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Geistliches Wort

Geistliches Wort 4./5. KW 2020 von Pastoralreferent Andreas Kohl, Betriebsseelsorge Weilheim

Zum Licht für andere werden

„Die schwierigste Zeit sind die Wochen nach dem Fest. Da müssen wir dann die Bewohner trösten, die von ihren Kindern an Weihnachten nicht besucht wurden.“ Die Altenpflegerin im Seniorenheim hat mir das erzählt, und ich musste daran in den vergangenen Wochen immer wieder denken. Die Vorstellung macht mich ganz traurig: Alte Menschen sitzen allein in ihrem Zimmer und warten voller Sehnsucht auf den Besuch von Familienangehörigen. Aber es kommt niemand. Wie furchtbar! Altersarmut heißt leider oft auch: Alte Menschen sind arm an Beziehungen und Kontakten. Ich war froh, von der Altenpflegerin zu hören: Die Einsamkeit vieler alter Leute wird vom Pflegepersonal gesehen. Die meist hochmotivierten Frauen und Männer in den Pflegeberufen, ob im Heim oder im häuslichen Pflegedienst, versuchen, so gut es geht, auf diese Not einzugehen: Sie hören zu, sie setzen sich für ein paar Minuten zu jemandem, trotz Hektik und immer höheren Anforderungen in ihrem Arbeitsbereich.

Von zwei alten, wartenden Menschen erzählt auch der biblische Text zum Fest „Darstellung des Herrn“, das in der katholischen Kirche am 2. Februar gefeiert wird. Dass die beiden Alten, Simeon und Hanna, sich einsam fühlen würden: Darüber ist im Text nichts zu lesen. Aber sie warten, jeder auf seine Weise, auf die Erfüllung einer großen Sehnsucht ihres Lebens. Und tatsächlich wird das sehnsüchtige Warten am Ende durch einen Besuch erfüllt: Maria und Josef besuchen mit dem Jesuskind den Tempel von Jerusalem, um es Gott „darzustellen“, wie es das jüdische Gesetz verlangte. Und der greise Simeon erkennt bei dieser Begegnung im Tempel die wahre Größe des kleinen Kindes: Jesus ist das Heil und das Licht der Welt.

Wenn am Abend des 2. Februar nach altem Brauch Lichterprozessionen abgehalten werden, feiern Christen Jesus als das Licht, das die Dunkelheiten unseres Lebens hell macht. Christen sollen in seiner Nachfolge aber auch selber Licht werden, anderen leuchten und sie froh machen. Wie das gehen könnte? Wie wär’s zum Beispiel mit dem Besuch bei einem alten Menschen?

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