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Geistliches Wort

Geistliches Wort - 8./9. KW 2020 - von Gemeindereferentin Regina Wühr, Geistliche Begleiterin der KAB, Diözese Augsburg

Die fünfte Jahreszeit

In diesen Wochen erreicht der Fasching, auch die fünfte Jahreszeit genannt, seinen Höhepunkt. In zahlreichen Karnevalssitzungen werden Politik und Politiker satirisch aufs Korn genommen, in den Karnevalshochburgen rollen die Faschingsumzüge durch die Straßen, es gibt Maskenbälle und der Krapfenumsatz der Bäcker kann sich sehen lassen. Am Faschingsdienstag schließen viele Geschäfte bereits um 14.00 Uhr, viele Arbeitgeber geben ihren Angestellten sogar den ganzen Tag frei und die Kinder haben sowieso die ganze Woche Faschingsferien.

Provokative Frage: Ist diese Art des Feierns noch zeitgemäß in einer Gesellschaft, in der jeder, der will, beinahe jederzeit und an jedem Ort feiern und Party machen kann? Zugegeben: der Fasching hat sehr vielfältige und alte Wurzeln, nachzulesen in der freien Enzyklopädie Wikipedia, vor allem aber bot er vor dem Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch noch einmal die Gelegenheit, unter der Maske so richtig zu feiern und über die Stränge zu schlagen, ehe leiblichen Genüssen bis Ostern vor allem in katholischen Gegenden zu entsagen war. Noch einmal: braucht es die fünfte Jahreszeit als Vorläufer der Fastenzeit in einer weitgehend säkularen Gesellschaft wie der unseren noch, die – wenn überhaupt – sich eine Fastenzeit weniger aus religiösen denn aus diätetischen oder nachhaltigen Gründen auferlegt?

Ich meine ja. Gerade, weil es in unserer Gesellschaft genug sozialpolitische Probleme gibt wie z.B. fehlende Wohnungen, den Pflegenotstand, die größer werdende Kluft zwischen Gut- und Schlechtverdienenden, um nur einige von ihnen zu nennen  – gerade deswegen braucht es mit der fünften Jahreszeit die Erinnerung daran, dass wir das Leben dennoch genießen und feiern dürfen. Das heißt (gerade für uns Christen) nicht, die oben genannten Schwierigkeiten aus dem Blick zu verlieren, sondern mit aller Kraft an der Verbesserung der Lebensumstände mitzuwirken; man muss das eine tun ohne das andere zu lassen. Diesen symbolischen Sinn könnte man sogar hinter dem vor allem im südlichen deutschsprachigem Raum verbreiteten wilden Treiben mit furchterregenden Masken sehen, denn mit ihm soll der Winter und die bösen Geister, die für alles Lebensfeindliche stehen, ausgetrieben werden, damit das Gute wie das wachsende Licht Raum gewinnen kann.

Das ist ganz im Sinne dessen, den das alttestamentliche Buch der Weisheit als „Freund des Lebens“ bezeichnet (Weisheit 11,26).

In diesem Sinne ein dreifaches Helau!

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