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07.02.2019

Pflege: KAB stellt die richtigen Fragen

Podiumsdiskussion mit Landespolitikerinnen im Rahmen des Diözesanausschusses: Das war erst der Auftakt

Drei Landtagsabgeordnete hatte der Diözesanausschuss der KAB Augsburg in einer öffentlichen Sitzung zu Gast, um mit diesen über die Herausforderungen in der Pflege zu diskutieren. Die gelernten Krankenschwestern Susann Enders (FW) und Christina Haubrich (Grüne) nahmen als gesundheitspolitische Sprecherinnen ihrer Fraktionen dazu ebenso professionell Stellung wie die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Simone Strohmayr. Für die Mitglieder des AK Pflegerische Berufe war klar, dass dies erst der Auftakt der Arbeit sein wird.

Nach dem Besuch der Ausstellung „Frau Abgeordnete, Sie haben das Wort…“ am Ort der Veranstaltung wurden die Anwesenden von den Engagierten in die Problematik der Pflege eingeführt. Mit kurzen Erfahrungsberichten brachten sie die brennenden Themen ein – neben den Arbeitsbedingungen auch die Vergütung sowie die Qualifizierung. Die Moderatorin, Landesvorsitzende Erna-Kathrein Groll wusste dies elegant in Fragestellungen zu überführen. Trotz der unterschiedlichen parteipolitischen Hintergründe waren sich die Politikerinnen in vielen Punkten einig. Laut Susann Enders sei dies auch die wesentliche Voraussetzung, um Probleme lösen zu können, denn „wir müssen aus dem Gegeneinander der Parteien ausbrechen“.

Weiter führte sie aus, dass nach ihrer festen Überzeugung gerade im Bereich der Pflege endlich „Fachkräfte an die politischen Entscheiderstellen“ müssten, um etwas Wesentliches zu verbessern. Dr. Simone Strohmayr setzte in erster Linie darauf, dass sich die Pflegerinnen und Pfleger selbst mehr organisieren müssten, damit die Gewerkschaften bessere Argumente auf ihrer Seite hätten. Denn „ohne einen hohen Organisationsgrad fehlt der Gewerkschaft die Durchschlagskraft“. Christina Haubrich stellte die einfache Gleichung auf, dass durch „mehr Personal“ die Arbeitsbedingungen verbessert und damit die Aussteigerquoten verringert würden. Denn unisono unterstützten sie die Forderung nach einem Pflegeschlüssel, wie dies etwa auch im anstehenden Volksbegehren vorgesehen ist.

Daneben war auch Raum für neuartige Ideen: So wies Simone Strohmayr auf ein Modellprojekt in Schweden hin, in dem die Arbeitszeit bei Lohnausgleich einheitlich reduziert wurde. Haubrich setzte auf die bessere Verzahnung von Kinderbetreuungszeiten und Arbeitszeiten in der Pflege. Enders dagegen brachte die Idee einer unabhängigen Pflegekammer zur Sprache. Sowohl die Mitglieder des AK Pflegerische Berufe als auch die Politikerinnen nahmen so wertvolle Anregungen für ihre weitere Arbeit mit und versprachen, sich auch weiterhin auszutauschen.

 

 

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