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Adlhochstiftung e. V.

20.000 Euro für die eigenen Führerscheine. Die Augsburger Adlhochstiftung unterstützt Auszubildende des Berufsbildungswerks Ursberg

Ursberg/Augsburg/21. Oktober 2020 – Mit der stolzen Summe von 20.000 Euro unterstützt die in Augsburg ansässige Hans und Anna Adlhochstiftung Auszubildende des Berufsbildungswerks des Dominikus-Ringeisen-Werks (BBW) in Ursberg beim Erwerb des Autoführerscheins. „Wir helfen jungen Menschen, durch berufliche Qualifizierung ein selbstständiges Leben zu führen“, beschreibt Theodor Flemisch, Leiter Berufsbildungswerks, das Ziel seiner Einrichtung.

„Und auch diese große Spende der Adlhochstiftung zielt ebenfalls auf ein gutes Stück Selbstständigkeit bei Berufseinsteigern ab. Denn für viele unserer Lehrlinge war der Führerschein in finanzieller Hinsicht bisher ein schier unerreichbares Ziel. Jetzt bekommen sie die große Chance, sich ihren Traum und einen weiteren Schritt in die Selbstständigkeit zu verwirklichen. Dafür sind wir der Stiftung sehr dankbar.“

Im BBW Ursberg werden junge Erwachsene beruflich qualifiziert, die sich aus verschiedenen Gründen schwer tun mit einer Ausbildung. Dabei werden sie ganzheitlich begleitet und können aus 20 Ausbildungsberufen wählen, die sie in den Handwerksbetrieben des Dominikus-Ringeisen-Werks erlernen können.

Die Adlhochstiftung erinnert an den Augsburger Stadtrat und Reichstagsabgeordneten Hans Adlhoch (1884-1945) und seine Frau Anna (1876-1961). Der engagierte Katholik und gelernte Schreiner war u.a. Sekretär der katholischen Arbeiter- und Arbeiterinnenvereine (KAB) in der Diözese Augsburg. Adlhoch wurde von den Nationalsozialisten zweimal im KZ-Dachau interniert. Er war einer von 7.000 Gefangenen des Konzentrationslagers, die noch Ende April 1945 kurz vor der Befreiung durch die US-Streitkräfte auf einen so genannten Todesmarsch geschickt wurden. Adlhoch starb schwer gezeichnet von der Gefangenschaft im Mai 1945. Die ersten Stolpersteine in Augsburg zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurden zu Ehren des Ehepaars Adlhoch 2014 vom Künstler Gunter Demnig vor der ehemaligen Verbandszentrale der Katholischen Arbeitervereine in der Peutingerstraße 11 verlegt.

Zum Foto (DRW/Liesenfeld): Zwei Auszubildende mit einem symbolischen Scheck, die sich stellvertretend für die Lehrlinge im BBW Ursberg über Geld für den eigenen Führerschein freuen. Die Adlhochstiftung gab 20.000 Euro für diesen großen Schritt in die Selbstständigkeit. 

In Memoriam Hans Adlhoch

Den 75. Todestag des Arbeitersekretärs Hans Adlhoch würdigte die Katholische Kirchenzeitung im Bistum in ihrer Ausgabe Nr. 26 Ende Juni 2020.

Zum Artikel als PDF-Datei hier.

Stille Gedenkfeier zum 75. Todestag von Hans Adlhoch

Augsburg, 21. Mai 2020 (hf).Vor genau 75 Jahren verstarb in einem Münchner Militärlazarett der langjährige Sekretär der Katholischen Arbeitervereine in Weilheim und Augsburg, Hans Adlhoch.

Der KAB-Diözesanverband Augsburg gedachte zusammen mit der Hans und Anna Adlhochstiftung im Rahmen einer kleinen Feier an seinem Grab an dessen 75. Todestag.

Diözesanpräses Georg Steinmetz gestaltete den Wortgottesdienst mit passenden Liedern und Gebeten. Stiftungsvorstand Arthur Koschate erinnerte auch an die Stifterin Maria Schieber und an deren 21. Todestag.

Stellvertretende Vorsitzende Renate Hofner und Kassier Peter Full stellten eine Blumenschale am Grab nieder.

