie die Flexibilisierung derselben als auch die Forderung nach einem „Recht auf Homeoffice“ auf der Tagesordnung. In weiten Teilen kam es zu übereinstimmenden Einschätzungen.

Anfang Februar besuchten sechs Vertreterinnen und Vertreter der KAB Augsburg die Augsburger Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr. Diese stellte die großen Herausforderungen heraus, denen sich Politik gegenwärtig gegenübersieht. Einige davon sollten auch Inhalt des Gesprächs mit der Abordnung der katholischen Arbeitnehmer sein. So betonte Peter Ziegler, Diözesansekretär des Verbands, seine große Skepsis gegenüber einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten: „Einerseits sehen wir, dass sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Flexibilität wünschen, andererseits kennen wir die Studien, die nachweisen, dass die Unfallgefahr bei überlangen Arbeitszeiten deutlich erhöht ist.“ Auch die Produktivität leide, wenn von der 40-Stundenwoche – verteilt auf fünf Arbeitstage – abgewichen werde.

Ulrike Bahr bestätigte, dass auch sie die Gefahr sehe, dass der Druck für den einzelnen Arbeitnehmer ins Unermessliche steige, andererseits gebe es heutzutage ein derart ausdifferenziertes Bild an Berufen, dass manches möglicherweise branchenspezifisch zu regeln sei. Auch bestätigte sie, dass es sich dabei wohl um eine Generationenfrage handle: Während junge Arbeitnehmer kein Problem in projektbezogenen Überstunden sähen, ändere sich das spätestens mit dem ersten eigenen Kind. Hier wird der Ruf nach Ermöglichung von Homeoffice immer lauter. Sie unterstütze auch die Option für junge Mütter, auf diesem Weg nicht vollkommen vom Arbeitsplatz abgekoppelt zu sein.

Ziegler hielt dem entgegen, dass bis zur Etablierung von Heimarbeitsplätzen noch zahlreiche Herausforderungen zu meistern seien. Das beginne mit der Erfassung von Arbeitszeit, reiche über den Versicherungsschutz bei Arbeitsunfällen und ende mit der Einrichtung von Büroarbeitsplätzen noch lange nicht. Hier weigere er sich auch, von „überflüssiger Bürokratie“ zu sprechen, weil diese den Schutz und die Sicherheit des Arbeitnehmers im Blick habe. Dem stimmte Bahr in weiten Teilen zu und sicherte zu, die Anregungen aus dem Verband aufzugreifen.  

Foto: Angelika Lonnemann

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