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10.06.2021

Auseinandersetzung mit Caritas-Direktor Dr. Magg endete konstruktiv

KAB: geschäftsführende Diözesanverbandsleitung (DVL) trifft Caritas-Direktor – Konsens nach an-fänglichem Schlagabtausch

Zu einem Austauschgespräch aus Anlass der Weigerung der Caritas, einer Allgemeinverbindlichkeit  zu einem Tarifvertrag in der Altenpflege zuzustimmen, kam es kürzlich in Augsburg. Die geschäftsführende DVL der KAB Augsburg kam mit Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg in einer virtuellen Konferenz zusammen. Nach anfänglicher Kritik konnte bald der Konsens wiederhergestellt werden.

Auf Einladung von Diözesanpräses Georg Steinmetz fand das Treffen des Vorstands der KAB Augsburg mit Diözesan-Caritasdirektor Dr. Magg statt. Nachdem es im Vorfeld zu Unstimmigkeiten gekommen war, freute sich dieser, dass es nun zu einem direkten Austausch komme. Diözesansekretär Peter Ziegler betonte den Anspruch des Verbands, für eine angemessene Entlohnung der Beschäftigten in der Pflege einzutreten. Hierbei bezweifelte er die Position der Caritas, dass eine höhere Entlohnung als der des allgemeinverbindlichen Mindestlohns als „unwirtschaftlich“ bewertet und daher nicht refinanziert würde. Dr. Magg betonte den Einsatz der Caritas für die eigenen Beschäftigten, die sich mit dem vorgeschlagenen Tarifvertrag schlechter gestellt hätten. Zudem verwahrte er sich gegen den Eingriff des Staates in die Tarifautonomie. Er bedauerte, dass die Gewerkschaft ver.di sich der Mitarbeit im Dritten Weg verweigern würde. Dies sei einer der Hintergründe, weshalb der Konflikt im März derart hochgekocht sei.

Aufgrund der aktuell neuen Rahmenbedingungen fragte Ziegler nach der Einschätzung, inwieweit die Vorlage aus dem Hause Spahn nach Einschätzung von Herrn Dr. Magg dazu führen könnten, dass neue Gefälligkeits-Tarifverträge entstehen könnten. Dieser schätzte die Gefahr als eher gering ein. Darüber hinaus sei es dringend geboten, den Eigenanteil der Pflegebedürftigen zu begrenzen, denn eine Lohnerhöhung auf der einen Seite hätte zwangsläufig eine Kostensteigerung bei den Pflegebedürftigen zur Folge.

In der Folge kam man überein, das Thema Pflege einmal grundsätzlicher angehen zu müssen – es brauche eine gesellschaftliche Debatte darüber, was Pflege eine Gesellschaft kosten dürfe. Hier sei ein Mix verschiedener Versorgungsformen dringend geboten. Auch müsse ein Pflegeheim sein immer noch negatives Image in der Gesellschaft verlieren. Es wurde beschlossen, nach der Bundestagswahl wieder zusammenzukommen, um sich weiter diesem Thema zu widmen. Dann seien nicht nur die Ohren der politisch Verantwortlichen offen, sondern es gebe auch die Bereitschaft, etwas anzugehen…         

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