Adlhochpreis 2019


Lauingen, 3. Dezember 2019. „Preis für gelebte Solidarität“ geht an den Betriebsratsvorsitzenden der Lauinger Metallbau- und veredelungs GmbH & Co. KG (LMV)

Auch in diesem Jahr hat die Hans-und-Anna-Adlhoch-Stiftung wieder den Adlhoch-Preis für gelebte Solidarität verliehen: er ging an Fritz Jenewein, den Betriebsratsvorsitzenden von LMV in Lauingen. Er wurde damit für sein unermüdliches Engagement auch über den eigenen Betrieb hinaus geehrt – denn Solidarität hört nicht am Werkstor auf. Der Preis wurde auch in der Hoffnung verliehen, den Betriebsrat für die anstehenden Verhandlungen im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu stärken.

Mit einer besonderen Auszeichnung in schwerer Zeit wurde der Lauinger Betriebsratsvorsitzende Fritz Jenewein geehrt. „Zur Zeit bin ich doch der erfolgloseste Betriebsrat überhaupt“ meint der engagierte Gewerkschafter, wenn er auf seinen Betrieb und die anstehende Insolvenz blickt. Die Laudatoren der Hans-und-Anna-Adlhoch-Stiftung sahen das naturgemäß vollkommen anders. Sie sehen in ihm den engagierten Kämpfer für Solidarität, die nicht nur den eigenen Betrieb umfasst, sondern sich auch in Streikaktionen vor anderen Betrieben niederschlägt.

Lesen Sie hier die Laudatio von Betriebsseelsorger Thomas Hoffmann.

Erinnern und vorwärtsgehen für ein friedliches und geeintes Europa - Adlhochstiftung gedenkt des 74. Todestages von Hans Adlhoch und des 20. Todestages der Stifterin Maria Schieber

(hf) Einen Tag vor der Wahl zum Europäischen Parlament erinnerte die Hans und Anna Adlhochstiftung mit einer Gedenkfeier an den 74. Todestag von Hans Adlhoch, Arbeitersekretär in Weilheim und Augsburg und an die Stifterin Maria Schieber zu deren 20. Todestag, zu der Arthur Koschate, Vorsitzender der Hans und Anna Adlhochstiftung, eingeladen hatte.

Bei dem Gedenkgottesdienst in Augsburg Herz Jesu, den Msgr. Pfarrer Franz Götz zusammen mit Diözesanpräses Diakon Georg Steinmetz im Beisein zahlreicher KAB-Mitglieder und der Pfarrgemeinde feierten, wurde erneut deutlich, welche Lichtpunkte Maria Schieber und Hans Adlhoch im damaligen nationalsozialistischen System aus christlicher Überzeugung setzten. In seiner Predigt sagte Präses Steinmetz: „Die leuchtende Stadt, das himmlische Jerusalem aus der Tageslesung ist Zeichen dafür, wo und wie Menschen in Eintracht und Frieden leben können. Hans und Anna Adlhoch, sowie Maria Schieber wären froh um ein friedliches und geeintes Europa. Wir sind aufgerufen, uns an solchen Vorbildern zu orientieren.“
Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit legten die Stiftungsmitglieder eine Blumenschale am Grab im Augsburger Westfriedhof nieder.

Fotos: Herbert Fitzka

"Nicht nur erinnern, es ihm gleichtun..." - Gedenkveranstaltung für Hans Adlhoch

Augsburg, 21. Mai 2015, (pz) Zum Gedenken an den früheren Arbeitersekretär Hans Adlhoch luden die gleichnamige Stiftung und der Diözesanverband der KAB an dessen Todestag, dem 21.Mai. Hochrangige Grußwortredner aus Diözese, Arbeiterwohlfahrt und DGB gaben der Gedenkstunde einen ebenso würdigen Rahmen wie die Rede von Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer. Mit einer kurzen Andacht fand die Veranstaltung einen gelungenen Abschluss.

Hans und Anna Adlhochstiftung e. V.

Die „Hans und Anna Adlhoch Stiftung eingetragener Verein“ verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke auf christlicher Grundlage im Bereich der Arbeitnehmerschaft.

Die Stiftung fördert insbesondere
- die Arbeitnehmer- und Familienbildung
- die Jugendpflege und Jugendfürsorge
- die Zwecke der freien Wohlfahrtspflege durch die Christliche Arbeiterhilfe e.V., Fachverband des Caritasverbandes fördern
- die internationale Verständigung der Arbeitnehmer durch Information und Kontakte
- wissenschaftliche Untersuchungen in Fragen der Arbeitnehmerschaft
- Verfgabe des „Hans Adlhoch Preises“ an Personen oder Gruppen aus der Arbeitnehmerschaft verleihen, die sich für mehr Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit in der Arbeitswelt besonders verdient gemacht haben.

