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16.12.2014

Die Herbergssuche ist bis heute bittere Realität

Die Adventsfeier der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Penzberg stand in diesem Jahr unter dem Motto „...und plötzlich klopft`s an deiner Tür“. Bei der Feier wurde auch Alfons Horn für seine langjährige Mitgliedschaft bei der KAB geehrt.

Vor mehr als 2.000 Jahren wurden Maria und Josef der Erzählung nach abgewiesen, weil in der Herberge kein Platz für war. Und heute? Da kommt einer und du übersiehst ihn! Da geht einer auf dich zu und du bist verschlossen! Da will sich einer mitteilen und du schneidest ihm das Wort ab! Da wartet einer auf dich und du zeigst ihm den Rücken! Da fragt einer um Hilfe und du verhärtest dein Herz! Da kommt einer und du siehst nur dich! Es ist nicht immer sehr leicht in unserem eine Fremde oder ein Fremder zu sein. Viele Vorurteile kursieren gegenüber Ausländern. Viele werden als Kriminelle angeschaut, wieder andere als Schmarotzer oder arbeitsscheu. Dabei gilt für Asylbewerber in den ersten neun Monaten ihres Aufenthalts ein absolutes Arbeitsverbot. Wie Papst Franziskus am Welttag der Migranten und Flüchtlinge sagte, dürfen sie nicht nur als ein Problem sehen, das bewältigt werden muss, sondern eine Schwester und einen Bruder, die aufgenommen, geachtet und geliebt werden müssen.

Auch Deutsche haben in mehreren Phasen der jüngeren Geschichte ihre Heimat verlassen – freiwillig oder von Not und Gewalt erzwungen. Auch sie waren darauf angewiesen, dass sie offen und gastfreundlich aufgenommen worden sind, dass man ihnen die Chance gegeben hat, sich einzuleben. Viele sogenannte „Heimatvertriebene“ leben heute bei und mit uns. „Das christliche Menschenbild erlaubt uns nicht“, so der Vorsitzende des Leitungsteams der KAB Penzberg, Michael Schmatz, „wertende Unterschiede zwischen Menschen verschiedener Herkunft, Nationalität oder Religion zu machen.“ Die von Gott gegebene Würde gilt es in jedem Fall zu achten. Sie gilt Einheimischen wie Zugewanderten, ganz gleich ob Muslimen wie Christen. „Daher ist jede Form der Diskriminierung nicht nur unmenschlich“, so Schmatz, „sondern auch unchristlich. Wir müssen Wärme und Mitgefühl für die Menschen aufbringen, die aus unterschiedlichen Gründen als Flüchtlinge in den nächsten Monaten zu uns nach Penzberg kommen. Integration geschieht alleine nicht dadurch, wenn man sich an deutsche Gesetze hält oder einen Sprachkurs absolviert.“

Integration ist kein einseitiger Prozess. Integration braucht Menschen, die bereit sind, sich wirklich zu integrieren. Und sie braucht vor allem eine Gesellschaft, die es auch zulässt, dass sich Fremde integrieren. „Wenn wir also sagen, jemand hätte sich schlecht integriert“, so der Penzberger KAB-Chef, Michael Schmatz, „so müssen wir uns – gerade aus christlicher Sicht – zuerst selber fragen, welchen Beitrag wir zur Integration geleistet haben bzw. in Zukunft vor Ort leisten werden.“ Für unzählige Flüchtlinge, die in unserem Land – auch in unserer Stadt – Zuflucht suchen, ist die „Herbergssuche“ bis heute bittere Realität.

Im Rahmen der Adventsfeier wurde Alfons Horn für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der KAB vom Vorsitzenden des Leitungsteams der KAB Penzberg, Michael Schmatz, sowie vom KAB-Präses und Stadtpfarrer, Josef Kirchensteiner, geehrt.

Von links nach rechts: Josef Kirchensteiner (KAB-Präses und Stadtpfarrer), Alfons Horn und Michael Schmatz (Vorsitzender des KAB-Leitungsteams Penzberg)

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