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29.10.2015

KAB macht dem Spuk ein Ende

Katholischer Sozialverband mit Straßentheater in der Frankfurter Innenstadt

Frankfurt am Main Zwischen der Frankfurter Oper und der Eurozeichen-Skulptur werfen schwarz vermummte Gestalten mit silbernen Masken eine großen  Erdkugel umher  – bis sie von weißgekleideten Menschen vertrieben werden und diese die  Erdkugel schützend in ihre Mitte nehmen … ein Vorgeschmack auf Halloween in der Frankfurter Innenstadt? Nein, aber eine kapitalismuskritische und nachdenklich stimmende Straßentheater-Aktion der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) mitten in der Finanzmetropole Frankfurt.

„Holy Ghostbusters 2.0 – wir machen dem Spuk eine Ende!“ haben die gut 20 Aktivisten der KAB aus Augsburg und Münster ihr Straßentheater überschrieben  – die spukenden Gespenster heißen Arbeitsplatzabbau,  Niedriglohn oder Aushöhlung Arbeitsschutz – die „Gespensterjäger“ antworten mit Mitbestimmung, Tarifbindung und Lohngerechtigkeit und erobern schließlich die entwendete Weltkugel  zurück.  Sie nehmen die Kugel schützend in ihre Mitte und balancieren sie vorsichtig zurück an ihren Platz.  Die Passanten klatschen – es ist, als mache sich Erleichterung breit.

Die Passanten an diesem Donnerstagmorgen bleiben stehen, schauen und filmen das Spektakel. Erwin Helmer, Betriebsseelsorger aus Augsburg,  geht auf sie zu – erklärt, dass Arbeitnehmerrechte weltweit in Gefahr sind und dass, so Helmer,  „die Logik des Kapitalismus und die Allmacht der Konzerne den Menschen zu zerstören droht – hierzulande und weltweit“.   Mit dem Satz „Diese Wirtschaft tötet“ habe Papst Franziskus deutlich gemacht,  so der Betriebsseelsorger, “dass wir für eine andere, eine lebensdienliche Wirtschaft kämpfen müssen“. Mehr Mitbestimmung statt Konzern-Willkür, Kooperation statt Konkurrenz, solidarisches Miteinander statt Ausbeutung seien Wegweiser für eine solche neue Wirtschaftsweise, ergänzt er.

Sigrid Audick aus Münster ist eine der Weltretter, ein „Holy Ghostbuster“ – als sie das letzte Gespenst gefangen und die Weltkugel in Sicherheit gebracht hat, entrollt sie mit ihren Mitstreitern ein weißes Transparent: „Jeder Mensch ist mehr wert als alles Geld der Welt“ steht darauf. Und eine Sekunde lang ist es ganz still unter den Zuschauern  auf dem Willy-Brandt-Platz.

Thomas Diekmann, KAB-Vorsitzender aus Limburg, ist beeindruckt von der KAB-Aktion in seiner Stadt. Er teilt die Kritik der Aktivisten  und deutet auf den Geisterjäger, der auf seinem Gewand den Namen „Sonntagsschutz“ gedruckt hat. „Da sind wir auch dran“, sagt er. Gemeinsam mit anderen Verbänden engagiere sich die KAB in der hessischen Allianz für den freien Sonntag. „Im Rhein-Main-Gebiet sind wir gerade  dabei eine lokale Sonntagsallianz zu gründen“, erzählt er. Der Sonntag ist für die KAB-Aktivisten mehr als der Kampf um einen gemeinsamen, freien Tag in der Woche. „Leben ist mehr als Erwerbsarbeit“, sagt auch Stefan Eisenbart, KAB-Sekretär und an diesem Morgen auch ein Gespensterjäger. „Und  genau dafür ist der arbeitsfreie Sonntag ein wichtiges Symbol.“

Ein anderes Wirtschaften forderten KAB Münster und KAB Augsburg bei ihrer Straßentheater-Aktion in der Finanzmetropole Frankfurt.

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