Die Förderung der ersten beiden Aufgaben erfolgt durch Zuwendungen an Körperschaften, die wegen Verfolgung dieser Zwecke als gemeinnützig anerkannt sind.

Geschichte

Die Hans und Anna Adlhoch Stiftung wurde im Dezember 1983 gegründet. Gründungsmitglieder waren Maria Schieber (Stifterin), Präses Alfred Sauer, Stefan Höpfinger, Diözesansekretär Helmut Schwarz, Anton Meßmer und Paul Strenkert, sowie Erika Huber, Josef Steppich, Josef Stöckle und Werner Köppe.
Die Stiftung wird vertreten durch den Vorstand und die Mitgliederversammlung.
Arthur Koschate ist derzeitig Vorsitzender der Stiftung.

Kontakt:
Hans und Anna Adlhochstiftung e.V.
Weite Gasse 5, 86150 Augsburg
info@hans-und-anna-adlhochstiftung.de


Lebensbild Hans Adlhoch

Hans Adlhoch, geboren am 29.01.1884 in Straubing.
Das Schreinerhandwerk erlernte er bei seinem Vater.
Im Alter von 27 Jahren übernahm er als katholischer Arbeitersekretär das neu eingerichtete Arbeitersekretariat und katholische Volksbüros in Weilheim.
Im Jahr 1919 kam er als Arbeitersekretär der katholischen Arbeitervereine (später katholisches Werkvolk – heute als katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) nach Augsburg.

Adlhoch wurde Parteisekretär in der Bayerische Volkspartei (BVP). Für diese war er von Dezember 1924 bis 1933 im Stadtrat von Augsburg gewählt worden. Als Nachrücker wurde er im Januar 1933 als Reichstagsabgeordneter berufen.
Am 26./27 Juni 1933 erfolgte die erste Verhaftung. Er wurde in sogenannte „Schutzhaft“ (zum Schutz von Volk und Staat) genommen. Erst nach einer Erklärung, freiwillig auf sein Stadtratsmandat zu verzichten, wurde er am 4. Juli entlassen und bereits im August erneut eingesperrt. Bis zum März 1935 waren insgesamt fünf Inhaftierungen erfolgt.
1940 wurde Adlhoch zum Militär eingezogen. Nach dem Attentat von Stauffenberg auf Hitler am 20. Juli 1944 erfolgte eine erneute „Schutzhaft“, aus der Adlhoch im September nach Dachau verlegt wurde. 

Am 26. April 1945 wurde das Lager Dachau vor den anrückenden Amerikanern evakuiert. Auch Hans Adlhoch wurde auf den Todesmarsch von Dachau (7000 Häftlinge) ins Ötztal geschickt. Dieser endete in Waakirchen bei Bad Tölz. Entkräftet und von den Misshandlungen gezeichnet wird er nach der Befreiung durch die Amerikaner in ein Lazarett in München gebracht. Dort stirbt er am 21.5.1945. Seine letzte Ruhestätte fand er im Westfriedhof in Augsburg.


Lebensbild Anna Adlhoch


Anna Adlhoch, geb. Kurz geb. 5. April1876 in Kaspauer (Oberfranken), die Eltern waren Landwirte. gest. 7. April1961
Anna Kurz und Hans Adlhoch heirateten am 6. März 1905 in München. Sie zogen 1910 nach Weilheim und nach dem Kriegsdienst von Hans Adlhoch 1919 nach Augsburg, in die Peutinger Straße 11. Anna Adlhoch war dort die Verantwortliche für den Arbeiterinnenverein und unterstützte ihren Mann in
seinem Kampf gegen das NS Regime. Sie hielt die Kontakte zu den Freunden im Widerstand während seiner zahlreichen Inhaftierungen ihres Mannes aufrecht.

Die quälende Frage nach dem Schicksal ihres Mannes klärte sich erst nach Kriegsende, als man nach wochenlanger Suche sein Grab im Münchener Nordfriedhof fand. Er wurde später ins Familiengrab am Westfriedhof in Augsburg umgebettet.
Anna Adlhoch wohnte zunächst weiter in der Peutinger Str.11, später sorgsam betreut von ihrer Adoptivtochter Maria Schieber am Ulrichsplatz.

