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12.05.2020

Fünf Jahre „Laudato si“- ein Jubiläum in Corona-Zeiten

Michael Dudella vom AK Nachhaltigkeit zieht eine Bilanz

„Diese Wirtschaft tötet“, es sind klare schonungslose Aussagen, die Laudato si auch heute noch nach fünf Jahren zu einer viel zitierten Enzyklika machen. Papst Franziskus trägt somit zu einer prophetischen Kirche bei. Gerade außerhalb der Mauern kirchlicher Gebäude begeistert dieses Schreiben.

Da begegne ich in den letzten Jahren bei Veranstaltungen aus der katholischen Kirche ausgetretenen Menschen, die begeistert sind von diesem päpstlichen Rundschreiben.  Manchmal habe ich den Eindruck, Laudato si wird in Umweltorganisationen – wie dem Bund Naturschutz – öfter zitiert, als bei den Sonntagsgottesdiensten in manch einer Kirchengemeinde.

Als Referent für die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit sehe ich es ebenfalls so wie in der Enzyklika beschrieben. „Ein wirklich ökologischer Ansatz“ mündet immer in „einem sozialen Ansatz, der die Gerechtigkeit in die Umweltdiskussion aufnehmen muss“. Gerade in Fragen einer globalen Weltwirtschaft ist dies unumgänglich. Die derzeitige Pandemie zeigt uns eigentlich die Grenzen eines unendlichen Wachstums und die Folgen der Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft, beispielsweise in der Fleischindustrie in Coesfeld, auf. Insofern ist es bei unserem Konsumieren auch sinnvoll, über unseren Lebensstil nachzudenken. In der Industrie wurde sichtbar, dass internationale Lieferketten nicht zuverlässig sind. Unsere Kompetenz am Beispiel der Produktion von Schutzkleidung in Folge der Globalisierung abzugeben, ist fragwürdig geworden.

Vielleicht hat die Ruhe der letzten Wochen, die bei uns eingekehrt ist, auch positive Ergebnisse für die Zeit nach Corona angestoßen. Menschen haben erfahren, dass der Spaziergang in der Region dazu beitragen kann, die Umwelt zu schonen und die Schöpfung vor Ort zu genießen. „Es wird keine neue Beziehung zur Natur geben ohne einen neuen Menschen.“ Gerade jetzt ist die Chance da, zu einer ökologischen Umkehr, einem „prophetischen und kontemplativen Lebensstil“ Vorrang zu geben vor wirtschaftlichem Profit. Die „Sorge um das gemeinsame Haus“, wie Papst Franziskus es immer wieder beschreibt, bleibt weiterhin ein Auftrag an die Menschheit. Als Kirche können wir mit der Enzyklika punkten, doch muss unser Handeln erkennbar sein. Nach der Corona-Krise sollten wir mit aller Kraft versuchen, auch aus der ökologischen Krise herauszukommen. Laudato si wird uns dabei sicherlich mehr als weitere fünf Jahre ein kritischer Begleiter sein.

Michael Dudella, KAB Bildungsreferent, Augsburg

 

 

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