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Geistliches Wort

Geistliches Wort - 49./50. KW 2020 - von Pastoralreferent Christian Dorn, Cityseelsorge Memmingen

Sich im Ungeborgenen geborgen wissen

In den Räumen der Cityseelsorge Memmingen waren im September und Oktober dieses Jahres Kalligraphien in einer Ausstellung zu bewundern. Zu der Zeit hatte ich gerade neu bei der Cityseelsorge begonnen. Gerne bin ich immer wieder an den guten Worten und Sinnsprüchen vorbeigegangen und habe mich von der einen oder anderen Aussage inspirieren lassen.

Zwei Zitate haben es mit besonders angetan. Auch aufgrund der außergewöhnlichen Zeiten, in denen wir alle miteinander gerade leben. Die Zitate haben in mir die Frage aufkommen lassen: Erleben glaubende Menschen eine solche Zeit anders?

Das erste Zitat stammt von Pablo Picasso. Er spricht von den Menschen, die „im Ungeborgenen sich geborgen wissen“. Das sind für ihn jene, die sich auf Wagnisse einlassen und Wege beschreiten, deren Ziel noch unbekannt ist. Natürlich haben wir alle uns den Weg durch diese Pandemie nicht freiwillig ausgesucht. Und doch stelle ich mir die Frage: Könnte das nicht ein Merkmal für einen Glaubenden sein, dass er sich im Ungeborgenen geborgen weiß? Aus dem Alltag gerissen werden, Einschränkungen erleiden, Gewohntes und Erprobtes vermissen, sich ganz neu organisieren müssen – das erleben Glaubende wie Nicht-Glaubende. Erleben sich aber Glaubende in ungeborgenen Zeiten als geborgen? Geborgen bei Gott, der uns auch in der Ungewissheit führt, ohne dass er für uns wirklich greifbar oder verfügbar wäre?

Ich stoße auf eine zweite Kalligraphie. Dort ist zu lesen: „Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.“ Ein Vers aus Psalm 23. Der Herr, mein Hirte. Er ist ein Hirte, der gerade dann bei mir ist, wenn ich durch ein finsteres Tal gehe. Einen Weg, von dem ich weder Verlauf noch Ziel kenne. Gott ist also kein Hirte, der mir alle Mühsal und alle Erschwernisse des Lebens erspart, der mich in Watte packt. Und doch bezeugt der Psalm ihn als einen Gott, der Licht und Leben schenkt, den Durst stillt, mich begleitet und mit vorausgeht. Er schenkt eine Geborgenheit, die mich Ungeborgenen geborgen sein lässt.

Ich stelle mir die Frage: Vertraue ich mich diesem Hirten an?

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