Erinnerung und Gedenken

Unter großer Beachtung von Kirche und dem öffentlichem Leben fand am 15. Todestag der Stifterin der Hans und Anna Adlhochstiftung, Maria Schieber, die erste Verlegung von Stolpersteinen im öffentlichen Raum, aber auf privatem Grund, in Augsburg statt.
Der Augsburger Stadtrat konnte sich bisher nicht entschließen, Stolpersteine als provokative Erinnerungsstätten an öffentlichen Plätzen zuzulassen.

Der Initiativkreis „Stolpersteine für Augsburg“ hatte den Künstler Gunter Demnig zu einem Vortrag nach Augsburg eingeladen. Am Morgen danach, zu ungewöhnlicher Zeit um 9 Uhr, verlegte der Künstler eigenhändig die ersten beiden Augsburger Stolpersteine am Peutingerhaus, der ehemaligen Verbandszentrale der Katholischen Arbeitervereine in Augsburg, Peutingerstr. 11. Initiator Thomas Hacker freute sich über das große Interesse und über die Teilname von 20 Schülern der Adlhochschule aus Augsburg Pfersee.

Die Erinnerung an die Lebensleistung von Hans und Anna Adlhoch zeichnete der Stiftungsvorsitzende Arthur Koschate nach. Auch für die KAB, der Nachfolgeorganisation der Katholischen Arbeitervereine, ist die Gedenkform mit Pflastersteinen eine geeignete Erinnerungskultur, um an das Engagement von Menschen für mehr Menschenwürde, mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit und Freiheit zu erinnern. Eine traditionelle Fahne des Katholischen Arbeitervereins von der Augsburger Pfarrei Herz Jesu im Stadtteil Pfersee war bei der Feier dabei.

Hans-Adlhoch-Preis für gelebte Solidarität in der Arbeitswelt
verliehen von KAB, CAJ und Betriebsseelsorge in der Diözese Augsburg
gestiftet von der Hans- und Anna Adlhochstiftung e.V.

Ziel:
• Würdigung der in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit kaum
wahrgenommenen „Helden“ des betrieblichen Alltags.
• Herstellung öffentlicher Wahrnehmung für die aktuelle Situation in
der Arbeitswelt und unsere Aufgabe als Christen.

Personenkreis:
• Einzelpersonen oder Gruppen aus der Arbeitnehmerschaft, die
sich um die Mehrung von Menschenwürde, Solidarität und
sozialer Gerechtigkeit in der Arbeitswelt verdient gemacht haben.

Vorschlagsberechtigt:
• KAB Kreisverbände und Diözesanverband, CAJ-Diözesanleitung
und Team der Betriebsseelsorge Diözese Augsburg.

Vergabeentscheidung:
• Die Jury besteht aus
- dem KAB-Diözesanpräses,
- einem Vorstandsmitglied der Hans- und Anna Adlhochstiftung,
- einer Person der KAB-Diözesanleitung,
- einer Person aus dem Team der Betriebsseelsorge.

Preisträgerinnen und Preisträger:
2012 Inge Christl (ehem. Schlecker Betriebsrätin)
2013  Helmut Schwering (ehem. langjähriger Geschäftsführer der Gewerkschaft VER.DI in Augsburg)
2014  Leo Berger (Betriebsrat der Firma Kögl Trailer in Burtenbach)
2015  Monika Hoffmann (ehem. Betriebsrätin der Firma AGCO-Fendt in Marktoberdorf)
2018 Helmut Jung (ehem. langjähriger DGB-Regionsvorsitzender in Augsburg)
2019 Fritz Jenewein (Betriebsratsvorsitzender der Lauinger Metallbau- und Veredelungs GmbH & Co. KG (LMV)

Weitere Informationen zum Adlhochpreis als PDF-Datei.

 

 

Gedenken in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Auch in der KZ-Gedenkstätte Dachau wird an Hans Adlhoch erinnert. Mitglieder der Hans und Anna Adlhoch Stiftung e. V. machten Ende Oktober 2014 dort einen Besuch, bei der der Augsburger Josef Pröll die Gruppe führte.

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Fax 0821 3166-3519
peter.ziegler@kab-augsburg.org

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