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Geistliches Wort

Geistliches Wort - 21./22. KW 2020 - von Hans Gilg und Christine Jesse

„Diese Corona-Krise dreht gerade alles um.“

So die Worte eines Betriebsrates in einem Betrieb, der gerade sehr gebeutelt wird. Er hat Angst um das Unternehmen und die Arbeitsplätze.

Anders eine Erfahrung, die mir Christine Jesse  zugemailt hat und  die ich gern hier weitergebe:

Eine kleine Einladung zu einem Perspektivenwechsel
Wieviel hat sich doch in den letzten Wochen verändert. Nicht immer ist es leicht Gewohnheiten aufzugeben. Es hat mich aber auch zum Nachdenken gebracht. Wenn ich jetzt in meiner Pfarrkirche den Gottesdienst besuchen will, muss ich mich anmelden und beim Eingang wird dies auch kontrolliert. Dann kommt die Desinfektionsspritze und zuletzt bekomme ich eine Nummer zugeteilt. Und die netten Mitarbeiter der Pfarrei achten auch darauf, dass ich meinen Platz auch wirklich an der nummerierten Stelle einnehme, die mir für den aktuellen Gottesdienst zusteht. Zum Glück bin ich bei Gott nicht nur eine Nummer sondern ein ganz wertvolles, einzigartiges Geschöpf. Mit diesem Verfahren komme ich nicht unbedingt an meinen Lieblingsplatz. Und es kann auch sein, dass meine Eltern ganz wo anders im Kirchenschiff verstreut sitzen. Das hat mich aber auch zu einem Perspektivenwechsel heraus gefordert, einfach mal zu sehen wie es mir an diesem zugewiesen Platz geht. Vielleicht entdecke ich dann auch andere Bilder oder Dinge der Ausstattung, die ich an meinem Stammplatz gar nicht sehe, weil ich ihnen meinen Rücken zeige oder sie verdeckt sind. Es kann aber auch eine Entdeckung sein, mit wem (wenn überhaupt) ich noch die Kirchenbank teile und ich so vielleicht jemanden sehe, den ich sonst noch nie gesehen oder wahrgenommen habe.

Perspektivenwechsel kann auch nicht schaden, wenn man sich einmal in einer Runde an einem anderen Platz setzt und nicht auf seinem Stuhl „kleben bleibt“. Das habe ich schon öfters bei diversen Veranstaltungen oder Weiterbildungen gemacht. Es lohnt sich einmal zu versuchen sich in die andere Person hinein zu versetzen. Das lässt manche Konflikte vermeiden. Wenn ich meine letzte Platzkarte anschaue, dann kann es je nach Blickwinkel eine 6 oder eine 9 sein. In diesem Fall war es aber eine 6 und ich bekam den entsprechenden Platz gezeigt.

Perspektivenwechsel  kann und sollte vielleicht auch manchmal im Berufsleben sein, wenn man versucht,  sich in die Rolle des Mitarbeiters oder Chefs hineinzuversetzen oder wie es z. B.  einer Verkäuferin an der Kasse geht, die viele Stunden dort mit Mundschutz auskommen muss und in anderen Berufen wo es gar nicht anders geht. Das gilt auch für die Verantwortungsträger in Kirche und Gesellschaft. Da möchte ich auch nicht in deren „Haut stecken“.

Einen letzten Perspektivenwechsel will ich auch noch bei Jesus machen. Er lädt ein zum Dienen und nicht zum Herrschen. Bei der Fußwaschung an seinen Jüngern macht er das ganz deutlich und wie er handelt. Lassen wir uns von ihm da anspornen.

Bilder und Text: Christine Jesse

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