Die Hans- und Anna Adlhoch-Stiftung wurde 1983 gegründet und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke auf christlicher Grundlage. Sie steht in der Tradition der KAB und CAJ und setzt sich für Arbeitnehmer:innen und ihre Familien ein. Gegründet wurde sie von engagierten Mitgliedern um Stifterin Maria Schieber. Heute trägt ein Vorstand gemeinsam mit der Mitgliederversammlung die Verantwortung, aktuell unter dem Vorsitz von Arthur Koschate.

Hans Adlhoch (1884–1945) war Schreiner, katholischer Arbeitersekretär und engagierter Politiker in Augsburg. Als Mitglied der Bayerischen Volkspartei saß er im Stadtrat und wurde 1933 kurzzeitig Reichstagsabgeordneter. Wegen seines Widerstands gegen das NS-Regime mehrfach inhaftiert, kam er 1944 ins KZ Dachau. Auf dem Todesmarsch kurz vor der Befreiung schwer geschwächt, starb er am 21. Mai 1945 im Lazarett in München. Seine letzte Ruhestätte fand er im Westfriedhof Augsburg.

Anna Adlhoch (1876–1961) unterstützte ihren Mann Hans in seinem Engagement und Widerstand gegen das NS-Regime. Nach ihrer Hochzeit 1905 zogen sie nach Weilheim, später nach Augsburg. Dort leitete sie den Arbeiterinnenverein und hielt trotz der Inhaftierungen ihres Mannes die Kontakte zum Widerstand aufrecht. Erst nach Kriegsende erfuhr sie vom Tod ihres Mannes. Betreut von ihrer Adoptivtochter Maria Schieber verbrachte sie ihren Lebensabend in Augsburg, wo sie bis zu ihrem Tod 1961 lebte.

Der Hans-Adlhoch-Preis würdigt „Helden des Alltags“, die sich in der Arbeitswelt für Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit einsetzen. Er wird von KAB, CAJ und Betriebsseelsorge in der Diözese Augsburg verliehen und macht Engagement sichtbar, das sonst im Verborgenen bleibt. Ausgezeichnet werden Einzelpersonen oder Gruppen aus der Arbeitnehmerschaft, die in besonderer Weise Verantwortung übernehmen. Vorschlagsrecht haben KAB, CAJ und die Betriebsseelsorge.
Hans und Anna Adlhoch-Stiftung e. V.
Alpenstraße 26
86159 Augsburg
0821/79569315